Lesetipp

„Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge“, so schallte es in den 70er Jahren aus tausenden Wohnzimmern - und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Geschichte der kleinen Adelheid, die bei ihrem Großvater, auch „Alm-Öhi“, genannt in den Schweizer Bergen aufwächst, um dann nach Frankfurt geschickt zu werden, begeisterte Kinder von Tokyo bis Caracas. 

Im Jahr 1967 entstand aus der Feder von Boy Lornsen die Geschichte von dem Jungen Robbi, der mit dem Roboter Tobbi in einem von ihm erfundenen Gefährt namens Fliewatüüt die verschiedensten Abenteuer erlebt, während Robbi versucht, die Aufgaben der Roboterprüfung zu lösen. Empfohlen wird dieses Buch für Kinder ab acht zum Vorlesen und selbst lesen.

Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte – der Jugendroman von 1973 ist heute aktueller denn je. Momo ist Lese- und Vorlesebuch zugleich und vermittelt Kindern wie Erwachsenen einen neuen Blick auf die Zeit, in der wir leben.

In Deutschland leben 1,6 Millionen Alleinerziehende. Davon sind 90 Prozent Frauen. Doch noch immer wird diese Lebensform weder wirklich wahrgenommen noch als gleichwertig anerkannt. Die Autorin und ZEIT-Redakteurin Christina Bylow betrachtet in „Alleinerziehend“ die Lebensrealitäten alleinerziehender Eltern jenseits der Schlagzeilen und lässt sie selbst zu Wort kommen.

Eigentlich ist es ja schön, wenn jemand so richtig hinter einem steht, einen anfeuert und motiviert. Schwierig wird es nur, wenn man das gar nicht möchte und sich völlig überfordert fühlt, so wie Marco, der einfach nur Fußballspielen will.

„Wann ist ein Mann ein Mann?“, sang Herbert Grönemeyer vor über zwanzig Jahren. Die Frage ist heute aktueller denn je. Während in den letzten 40 Jahre die Emanzipation der Frauen von den Medien begleitet und dokumentiert wurde, fand die Frage, welchen Einfluss das auf die Rolle des Mannes hätte, kaum Beachtung.

Der Besuch beim Arzt ist für viele Kinder mit großen Ängsten verbunden. Schlimmer wird es noch, wenn das Kind sogar für einige Tage ins Krankenhaus muss. Die langen Flure, die großen Apparate und die vielen Menschen sowie die Trennung von den Eltern, sorgen für Ängste und Unsicherheiten. Gut, das es das Buch „Dr. Tobis Tierklinik“ gibt, um Kindern einige dieser Ängste zu nehmen.

Wir erinnern uns noch alle gut an die Zeit, als wir ängstlich unter das Bett schauten, ob da nicht doch ein Monster versteckt liegt. Oder jeder Schatten sich in unserer Fantasie zu einem grässlichen Wesen verwandelte, das nur darauf wartete, uns zu fressen. Wie sehr hätten wir uns damals gewünscht, dass wir all diese nächtlichen Besucher mit einem Handstreich unschädlich hätten machen können.

Mädchen lieben Rosa, Jungs Bagger, Mädchen wollen Prinzessinnen sein, Jungs Cowboys. So sind die gesellschaftlichen Rollenmodelle seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten angelegt. Doch was ist wirklich angeboren und was nur anerzogen? Ist Rollenverhalten nur genetisch bedingt oder lässt es sich konstruktivistisch kreieren? Axel Dammler geht in Rosa Ritter & Schwarze Prinzessinnen genau diesen Fragen auf den Grund.

Kinder haben viele Fragen, auch über sich selbst. Die Wichtigsten über den eigenen Körper beantwortet das Kinderbuch „Wir entdecken unseren Körper“ aus der Ravensburger Wissensreihe „Wieso? Weshalb? Warum?“. Dieser und viele andere Bände eignen sich zum Vorlesen und durch die eingearbeiteten Klappen zum Entdecken für Kinder ab vier Jahren.

Kinder sind kleine Entdecker. Jeden Tag auf der Suche nach etwas Neuem, das sie in ihrem Wissensdrang erforschen können. Dass man sich diesen Forschungsdrang erhalten kann, haben die großen Entdecker über viele Jahrhunderte bewiesen. Nun gibt es ein Buch, das diese Entdecker Kindern näher bringt.

Einfach spielen und erleben lassen? Das ist für viele Eltern heute als Erziehung kaum noch ausreichend. Kinder müssen gefördert werden, so lautet das Mantra vieler Pädagogen. Aber nicht jeder folgt dem unwidersprochen.

„In die Ecke, Besen! Besen! Seid´s gewesen.“ Diesen Schnippsel aus Goethes Zauberlehrling kennt wohl jeder. Der Kindermann Verlag hat diesen und andere poetische Klassiker der deutschen Dichtkunst für Kinder aufbereitet. Mit den liebevoll illustrierten Bänden bringen Sie Ihrem Kind ein Stück deutscher Literaturgeschichte nahe. 

Ein fast dreizehnjähriges Mädchen, eine unfreundliche Tante und eine Insel, auf der sich seltsame Gestalten herumtreiben. Das ist das Gemisch, aus dem die Autorin Janine Wilk eine meisterhafte Gruselgeschichte für Mädchen ab 10 Jahren gesponnen hat. Gänsehaut garantiert.

Das kleine Gespenst zählt ebenso wie andere Werke des Autors Otfried Preussler zu den Klassikern unter den Kinderbüchern. Zum Vorlesen und selbst Lesen bestens geeignet, wird die Geschichte vom kleinen Gespenst erzählt, das durch einen unglückseligen Zufall plötzlich zum Taggespenst wird. Ein Buch über Mut, Durchhaltevermögen und Freundschaft.

Die kleine Raupe Nimmersatt ist ein Klassiker unter den ersten Büchern für Kinder. Erzählt wird die Geschichte einer hungrigen Raupe, die sich durch jede Menge Lebensmittel frisst und am Ende zum Schmetterling wird. Ein Buch zum Vorlesen und Anschauen und das schon für Kinder ab einem Jahr.

Rick ist elfeinhalb Jahre alt, spielt begeistert Eishockey und ist ansonsten ein typischer Junge. Seine Lebensumstände sind allerdings alles andere als typisch. Er lebt mit seinem Vater und dessen Kumpel Wutz zusammen. Und da selbst die Katze Gismo ein Kerl ist, kann man von einer hundertprozentigen Männer-WG sprechen. Eigentlich ein perfektes Leben, wie Rick findet, wenn da nicht das Ding mit der Liebe wäre. 

Schon blöd, wenn man mit 127 noch zu jung ist, um als Hexe bei der Walpurgisnacht mitzutanzen. Die kleine Hexe ist und bleibt ein tolles Vorlese- und Lesebuch. Kinder lieben die kleine Hexe, denn sie ist zwar nicht perfekt, schafft es aber dennoch, sich gegen die bösen Hexen zu behaupten.

Das rothaarige freche Kerlchen schwirrt seit vielen Jahrzehnten in den Kinderzimmern umher. Die meisten Kinder kennen den Pumuckl aus der gleichnamigen Serie - insgesamt 66 Geschichten sind als Buch erschienen. Die einfachen Geschichten mit immer gleichem Aufbau eignen sich zum Vor- wie auch zum Selber lesen.

Jungs zum Lesen zu motivieren, wem das gelingt, der hat den „Heiligen Gral“ des Buchhandels entdeckt. Denn im Verhältnis zu ihren Altersgenossinnen lesen Jungen weit weniger gern. Was liegt also näher, als Jungen durch die Geschichten von ihresgleichen anzusprechen?

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Nachtwanderung? Mit einer Taschenlampe bewaffnet haben Sie die Dunkelheit erforscht und im Schein der Lampe Erstaunliches entdeckt. Nach diesem Prinzip funktionieren die Bücher der Sachbuch-Reihe „Licht an!“ Mit Hilfe einer „Taschenlampe“ aus Papier lernen Kinder ab drei Jahren die Welt kennen.
 

Der kleine Wassermann ist das Debütwerk des Kinderbuchautors Otfried Preußler, dem eine ganze Reihe weiterer Kinderbücher folgten. Grundlage für diese Erzählung ist die Legende vom Wassermann, der in mondhellen Nächten am Ufer Harfe spielte. Preußler erzählte seinen eigenen Kindern in abgewandelter Form davon: Der kleine Wassermann war geboren und begeistert bis heute in 32 Sprachen unzählige Kinder.

In den USA sorgte es bereits für Furore und weltweit für verständnisvolles
Kopfschütteln solidarischer Eltern. In „Verdammte Scheiße, schlaf ein“ hat der
Autor Adam Mansbach offenbar den Nerv der Zeit getroffen, zumindest aber die
Nerven schlafloser Mütter und Väter.

Für etliche Kinder naht in diesem Herbst wieder der Schulbeginn. „Die schönsten Geschichten zum Schulanfang“ aus dem Ellermann Verlag ist eine tolle Einstimmung auf den neuen Lebensabschnitt. Die lustigen und nachdenklich machenden Geschichten verschiedener Autoren machen Lust aufs Lernen und bereiten Kinder auf den Schulalltag vor.

Ein kleines Wesen mit Rüsselnase und roten Stachelhaaren schneit Herrn Taschenbier ins Haus. Das furchtlose und freche kleine Sams zeigt dem ängstlichen Junggesellen die Welt von einer ganz anderen Seite. Die Bücher rund ums Sams sind Mutmachbücher und für Kinder ab sechs zum Vorlesen und selber lesen geeignet.

Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Dabei sind manche kurzweilige Modeerscheinungen von Tigermüttern, andere Ratgeber nach dem „so-klappt‘s immer“ - Prinzip. Nur wenige bieten dauerhafte Substanz und langfristigen Rat. „Kinderjahre“ gehört dazu.

Auf unserer Welt gibt es so viel zu entdecken. Die Duden-Reihe „Kennst Du das?“ erleichtert es uns Erwachsenen ungemein, unseren Kindern die Wunder der Welt zu zeigen. Thematisch sortiert und mit aussagekräftigen Bildern versehen, lernen schon die Allerkleinsten die Welt kennen.
 

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Kasper, Seppel und der Großmutter, die gemeinsam mit dem Wachtmeister Dimpfelmoser auf der Jagd nach dem Räuber Hotzenplotz sind? Zum Vorlesen und selbst lesen bestens geeignet, erzählt das Buch über Mut, Freundschaft und dass in jedem Menschen ein guter Kern steckt.

Es ist das Einzige seiner Art und mittlerweile weltberühmt. Das Urmel schlüpft einige Millionen Jahre zu spät aus dem Ei, das in einem Eisberg eingefroren war. Zum seinem Glück landet es bei dem Naturkunde-Professor Tibatong, der auf der Insel Titiwu lebt. „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse ist als Vorlesebuch sehr beliebt, weil sich Kinder gut mit dem Urmel identifizieren können, das versucht, sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

Bereits im Jahr 1960 schrieb der deutsche Autor Michael Ende den zeitlosen Klassiker, der auch unsere modernen Kids nach wie vor begeistert. Seinen hohen Bekanntheitsgrad erreichte die Geschichte vor allem durch die Augsburger Puppenkiste, die die Geschichte ins Fernsehen brachte.

Mäxchen Pichelsteiner ist noch viel kleiner als alle anderen Einwohner Pichelsteins. Deshalb wird er der kleine Mann genannt. In dem gleichnamigen Roman erzählt Kästner von Mäxchens Reise durchs Land, bei der er den Zauberer Jokus und seine Menagerie begleitet. Alles geht gut, bis der kleine Mann eines Tages entführt wird.

Wer kennt ihn nicht, den blonden, kleinen Jungen, der – immer in bester Absicht – ständig Unfug anrichtet. „Unfug wird es von ganz allein“, erklärt er seiner kleinen Schwester Ida, wenn sie ihn mal wieder aus dem Schuppen befreit, in den er vor seinem wutschnaubenden Vater geflüchtet ist.

Grimms Märchen sind eine Sammlung von Märchen, die die Brüder Jacob Ludwig Carl und Wilhelm Carl Grimm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammengestellt haben. Die Märchen begeistern nun seit fast 200 Jahren Kinder wie Erwachsene und stehen in einer der vielen Varianten in nahezu jedem Bücherregal.

Fast alle Kinder kennen das fröhliche kleine Mädchen mit der roten Schleife im Haar. Conni steht für die Kinder einer ganzen Generation. Anhand der Dinge, die sie erlebt, wird Kindern erzählt, wie unsere Welt tickt.

„Irgendwie anders“ tut alles, um so wie die anderen zu sein – allerdings ohne Erfolg. „Du bist nicht wie wir“, hört er immer wieder. Das preisgekrönte Bilder-Lese-Buch von Kathrin Cave und Chris Ridell spricht das Thema Ausgrenzung auf mitfühlende und geradezu rührende Weise an und bringt uns zum Nachdenken.

„Rundherum in meiner Stadt“ hieß das erste Wimmelbuch, das Ali Mitgutsch 1968 veröffentlicht hat. Diesem Bilderbuch folgten etliche weitere zu den unterschiedlichsten Themen. Die Bücher kommen ohne Worte aus, die Geschichten erzählen sich selbst und bieten Spielraum für die kindliche Fantasie und auch die der Eltern.

Wer kennt sie nicht, die rotzfreche, superstarke Göre mit den roten Zöpfen und den viel zu großen Schuhen? Pippi Langstrumpf begeistert mittlerweile seit fast 80 Jahren Kinder und auch uns Erwachsene. Pippi macht uns Spaß, sie macht aber auch Mut und zeigt, dass Frechheit manchmal wirklich siegt.

Ab sofort startet vaterfreuden.de eine Reihe mit Lesetipps für Eltern. Besprochen werden Bücher zum Vorlesen, zum Gemeinsam lesen oder auch Fachbücher zu bestimmten Themen rund ums Kind. Den Anfang macht das Buch „Rivalen auf dem Fußballplatz“ aus der Reihe „Erst ich ein Stück, dann Du“, das Kinder zum gemeinsamen Lesen mit den Eltern ermuntern soll.