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19 September, 2015 - 09:41
 

Das umweltbewusste Kind

Eine Studie der National Geographic Society von 2009 hat gezeigt, dass die Deutschen längst nicht so umweltbewusst sind, wie man eigentlich erwartet. Weniger als die Hälfte aller Bundesbürger machen sich überhaupt Gedanken um Umweltschutz. Dabei geht unser Lebensraum uns alle an und schon Kinder sollten dies lernen.

© Ramona Heim - Fotolia.com

Ein Kind an einen bewussten Umgang mit der Welt heranzuführen, ist im Grunde genommen leicht. Kinder sind unbeschriebene Blätter und sich um die Umwelt zu kümmern und zu sorgen, ist im Grunde eine natürliche Verhaltensweise. Voraussetzung ist natürlich, dass auch die Eltern sich um ihren Lebensraum und dessen Schutz kümmern. Schon im Interesse unserer Kinder sollte uns dies am Herzen liegen.

 


Was ist eigentlich Umweltbewusstsein?


Was steckt genau dahinter, was ist gemeint, wenn von Umweltbewusstsein die Rede ist? Im Grunde genommen geht es darum, ein Grundlagenwissen über die Vorgänge in der Umwelt und auch die Probleme zu kennen. Dies wiederum erzeugt eine positive Einstellung zu unserem Lebensraum, was wiederum das Umweltverhalten beeinflusst, also den tatsächlichen Umgang mit der Umwelt im Alltag. Wenn diese drei Punkte im täglichen Leben eine Rolle spielen, spricht man von einem vorhandenen Umweltbewusstsein.


Kinder, die in umweltbewussten Elternhäusern aufwachsen, saugen den sorgfältigen Umgang mit unseren Ressourcen und der Natur quasi bereits mit der Muttermilch ein, denn Kinder lernen in den ersten Lebensjahren durch Nachahmung. Oft entsteht Umweltbewusstsein erst dann, wenn ein Kind in die Familie kommt. Dann macht man sich plötzlich mehr Gedanken um die Umwelt und es wird wichtig, den Lebensraum zu schützen und für das Kind ein Leben lang lebenswert zu machen. Auch in diesem Fall wächst das Kind ganz allmählich in einen achtsamen Umgang mit der Natur hinein.

 


Anregungen und Tipps – So lernt Ihr Kind die Umwelt kennen und lieben


Für schützenswert hält man nur, was man kennt und schätzt. In diesem Sinne sollten Sie Ihr Kind mit unserem Lebensraum vertraut machen. Gehen Sie mit ihm – dies gilt im besonderen Maß auch für Stadtkinder – in die Natur hinaus, so oft es geht. Genießen Sie das draußen sein und die Freiheit, die es dort hat; lassen Sie ihm Zeit, die vielen kleinen und großen Wunder zu entdecken.


Gerade dann, wenn Sie sich in der Natur aufhalten, können Sie in vielen Dingen Vorbild sein:

 

  • Fahren Sie, wenn möglich, mit dem Rad los oder wählen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Schon das ist ein Beitrag zum Umweltschutz.
  • Wenn Sie draußen sind, lassen Sie keinen Müll fallen oder liegen. Verlassen Sie die Orte, an denen Sie sich aufgehalten haben so, wie Sie sie vorgefunden haben.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind weder Pflanzen noch tierische Lebensräume mutwillig zerstört. So lernt es, die Lebewesen in der Natur zu achten.
  • In der Natur dürfen Kinder natürlich auch mal laut sein. Allerdings sollten Sie Ihrem Kind klar machen, dass es damit die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum eventuell stört oder vertreibt.
  • Machen Sie Ihr Kind auf die kleinen Wunder der Natur aufmerksam: Eine Spinne, die gerade ihr Netz webt oder eine Ameisentruppe, die ein riesiges Blatt zum Ameisenhügel schleppt, sind gut dazu geeignet, dem Kind die Lebendigkeit der Natur vor Augen zu führen.

 


Indem Kinder die Gelegenheit haben, die Natur zu entdecken, entsteht eine Verbindung, die es Ihnen erleichtert, Ihr Kind zu einem guten und achtsamen Umgang mit seiner Umwelt zu bewegen.

 


Umwelt- und Klimaschutz für ältere Kinder


Ältere Kinder können dann auch auf andere Art und Weise in den täglichen Umweltschutz mit einbezogen werden. Der Aufenthalt in der Natur ist nach wie vor wichtig. Darüber hinaus kann das Kind den Umweltschutz im Alltag praktisch umsetzen. Dies kann bei der Mülltrennung, beim Einkauf und auch beim Umgang mit unseren Energieressourcen geschehen. Wenn Ihr Kind alt genug ist, können Sie mit ihm zusammen die Stromrechnung durchgehen und ihm klar machen, wie viel Strom zum Beispiel verbraucht wird, wenn das Licht im Zimmer an bleibt, obwohl das Kind sich gar nicht dort aufhält. Gemeinsam können Sie Möglichkeiten überlegen, wie sich Strom einsparen lässt. Besuchen Sie mit Ihrem Kind Ausstellungen oder Informationsveranstaltungen, die sich mit regenerativen Energiequellen befassen. Umweltunternehmen in der Region bieten oft Tage der offenen Tür an. Nutzen Sie diese. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich an Umwelt-AGs in der Schule oder bei einer Jugendumweltgruppe zu beteiligen.


Umweltschutz geht uns alle an. Unsere Kinder sind die nachfolgende Generation, die mit Umweltproblemen konfrontiert wird, die das Ergebnis unseres momentanen Verhaltens sind. Dazu gehört der Klimawandel ebenso wie die Überfischung der Meere. Umso wichtiger ist es für Ihr Kind, dass das Bewusstsein für unseren Lebensraum geschärft wird.

 


Zum Weiterlesen:


http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_aktuelles/a_erziehungsfragen/s_302.html
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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