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24 September, 2017 - 21:10
 

Das Baby zu beruhigen ist Papa-Sache

Natürlich sind Mamas Brüste und die darin enthaltene Milch erste Wahl, wenn es darum geht, ein Baby zu entspannen. Aber hin und wieder ist das Kind so überdreht, dass es einfach nicht zur Ruhe kommt. Dann ist Papa mit seinen ganz speziellen Fähigkeiten gefragt, der den Nachwuchs zuverlässig zum Einschlafen bringt.

© Halfpoint - Fotolia.com

Schon früh merkten meine Frau und ich, dass ich ein Talent hatte, unsere Kinder zu beruhigen. Natürlich waren Mamas Brüste die allererste Wahl, wenn es darum ging, ein Baby zu beruhigen und still zu stellen. Aber wenn die Kleinen so überdreht waren, dass sie immer wieder nervös saugen wollten, ohne hungrig zu sein und einfach nicht zur Ruhe kamen, dann kam Papas Einsatz.
 
Ich nahm das Baby in den Arm, das Kleine legte seinen Kopf in meine Armbeuge, ich lief mit ihm umher, wiegte es, sang beruhigende Lieder und tätschelte bei alledem beruhigend seinen Po. Wenn das Kind immer noch nicht ruhiger wurde, dann ging ich häufig mit ihm vor die Tür, wenn das Wetter es zuließ. Ich lief mit ihm in den kleinen Park vor unserer Haustür, in den warmen Monaten auch spät nachts. Häufig beruhigten die Dunkelheit, die frische Luft und auch die etwas kühleren Temperaturen das Kind, während es sich in meine Armbeuge kuschelte und in meine Körperwärme eintauchte. Ein leises beruhigendes Summen meinerseits sorgte oft dafür, dass das Atmen tiefer und gleichmäßiger wurde und das Baby erst zur Ruhe kam und dann langsam wegdämmerte. Meine Frau war immer wieder erstaunt, wie gut mir das gelang.
 

Was mir beim Beruhigen der Kinder hilft? Ich habe KEINE BRÜSTE

Was macht mein besonders Talent aus, unsere Kinder in den Schlaf zu wiegen? Zum einen bin ich eher ein Nachtmensch und daher abends entspannter als meine Frau.  Daher hatte ich auch am späten Abend und in der Nacht noch mehr Geduld als sie und konnte diese Ruhe wohl auch besser auf unsere Kids übertragen (wobei meine Frau sich während der Stillzeit den ganzen Tag über viel mehr um die Babys kümmerte). Zum anderen hatte ich die Kraft, die Kinder notfalls auch sehr lange im Arm zu tragen. Darüber hinaus habe ich – und das ist hier wichtig – KEINE BRÜSTE. Es klingt widersprüchlich, dass mir das hilft, einen überdrehten Säugling zu beruhigen, aber das war der Fall. Wenn unsere Kinder einmal richtig „durch“ waren und auch Mamas Brüste sie nicht stillstellen konnten, waren diese nämlich eher hinderlich. Die Babys kamen permanent auf die Idee, dass sie ja noch einmal trinken könnten - ob sie das nötig hatten oder nicht. Es hatte schon etwas von einem Alkoholiker, dem ständig sein Lieblingsdrink in attraktiver Verpackung vor die Nase gehalten wurde. Kein Wunder, dass man da als Säugling nicht zur Ruhe kommen kann.
 
Bei mir im Arm gab es keinen störenden Milchduft, aber Nähe, die dem Kind vertraut war: der Geruch, die Stimme, der Körper. Dazu das Wissen, dass diese Person eine Ausdauer hatte, die größer war als die eigene. Warum sich dann nicht entspannen und lieber der Müdigkeit nachgeben? Das würde doch sowieso passieren. Bei unseren Kids hatte diese Kombination jedenfalls den gewünschten Effekt. Fast immer.
 
 
An alle Väter dort draußen – dieses Talent schlummert auch in Euch. Probiert es aus und lasst Euch auf Euer Baby ein. Eure Frau wird es Euch danken – und Euer Kind ebenfalls.
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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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