Wir sind partner von amicella
Skip to main content

Suche

16 Oktober, 2014 - 11:39
 

Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern und ihre Ausprägungen

Wenn ein Kind in das Leben eines Paares tritt, dann setzen bei den jungen Eltern zahlreiche Veränderungen ein. Einige davon bewusst, einige unbewusst. Fast immer jedoch ist die Liebe zum eignen Kind der Schlüssel dafür, dass Eltern ihr Leben umkrempeln. Hier eine Liste unserer Beobachtungen.

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Es ist schon erstaunlich, was Eltern alles für ihr Kind tun. Sie nehmen viele Opfer auf sich, verändern ihr Leben und bis zu einem gewissen Grad auch ihr Weltbild. Dies tun sie von sich aus, denn das Kind selbst kann anfangs nur wenige Forderungen stellen. Sie tun es aus der Überzeugung heraus, das Richtige für ihr Kind zu tun und sie tun es allein aus Liebe zu ihrem Kind, denn Dank oder eine Entlohnung können sie nicht erwarten. Es ist wohl das einzige Mal im Leben von Menschen, dass ein einzelnes Ereignis sie so vorhersehbar und nachhaltig verändert – ein faszinierendes Phänomen für Soziologen. Hier ein Blick auf die Dinge, die Eltern für ihr Kind tun:

 


Es muss die Liebe von Eltern zu ihren Kindern sein …


… die sie dazu bringt, immer wieder ihre physischen und psychischen Grenzen auszutesten.


… die dazu führt, dass sie freiwillig die Selbstbestimmung über große Teile ihres Lebens abgeben und sich stattdessen vom Willen und den Bedürfnissen ihres Kindes leiten lassen.


… die dazu führt, dass sich ihre Kleidung im Laufe der Zeit von stylish-sexy zu „praktisch zu waschen“ wandelt.


… die sie dazu bringt, gefährliche Hobbies und ungesunde Angewohnheiten (das Rauchen etwa) abzulegen.


… die einen neue Seiten an sich entdecken lässt – man ist schneller emotional berührt, ergriffen, hat schneller mal die Tränen in den Augen als früher.


… die sie Lasten vom Gewicht eines Bierkastens (kleine Kinder nämlich) auch über Kilometer tragen lässt.


… die sie dazu bringt, ihr soziales Umfeld neu zu sortieren: alte Freundschaften zu hinterfragen und neue Bekanntschaften einzugehen – mit Menschen, die ebenfalls Kinder haben.


… die einen dazu bringt, seinen schicken Sportwagen gegen eine praktische Familienkutsche einzutauschen.


… die sie dazu bringt, sich über die Gesundheit ihres Kindes weit mehr Gedanken zu machen als über die eigene.


… wegen der Eltern im Notfall ohne zu zögern oder abzuwägen auch lebensbedrohliche Risiken eingehen, um ihr Kind zu schützen.


… die Eltern dazu bringt, in der Zeitrechnung des Kindes zu leben – vor dem Baby / nach dem Baby, soundsolange bis zum Babyturnen, soviel Tage bis zum Kindergeburtstag, soviele Monate bis zum Krippenstart, solange noch bis zur Einschulung. Eigene Termine rücken immer mehr in den Hintergrund.


… die die Eltern dazu bringt, viel Geld für ihr Kind auszugeben – und das gerne – in der Hoffnung, dass das Kind glücklich wird und im Bewusstsein, dass man persönlich nichts davon hat als das Gefühl, das Richtige für sein Kind getan zu haben.


… die zu dem seltsamen Phänomen führt, dass das Produkt von Sex – das Kind – einen davon abhält, fortan weiter regelmäßig diesem Vergnügen nachzugehen.


… die Eltern dazu bringt, mitten in der Nacht hochzuschrecken, wenn ihr Kind einen schlechten Traum hat.


… die einen dazu bringt, langfristiger zu denken und zu planen – und sich auch mit der Möglichkeit des eigenen Todes zu beschäftigen.


… die Zukunft aber oft auch proaktiver anzugehen – denn es gibt mit dem eigenen Kind jemanden, für den man eine Zukunft gestalten möchte.


… die dazu führt, dass man in Bezug auf Gefahren vorsichtiger, in Bezug auf Risiken konservativer, in seinem Denken allgemein nachhaltiger wird.


… die Eltern dazu bringt, auf berufliches Fortkommen zu verzichten, um mehr mit ihrem Kind zusammen zu sein – und dies zwar zu bedauern, aber selten zu bereuen.


… die aus Mann und Frau, Lover und Geliebter „Papa“ und „Mama“ werden lässt – mit allem, was dazugehört.

 


Haben wir etwas vergessen?
Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Ergänzungen gleich hier unten.


 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de