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12 Januar, 2015 - 11:06
 

Was Babysitter wissen müssen – die wichtigsten Punkte

Kinder ohne Babysitter? Heute kaum noch denkbar. Alle Eltern brauchen ab und an einmal eine Auszeit oder müssen aus wichtigen Gründen ihr Baby in die Obhut anderer Menschen geben. Glück hat, wer die Eltern oder andere nahe Verwandte in der Nähe hat. Alternativ kann auch ein Babysitter gebucht werden.

© Cristiano_Palazzini - Fotolia.com

Klar müssen Eltern und Kind den Babysitter mögen und ihm vertrauen. Ebenso wichtig ist aber auch, dass der gewählte Babysitter – gleich, ob er aus der Verwandtschaft, der Nachbarschaft oder von einer Babysitter-Agentur stammt – im Bilde über bestimmte Punkte ist. Hier geht es zum einen um wichtige Informationen, die das Kind betreffen, zum anderen aber auch um Verhaltensweisen im Notfall.


Nur ein informierter Babysitter ist ein guter Babysitter!

Wenn Sie Ihr Kind einer fremden Person überlassen, ist das für das Kind schon eine große Umstellung. Umso wichtiger ist es, dass der Babysitter Bescheid weiß über Rituale und Besonderheiten sowie geltende Regeln:

  • Wie lange darf das Kind aufbleiben?
  • Wie sieht das Abend- bzw. Einschlafritual aus?
  • Darf das Kind fernsehen, wenn ja, welche Sendungen sind erlaubt?
  • Was mag das Kind besonders gerne spielen, welche Vorlieben hat es weiterhin (Lieblingsbuch, Lieblingsstofftier, Lieblingsnachthemd usw.)?
  • Was wird gemacht, wenn das Kind aufwacht? Bekommt es etwas zu essen oder zu trinken, wird es herausgenommen oder soll es im Bett getröstet werden?
  • Gibt es gesundheitliche Besonderheiten wie Allergien (zum Beispiel gegen bestimmte Lebensmittel) oder Medikamente, die das Kind regelmäßig einnehmen muss?


Was tun im Fall der Fälle?

Sprechen Sie genau ab, was zu tun ist, wenn das Baby plötzlich krank wird oder ein Unfall passiert. Der Babysitter muss dazu vor allem folgendes wissen:

  • Wie sind die Eltern erreichbar, bzw. wer ist Ansprechpartner, wenn etwas passiert?
  • Welche Rufnummer haben Feuerwehr, Kinderarzt, Giftnotruf und Rettungsdienst?
  • Wo ist die Hausapotheke (nur, wenn sich der Babysitter wirklich auskennt, sollte er selbstständig Medikamente verabreichen dürfen)?

Einen Zettel mit den wichtigsten Telefonnummern sollten Sie gut sicht-, bzw. erreichbar neben dem Telefon platzieren!


Was sonst noch wichtig ist

Wer öfter einen Babysitter in Anspruch nimmt, kann bestimmte Dinge zusammenstellen. Diese Zusammenstellung kann unter anderem folgendes enthalten:

  • Die oben bereits genannten Rufnummern
  • Bargeld, falls es unvorhergesehene Ausgaben gibt
  • Die Versicherungskarte des Kindes
  • Ersatzschlüssel für die Wohnung
  • Klären Sie mit Ihrem Babysitter, ob er ans Telefon geht, Auskunft über Ihren Verbleib gibt und eingegangene Anrufe notiert.
  • Stellen Sie Abendessen für Kind und Babysitter bereit.
  • Bereiten Sie die Utensilien vor, die benötigt werden, wenn Ihr Kind nachts aufwacht (zum Beispiel etwas zu trinken)
  • Unterhaltung für den Babysitter, wenn das Kind schläft. Was ist okay, was darf nicht genutzt werden (Fernsehen, DVDs, Stereoanlage, Bücher)?


Babysittervertrag und andere Vereinbarungen

Es gibt spezielle Babysitterverträge, in denen alles genau festgelegt wird. Er enthält zum Beispiel die Betreuungszeiten; die Regelungen, falls eine Betreuung ausfällt; Übergabebedingungen, Bezahlung; Versicherungen und die Mitnahme des Kindes im Pkw des Babysitters.

Wem ein Vertrag zu bürokratisch ist, sollte die genannten Punkte dennoch klären. Wichtig ist auch die Frage, ob der Babysitter eine Haftpflichtversicherung hat, die auch für Schäden haftet, die während einer Beschäftigung gegen Bezahlung passieren – dies sollte Bedingung für die Betreuung sein. Wenn der Babysitter damit einverstanden ist, sollten Sie ihm die Bezahlung überweisen. Dann nämlich können Sie die Ausgaben für die Kinderbetreuung steuerlich geltend machen. Barzahlungen werden nicht anerkannt. Da der bezahlte Babysitter als „Haushaltshilfe“ gilt, muss genaugenommen eine Unfallversicherung abgeschlossen werden. Hier gibt es dazu nähere Hinweise. Wer sich mit dem Thema Babysitter noch eingehender befassen will, dem sei folgendes Buch von Marianne Austermann und Gesa Wohlleben empfohlen: Der Babysitter kommt. Tips, Ideen, Spiele. Mit einem Erste- Hilfe- ABC, erhältlich über Amazon oder den Buchhandel.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de