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5 September, 2017 - 22:50
 

Leben im Mehrgenerationenhaushalt

Jeder Mensch wird älter, daran lässt sich nichts ändern. Doch auch im Alter möchten viele Menschen in ihrem gewohnten Umfeld leben. Kein Wunder, viele von ihnen haben ihr gesamtes Leben in der gleichen Wohnung gelebt, das Umziehen in ein Pflegeheim ist für sie keine Option.

© GordonGrand - Fotolia.com

Schwierig wird es oft, wenn der Partner eines älteren Menschen verstirbt. Dann kann es sinnvoll sein, wenn die Familie ihn zu sich holt. So muss er zwar sein gewohntes Umfeld ebenfalls verlassen, befindet sich jedoch in der Obhut seiner Familie. Solche Mehrgenerationenhaushalte werden zwar immer seltener, bieten für alle Beteiligten aber auch viele Vorteile.


Der Mehrgenerationenhaushalt – ein Auslaufmodell

Lange Zeit war es in Deutschland völlig normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten. Das Familienanwesen wurde dabei von Generation zu Generation weitergegeben. Das hat sich mittlerweile geändert. Nur etwa 0,5 Prozent aller Haushalte beherbergt drei oder mehr Generationen. In über 70 Prozent aller deutschen Haushalte lebt sogar nur noch eine Altersgruppe. Experten gehen davon aus, dass dies vor allem daran liegt, dass sich immer mehr Menschen wünschen, die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse in einem eigenen Haushalt besser ausleben zu können. Wie Umfragen ergeben ist der Mehrgenerationenhaushalt bei älteren Menschen aber sehr beliebt, vor allem wenn die Alternative Pflegeheim lautet.


Chancen und Herausforderungen des Mehrgenerationenhaushalts

Generell bietet es viele Chancen, aber auch Herausforderungen, wenn mehrere Generationen zusammenleben. Für ältere Menschen hat es den Vorteil, dass sie nicht vereinsamen. Im Alter fällt es oft schwer, noch unter Menschen zu gehen. Viele Bekannte sind bereits gestorben, man selbst ist nicht mehr so gut zu Fuß und bleibt daher meist daheim. Das Zusammenleben mit anderen Menschen ist daher von Vorteil, um nicht ins soziale Abseits zu gleiten. Gleichzeitig hält das Spielen mit Kindern oder das Helfen bei den Hausaufgaben auch geistig fit. Schließlich ist der Mehrgenerationenhaushalt auch für pflegebedürftige Senioren eine gute Möglichkeit. Sie können bei den täglichen Lebensaufgaben von ihrer Familie unterstützt werden.

Der mittleren Generation bietet dieses Haushaltsmodell die Möglichkeit, den Eltern etwas zurückzugeben. Sie können sich um ihre Eltern kümmern, sie gegebenenfalls pflegen und in ihrem Alltag unterstützen. Gleichzeitig erfahren sie in der Regel Entlastung bei der Kindererziehung. Auch der jüngsten Generation kommt das Zusammenleben mit den Großeltern in der Regel zugute. Zum einen freuen sie sich natürlich, wenn Oma oder Opa ständig da ist, zum anderen können sie dadurch aber auch lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Doch das Zusammenleben mehrerer Generationen kann auch Nachteile mit sich bringen. Da so mindestens eine Person zusätzlich im Haushalt lebt, kann es zu einer eingeschränkteren Privatsphäre aller Beteiligten kommen. Daher ist es besonders wichtig, dass sich alle Bewohner klar an festgelegte Regeln halten. Das können zum Beispiel feste Badezeiten oder die Hilfe im Haushalt sein.


Hilfe für Pflegebedürftige

Viele Senioren weigern sich, in ein Pflegeheim umzuziehen, da sie sich in vielen Fällen nicht eingestehen können, dass sie hilfsbedürftig sind. Dann entscheiden sich viele Paare Elternteile zu sich zu nehmen. Dieser Umzug zu den Kindern kann ein guter Kompromiss für die Senioren sein. Doch oftmals sind auch die Kinder dauerhaft mit der Situation überfordert, denn Beruf und Pflegetätigkeiten unter einen Hut zu bekommen, kann sich als sehr schwierig erweisen. Zudem fällt es vielen Menschen schwer, ihren bedürftigen Verwandten die richtige Pflege zukommen zu lassen. In diesem Fall kann ein Pflegedienst wie die Deutsche Seniorenbetreuung eine hilfreiche Lösung sein. Diese vermittelt Pflegekräfte, die den Senioren zum Beispiel bei der täglichen Hygiene helfen können.


Fazit

Der Mehrgenerationenhaushalt ist ein aussterbendes Modell in Deutschland. Dennoch entschließen sich immer wieder Familien mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben. Das bietet viele Vorteile, stellt die gesamte Familie aber auch vor Herausforderungen. Für pflegebedürftige Senioren ist es meist ein Sicherheit versprechender Schritt, da sie so immer jemanden in ihrer Nähe haben, der ihnen Halt und Unterstützung geben kann. Ist die Familie mit der Pflege überfordert, sollten Sie sich professionelle Hilfe holen.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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