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18 Juli, 2013 - 09:51
 

Beziehungen verändern sich im Laufe der Zeit

Es beginnt meist mit einem Knall, der das gesamte Universum zum Erklingen zu bringen scheint. Immer schon war das Gefühl, sich zu verlieben, ein unbeschreibliches, das den Atem stocken und die Worte versiegen lässt. Doch aus dem Gefühl des Verliebtseins entwickeln sich im Laufe der Zeit andere Gefühle. Im besten Fall wird es Liebe, aber auch Freundschaft spielt eine Rolle in einer guten Beziehung. 

© detailblick - Fotolia.com

Wenn jede Frau, der man begegnet, aussieht wie die Angebetete, ist man bis über beide Ohren verliebt. Alles passt, alles ist stimmig, man kann nicht mehr aufhören, an die Frau zu denken, die das eigene Herz erobert hat. Selbstverständlich ist es nicht nur das zärtliche Gefühl, das zwei Menschen miteinander teilen, es ist auch eine unbändige Lust aufeinander, die gestillt werden muss. Übermäßiges Analysieren der tatsächlich empfundenen Gefühle ist sicher nicht das, was zu Beginn einer Beziehung im Vordergrund steht. Stellt sich jedoch heraus, dass das wesentliche verbindende Element der Sex ist, wird die Beziehung vermutlich kaum eine Chance haben, dauerhaft glücklich zu sein.

 

Alles Sex, oder was?

Ewiges Glück, stetige Liebe, Treue und ein partnerschaftliches Miteinander – das sind die Zutaten, aus denen beständige Beziehungen gemacht werden. Doch was in Romanen oder Hollywood-Streifen bestens funktioniert, muss im wirklichen Leben noch lange nicht gelingen. Besonders wenn Kinder mit in die Beziehung gebracht werden, ist es daher wichtig, zunächst einmal miteinander zu beobachten, wohin sich die Sache entwickelt.

  • Aus dem anfänglichen Gefühl grenzenloser Verliebtheit kann sich echte Liebe entwickeln, die über einen längeren Zeitraum (im besten Fall für immer) Bestand hat.
  • Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass die Gefühle schnell wieder abkühlen und beide Beteiligten feststellen, dass die Unterschiede prägender sind als die anfangs empfundenen Gemeinsamkeiten.
  • Womöglich ist es tatsächlich fast ausschließlich der Sex, der die Grundlage der Beziehung zweier Menschen bildet. Das kann eine Weile funktionieren, meist fehlt es jedoch an Gemeinsamkeiten des Alltags, sodass das Ende vorprogrammiert ist. 

Solange keine Kinder beteiligt sind, ist es recht einfach, Schritt für Schritt durch gemeinsame Zeit und Unternehmungen festzustellen, in welche Richtung „die Reise geht“. Mit Kindern dagegen stellt sich die Frage, wann der Nachwuchs die neue Partnerin kennenlernen soll. Und im Zweifel sogar, ob es sie überhaupt kennenlernen sollte. Kinder sind sehr sensibel, wenn es um eine neue Beziehung geht. Natürlich reagiert jedes Kind anders - und es ist zu einem ganz erheblichen Anteil Sache des Vaters, ob die neue Partnerin Angst macht oder vom Kind offen angenommen wird. Nicht zuletzt liegt es an der Frau selbst, wie der Nachwuchs auf sie reagiert.

Es ist jedoch nicht ratsam, mit dem Vorstellen der Herzensdame zu früh zu beginnen. Ist die Verliebtheit noch in vollen Zügen, ist die Selbstdisziplin entscheidend, denn pausenloses Küssen und Liebkosen ist sicher nicht das, was Kinder bedingungslos begeistert, schon gar nicht, wenn sie noch kleiner sind. 

Wenn noch völlig offen ist, ob die anfänglichen Gefühle Bestand haben, ist es ebenfalls sinnvoll, zumindest eine gewisse Zeit mit dem Kennenlernen der Partnerin und dem Kind zu warten. Für Kinder ist es schwer nachvollziehbar, wenn die vermeintlich große Liebe nach zwei oder drei Monaten plötzlich wieder verschwunden ist, weil doch nicht alles (gemeinsames) Gold ist, was glänzt. 

Und geht es wirklich nur um Sex, kann die Vorstellungsrunde mit dem Nachwuchs in den meisten Fällen getrost ausfallen. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen gemeinsamen Alltag als Familie gibt, als sehr gering einzuschätzen.

 

Nach dem „großen Knall“

Glücklicherweise werden oft aus zwei Verliebten Liebende, die das Leben miteinander teilen wollen. Nach und nach verändert sich der Alltag, es geht um Partnerschaft, Freundschaft, aber auch um die Aufteilung von Rechten und Pflichten. Die Rollen verändern sich, die Partnerschaft kommt auf eine andere Ebene, fast unbemerkt werden die Kinder größer und verändern sich ebenfalls. Das gemeinsame Alltagsleben ist wichtig und bietet viele Gelegenheiten, es sich als Familie schön zu machen. Es birgt jedoch immer auch die Gefahr, dass die Liebe erkaltet, zu etwas Selbstverständlichem wird. Und im Schlafzimmer herrscht womöglich irgendwann Funkstille.

 

Gut dosiert

Wissenschaftler haben schon vor langer Zeit herausgefunden, dass kein Mensch in der Lage wäre, dauerhaft verliebt zu sein. Die körperlichen Auswirkungen wären verheerend, die Folge wären gesundheitlich ernste Probleme. Wohl auch deshalb lässt die Natur dieses unglaublich starke Gefühl des Verliebtseins irgendwann abklingen. 

Doch auch wenn die Beziehung schon lange andauert, ist es empfehlenswert, als Paar immer einmal wieder ein wenig Verliebtsein „aus der Kiste zu holen“. Neben dem Alltag sind Momente zu zweit wichtig, Unternehmungen, die nur für die Partnerschaft gedacht sind. Dabei ist es gar nicht falsch, den Zeitpunkt dafür regelmäßig festzulegen. Fehlende Spontanität mag das Erste sein, was einem durch den Kopf geht, wenn man von solchen geplanten Unternehmungen hört. Doch das Leben, der Alltag, Beruf und Termine – all das ist Teil eines gut strukturierten Plans, der meist keinen Platz für Spontanes bietet. Es kann also besser sein, das Ausbrechen aus dem Alltagstrott genau zu planen, als einfach nicht dazu zu kommen. Liebe muss nicht immer spontan sein, man kann sich auch auf Geplantes freuen und es genießen. Danach kann es ja immer noch zu spontanem Sex kommen. So richtig spontan. 

 
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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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