Skip to main content

Suche

4 Januar, 2014 - 12:21
 

Kinder filmen – Tipps und Tricks und die passende Ausrüstung

Leben mit einem Kind heißt jeden Tag eine Vielzahl von schönen Eindrücken genießen zu können. Unmöglich, sich das alles zu merken, unmöglich, dies anderen mit Worten zu vermitteln. Wer die Entwicklungsschritte seines Kindes auf Film bannt, hat jahrelang etwas von diesen Erlebnissen. Wir geben ein paar grundlegende Tipps, wie Sie und Ihre Familie Freude bei den Dreharbeiten selbst und an den Ergebnissen haben.

© Ruslan Olinchuk - Fotolia.com

Für einen selbst, aber auch für die Großeltern und später für die Kinder sind die Filme aus früheren Zeiten eine bleibende Erinnerung. Damit die Filme nicht nur rein informativ, sondern auch schön anzuschauen sind, braucht es das richtige Equipment und einige Tipps und Tricks, die beim Filmen selbst umgesetzt werden können.


Welchen Camcorder soll ich kaufen?

Diese Frage beantwortet am besten der Experte im Fachhandel. Wer überhaupt keine Ahnung vom Filmen hat, sollte mit einem möglichst einfachen und nicht allzu teuren Camcorder anfangen. Heutiger Stand der Technik sind Camcorder mit Full HD. Diese Abkürzung steht für „vollständig hochauflösend“ und steht für eine hohe Auflösung der gemachten Filme und einer dementsprechend guten Qualität. Besonders wichtig ist, dass die Kamera auch bei weniger Licht gute Bilder liefert.

Da man sich als Neuling unter den vielen Modellen kaum zurecht findet, sollte man sich an den eigenen Kriterien für den Camcorderkauf orientieren:

  • Wie viel Geld kann und will ich ausgeben?
  • Worauf kann ich die Filme abspielen (Fernseher, PC, Projektor)?
  • Gibt es einen hochwertigen PC mit einer leistungsfähigen Grafikkarte für die Nachbearbeitung der Filme?
  • Will ich die Kinderfilme verschenken?
  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Filmen zum generellen Hobby wird?
  • Wie sollen die Filme archiviert werden?

Entscheidungshilfen für den neuen Camcorder bieten Testergebnisse im Netz oder in Fachzeitschriften oder die Information im Fachhandel. Wer filmbegeisterte Freunde oder Bekannte hat, kann sich auch dort Rat holen.


Die wichtigsten Regeln beim Filmen von Kindern

Selbstgedrehte Filme sollen meistens auch herumgezeigt werden. Damit das Ansehen ein Vergnügen wird, sollte nicht wild umher gefilmt werden, sondern mit Plan und Engagement vorgegangen werden.

  • Die Regel Nummer eins, nicht nur beim Kinderfilmen besagt, dass jeder Film auch eine Geschichte erzählen soll. Wer die Kamera nur planlos auf das Kind hält und isolierte Momenteindrücke festhält, wird den Zuschauer nicht lange fesseln können und wenn der Nachwuchs noch so drollig wirkt. Wer nun denkt, er muss nicht nur filmen, sondern auch noch ein Drehbuch ersinnen, sei beruhigt. Das komplette Bad des Babys oder der Ablauf, wie sich ein Krabbelkind an der Tischkante hochzieht, reichen als Plot durchaus aus.
  • Regel Nummer zwei lautet, dass der ganze normale Alltag die besten Filme schreibt. Es sollten nicht ausschließlich Familienfeste oder besondere Situationen gefilmt werden. Die ganz normale tägliche Entwicklung eines Kindes ist mindestens ebenso faszinierend wie die Dokumentation der Taufe oder des ersten Schultages.
  • Ganz wichtig ist die Regel Nummer drei. Das Kind bestimmt, wie gefilmt wird. Vor allem ist wichtig, dass die Perspektive stimmt. Um das Gefilmte natürlich und authentisch wirken zu lassen, müssen Sie erreichen, dass die Darstellung ganz natürlich wirkt. Das gelingt am ehesten, wenn Sie aus der Froschperspektive, also von unten filmen.  Dies erleichtert gleichzeitig Nahaufnahmen. Wenn eine allzu dichte Kamera das Kind stört, können Sie diese Nähe auch durch den Zoom erreichen. Versuchen Sie im Übrigen nicht, Ihr Kind zu dirigieren. Das macht es befangen und die Bilder wirken künstlich.
  • Regel Nummer vier könnte für einige die schwierigste sein. Zum Kinderfilmen braucht es jede Menge Geduld und Zeit. Gerade dann, wenn Sie große Entwicklungsschritte dokumentieren wollen, müssen Sie einfach abwarten können – und vor allem die Kamera immer griffbereit haben. Denn leider entstehen viele der schönsten Momente gerade dann, wenn der Camcorder sicher in seiner Hülle verpackt ist.
  • Noch ein Tipp zum Abschluss: Die Arbeit, Filme zu schneiden und mit Musik zu unterlegen, lohnt sich. So können sie eventuell noch mehr Menschen für Ihre Werke begeistern als „nur“ den engsten Familienkreis.

Kinderfilme sind ganz besondere Zeitdokumente und das Filmen kann sich zu einem schönen Hobby entwickeln. Achten Sie jedoch darauf, dass sich Ihr Kind nicht von der Kamera beobachtet und bedrängt fühlt, indem Sie es ständig damit beobachten. Denn dann wird es genervt reagieren, wenn der Camcorder surrt. Schöne Aufnahmen werden dann eine Seltenheit werden.


Seien Sie aber vor allem mir Spaß bei der Sache. Das überträgt sich auch auf Ihre Familie. Und nie vergessen, wenn Sie mit den ersten Ergebnissen noch nicht ganz zufrieden sind – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 


Zum Weiterlesen:
http://digitalvideoschnitt.de/services/tutorials/alle-tutorials/der-perfekte-urlaubsfilm.html
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness