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11 Dezember, 2017 - 09:43
 

Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern – unbeschreiblich, unendlich, unvergleichlich, bedingungslos

Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern lässt sich mit nichts anderem vergleichen. Sie ist von Anfang an da, kennt praktisch keine Grenzen und zeigt sich auf vielfältige Art und Weise. Was macht diese Liebe so einzigartig?

© Monkey Business - Fotolia.com

Bevor sie eigene Kinder haben fragen sich Paare, wie es wohl sein wird – insbesondere auch, wie es sich anfühlen wird - Eltern zu sein. Egal, wie viele Gedanken man sich im Vorfeld macht, auf die Welle an Gefühlen, die einen überkommt, wenn man das eigene Baby zum ersten Mal im Arm hält, kann man sich nicht vorbereiten. Dieses kleine Bündel Leben, das sich an einen kuschelt, entfacht in seinen Eltern ohne eigenes Zutun Emotionen – Fürsorge, Weichheit, Sentimentalität, Stärke, Willenskraft, Zuneigung, Beschützerinstinkte, vor allem aber eine tiefe Liebe - die sich Menschen ohne eigene Kinder nicht vorstellen können. Über diese besondere Liebe von Eltern zu ihren Kindern möchte ich heute schreiben, denn sie erstaunt mich immer wieder von Neuem und ist meiner Meinung nach mit nichts zu vergleichen.


Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern hat viele Facetten

Alle Eltern erfahren am eigenen Leibe, wozu sie durch die Liebe zu ihren Kindern fähig sind. Sie gibt ihnen die Stärke, schlaflose Nächte durchzustehen und ihre Kinder bis zur körperlichen Erschöpfung in den Armen zu wiegen. Sie gibt ihnen das Durchhaltevermögen, dies auch über Monate immer wieder zu tun –ohne sich ernsthaft zu beschweren. Sie ist der Grund dafür, dass Eltern die eigenen Bedürfnisse fast immer denen der Kinder unterordnen – seien es bei kleinen Babys Dinge wie die eigene Körperpflege oder die Sauberkeit der Wohnung oder bei größeren Kindern etwa die Wahl der Urlaubs- oder Wohnortes. Regelmäßig liest man von Eltern, die unvorstellbare Kräfte aufbringen, um ihre Kinder aus Gefahren zu retten oder ohne nachzudenken das eigene Wohlergeben für den Nachwuchs opfern. Jeder, der Kinder hat, weiß, dass dies auch in ihm ruht – dieser Urinstinkt, sich für seine Kinder einzusetzen, ohne Rücksicht auf sich selbst.

Die Liebe zum eigenen Kind überkommt Frauen während der Schwangerschaft und bricht während der Geburt durch – sicher auch ein Trick der Natur, der werdenden Müttern hilft, die Geburtsschmerzen zu überstehen. Werdende Väter verspüren während der Schwangerschaft „nur“ Vorfreude. Sie sind im Gegensatz zur werdenden Mutter in dieser Zeit körperlich vom Kind noch nicht betroffen, daher hat das Kind für die noch eine Persönlichkeit, ist weniger greifbar. Das Gefühlschaos überkommt sie daher meist umso heftiger, wenn sie das Baby erstmals im Arm halten und sich mit ihm beschäftigen können.


Elternliebe wächst mit der Zeit und scheint keine Grenzen zu kennen

So sehr die Liebe zum eigenen Kind von Beginn an da ist – sie wächst mit der Zeit eher noch, wie fast alle Eltern bestätigen können: Durch die Zeit, die man mit seinem Kind verbringt und mit ihm interagiert, in dem Maße, in dem man seine Persönlichkeit kennenlernt, durch die Schwierigkeiten, die man mit seinem Kind durchsteht – schlaflose Nächte, Krankheiten, Sorgen – aber auch schöne Erlebnisse wie gemeinsame Unternehmungen, Erfolgserlebnisse, Feste oder Meilensteine wie die ersten Schritte, die Kinder mit Hilfe der Eltern machen.

Faszinierend ist auch, dass die Liebe zum ersten Kind nicht weniger wird, wenn ein zweites in die Welt tritt. Das neue Baby steht eine Weile im Mittelpunkt, aber das ändert die Liebe zum Erstgeborenen nicht. Diese bleibt unberührt; die Fähigkeit der Eltern, ihre Kinder zu lieben, wächst und scheint unbegrenzt zu sein.


Die Liebe von Eltern ist selbstlos – sie ist da, auch wenn wenig zurückkommt

Dabei ist die Liebe von Eltern zu ihrem Kind sehr selbstlos: es wird nicht aufgerechnet, was von der anderen Seite zurückkommt, man rechnet nicht mit Dank und liebt sein Kind auch durch Streit, Trotzphase und Pubertät hindurch. Das eigene Kind darf im Zweifel Dinge tun, die zum sofortigen Ende einer Partnerschaft führen würden – die Eltern ertragen sie, wenn auch oft schweren Herzens. Meine eigene Mutter sagte zu mir als größerem Kind ab und zu: „Ich liebe dich sehr, aber ich mag dich nicht immer“. Nun verstehe ich gut, was sie damals meinte.

Das größte Zeichen der Selbstlosigkeit der Eltern jedoch ist, dass sie ihrem Kind beibringen, das eigene Leben zu leben, um dann irgendwann loszulassen und dem Kind damit zu gestatten, aus dem „Liebeskreis“ der Eltern herauszutreten. Für viele Eltern ist das eine große Überwindung, ein Opfer, aber es ist eben auch der ultimative Liebesbeweis.


Die wahre Liebe des Lebens

Im Gegensatz zur romantisch-sexuellen Liebe zwischen Mann und Frau, in der die Laufzeit der meisten Beziehungen begrenzt ist, hat die Liebe von Eltern zu ihrem Kind kein End-Datum. Sie durchläuft wie jede Beziehung Höhen und Tiefen – in den meisten Fällen etwa die Pubertät – aber ein Ende gibt es nicht. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind verändert sich, aber die Verbindung zueinander ist tief verwurzelt und bleibt bestehen. Das macht die Liebe von Eltern zu ihren Kindern zur wahren Liebe ihres Lebens.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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