Alle Eltern kennen das: Im täglichen Miteinander sind bestimmte Regeln vereinbart, die Ihr Kind auch genau kennt. Doch immer wieder kommt es vor, dass es sich nicht an die getroffenen Abmachungen hält. Natürlich ist kein Kind immer lieb und gehorsam, aber wenn sich dieses Verhalten häuft, sie alles zehnmal sagen müssen und ohne Schimpfen gar nichts läuft, sollten Sie lieber noch einmal genau hinsehen.

Der Begriff des Aktiven Zuhörens stammt aus der Psychotherapie. In der Kindererziehung bedeutet es vor allem, wirklich zuhören, was das Kind sagt und dabei nicht nur die Ohren und den Verstand, sondern auch das Gefühl einzusetzen. Oft wird das, was Kinder sagen, von den Eltern aus dem eigenen Gefühlshorizont interpretiert – Kinder ticken aber anders, sie sehen die Welt mit Kinderaugen.

Fast jedes Kind hat diese Phase: Ein Schimpfwort jagt das nächste und unflätige Ausdrücke scheinen plötzlich einen großen Teil des kindlichen Wortschatzes auszumachen.

Manchen Kindern ist es in die Wiege gelegt: Sie können die Gefühle anderer verstehen und sich in sie hineinversetzen. Diese Fähigkeit nennt man Empathie. Andere Kinder wiederum tun sich schwer damit und wirken oft wie die Axt im Walde.

Vieles, mit dem kleine Kinder konfrontiert werden, kann ihnen Angst machen – Die Trennung von der Mutter im Kindergarten, der Krach, den die Bauarbeiter in der Straße machen, der Zahnarztbesuch oder nächtliche Gewitter. Ihre Geduld und Ihr Verständnis helfen dem Kind über seine Ängste hinweg.

Früher war die elterliche Ohrfeige ein beliebtes Erziehungsmittel. Erst im Jahr 2000 wurde das Verbot dieser und anderer gewalttätigen Aktionen gegen Kinder gesetzlich verankert. Seither hat jedes Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung – das beinhaltet nicht nur das Verbot von Schlägen, sondern auch seelischen Verletzungen und demütigenden Erziehungsmaßnahmen.

Pünktlich müssen unsere Kinder spätestens dann sein, wenn die Schulzeit beginnt. Gut, wenn sie dann die Uhr schon können. Die Frage ist nur: Wie bringt man dem Nachwuchs bei, die Uhr zu lesen – möglichst spielerisch und ohne Stress? Grundvoraussetzung ist, dass Ihr Kind die ersten Zwölf Ziffern sicher unterscheiden kann.

Belohnungen können für Kinder Ansporn sein, sich in einer Sache besonders anzustrengen. Sie erhöhen die Motivation und sind oft einfach eine schöne Überraschung. Sinnvoll belohnen ist jedoch oft gar nicht so leicht. Denn schnell wird das, was als Ausnahme gedacht war, zur Gewohnheit, die vom Kind dann auch eingefordert wird.

Ohne Mama oder Papa geht gar nichts. Klammerkinder haben Angst und sind zurückhaltend, sie fühlen sich vor allem in der Gruppe nur sicher, wenn sie dicht bei den Eltern sind. Man kann die kindliche Persönlichkeit nicht umkrempeln, sein Kind aber dennoch ermutigen, sich in die Welt hinauszuwagen.

Für Eltern ist es ein Schock, wenn sie das erste Mal bemerken, dass ihr Kind lügt. Dann sollten sie sich ins Gedächtnis rufen, dass jeder Mensch lügt –bis 200 Mal pro Tag. Kinder wachsen also mit lügenden Erwachsenen auf. Dennoch muss unterschieden werden, denn es gibt solche und solche Lügen.

Eltern mit mehreren Kindern kennen das Problem: Der oder gerne auch die Große ärgert das jüngere Geschwisterkind - und zwar einfach deshalb, weil er oder sie es kann. Macht auszuüben kann gerade für Kinder sehr reizvoll sein. Da wird mit Absicht das Spielzeug weggenommen, geschubst und geärgert - einfach so.

Wenn Ihr Teenager zuhause seine erste „richtige“ Party feiern will, dann sollten Sie nicht nein sagen, sondern Ihr Kind bei der Planung und Durchführung unterstützen. Allerdings sind klare Regeln nötig, damit die Party nicht zu einem Desaster wird. Denn die Erlaubnis zuhause zu feiern, ist ein Vertrauensvorschuss, den Sie Ihrem Kind geben.

Wenn "Nein" das augenblickliche Lieblingswort Ihres Kindes ist und jedes Verbot Wutanfälle zur Folge hat, steckt Ihr Kind in der Trotzphase.

Vielleicht kennen Sie es aus der eigenen Kindheit? Kinder sammeln für ihr Leben gern: Steine, Muscheln, Schnecken oder auch Kronkorken. Das Sammeln übt eine eigenartige Faszination aus, das kennen auch viele Erwachsene. Zur Besorgnis besteht kein Grund, lediglich der Platz für die gesammelten Schätze könnte irgendwann eng werden.

Wer ein morgenmuffeliges Kind hat oder gar selbst zu dieser weitverbreiteten Spezies gehört, der hat es jeden Morgen schwer. Das Aufstehen ist eine Qual für einen selbst und auch für die anderen Familienmitglieder. Folgende Tipps können helfen, das müde Kind und auch sich selbst morgens schneller auf Touren zu bringen.