Viele Eltern versuchen Perfekt zu sein. Doch wer sich zu viel psychischen Druck macht, macht auch Fehler. Oft wird die Schuld dann in der Gesellschaft gesucht, in der Schule oder im Kindergarten. Nicht selten auch beim eigenen Kind.

Wenn Kinder übermäßig viel zerstörerische Energie an den Tag legen, kann das unterschiedliche Gründe haben. Häufig steckt nur ein stark entwickelter Forschergeist dahinter, manchmal stecken motorische Schwächen oder Achtlosigkeit dahinter, mitunter ist der Zerstörungstrieb jedoch auch ein Hilferuf.

Man vermutet das Problem eher bei Hundehaltern, aber nein: Bissige Kinder gibt es öfter als man denkt. Die Reaktion schwankt zwischen Ärger und Entsetzen. Vielleicht beruhigt es etwas, dass Beißen eine durchaus normale Entwicklungsphase ist. Toleriert werden sollte dieses gewalttätige Verhalten aber natürlich dennoch nicht.

Manchen Kindern ist es in die Wiege gelegt: Sie können die Gefühle anderer verstehen und sich in sie hineinversetzen. Diese Fähigkeit nennt man Empathie. Andere Kinder wiederum tun sich schwer damit und wirken oft wie die Axt im Walde.

Jedes Kind ist eine individuelle Persönlichkeit, die von seinem Temperament und seiner Umwelt geformt wird. Trotz aller Einzigartigkeit gelten jedoch einige Grundsätze für alle Kinder und machen – konsequent umgesetzt – das Zusammenleben leichter.

Kleine Kinder weinen mehrmals täglich. Mal haben sie sich gestossen, mal sind sie hungrig, haben die Windeln voll oder sind sauer, weil ihnen etwas nicht gelingt. Und manchmal weinen sie einfach ohne erkennbaren Grund. So trösten Sie richtig:

Sie sind prinzipiell dagegen, was immer Sie auch tun. Gibt es Blumenkohl, will es Broccoli. Schenken Sie ihm ein Buch zum Geburtstag, dann war es mit Sicherheit das Falsche. Kinder die immer dagegen sind, wollen ein hohes Maß an Selbstbestimmung und geraten fast in Panik, wenn sie die Dinge nicht unter Kontrolle haben.

Wenn Ihr Teenager zuhause seine erste „richtige“ Party feiern will, dann sollten Sie nicht nein sagen, sondern Ihr Kind bei der Planung und Durchführung unterstützen. Allerdings sind klare Regeln nötig, damit die Party nicht zu einem Desaster wird. Denn die Erlaubnis zuhause zu feiern, ist ein Vertrauensvorschuss, den Sie Ihrem Kind geben.

Ihr Kind hat einfach keinen Bock auf Schule und Lernen und verhält sich total unkooperativ? Strafen und Vorwürfe und endlose Vorträge helfen hier wenig, vielmehr müssen Sie Ihrem Kind aus seinem Motivationsloch heraushelfen.

Ein ökologisches Bewusstsein gehört heute in vielen Familien zu den Grundwerten. Zum Teil wird die Einsicht, dass wir mit unserer Umgebung sorgsam und verantwortungsvoll umgehen müssen, durch Nachahmung an die Kinder weitergereicht. Aber auch Erklärungen, warum, wieso, weshalb können das Umweltbewusstsein des Kindes stärken.

Die Erkenntnis ist ein Schock: Das Kind hat Geld aus dem Geldbeutel genommen. Eltern, die sich von ihrem Kind beklaut fühlen, sind empört und gekränkt. Bevor Sie Ihren Nachwuchs nun wutentbrannt zur Rede stellen, sollten Sie erst einmal tief durchatmen. Denn oft ist der Diebstahl ein Alarmsignal und ein Hilferuf.

Katzen sind gern die Herrscher des Hauses – und können empfindlich reagieren, wenn ihnen dieses Monopol durch ein Baby streitig gemacht wird. Deshalb ist eine frühzeitige Gewöhnung an das neue Familienmitglied außerordentlich wichtig. Wenn das Baby dann da ist, gibt es ebenfalls einige wichtige Punkte zu beachten.

Eltern mit mehreren Kindern kennen das Problem: Der oder gerne auch die Große ärgert das jüngere Geschwisterkind - und zwar einfach deshalb, weil er oder sie es kann. Macht auszuüben kann gerade für Kinder sehr reizvoll sein. Da wird mit Absicht das Spielzeug weggenommen, geschubst und geärgert - einfach so.

Für Eltern ein echter Schock: Das eigene Kind mobbt gezielt Schwächere und hat sich dafür mit einer ganzen Clique zusammengerottet. Wenn Ihr Kind sich so verirrt hat, sollten Sie versuchen, herauszufinden, welches Problem es hat und ihm helfen, dieses so schnell wie möglich zu lösen.

 In fast jedem Alter kommt es zu Machtkämpfen mit dem Kind. Vor allem in der Trotzphase und später wieder in der Pubertät versucht der Nachwuchs, sich und seinen Willen durchzusetzen. Dies endet oft in nervigen und fruchtlosen Diskussionen, bei denen man als Vater schon mal mürbe werden kann.