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Für die meisten Väter steht fest, dass sie nach der Elternzeit wieder in ihren alten Job zurückkehren. Es gibt aber auch Männer, die die Familienauszeit nutzen, um sich beruflich neu zu orientieren. Gerade Väter, die schon vor der Geburt ihres Kindes nicht zufrieden mit ihrer Jobsituation waren, verwenden die Babypause gern dafür, um danach etwas Neues zu wagen.

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance steht bei vielen Menschen im Vordergrund, wenn sie über eine Selbstständigkeit nachdenken. Andere hingegen hoffen, dass sie zum Beispiel mit dem Führen eines eigenen Onlineshops schnell und ohne großen Aufwand Gewinne erzielen. Allerdings ist die Gründung eines eigenen Unternehmens gerade in der Anfangsphase mit einem immensen organisatorischen Aufwand verbunden.

Nicht nur Freiberufler und Existenzgründer arbeiten im Home Office, auch für Angestellte wird diese Beschäftigungsform immer häufiger zur Option. Durch die zunehmende Vernetzung ist die Arbeit von zuhause aus meist leicht realisierbar und ermöglicht auch vielbeschäftigten Vätern, mehr Anteil am Familienleben und an ihren Kindern zu nehmen.

Obwohl es stimmt, dass man ein ganzes Dorf dazu braucht, um ein Kind großzuziehen, erkennen viele Länder nicht einmal die Bedeutung eines ausgedehnten Mutterschaftsurlaubs an - von Vaterschaftsurlaub ganz zu schweigen. Diese gleichen Länder geben jährlich Millionen von Dollar an Feiertagen wie dem Vatertag aus. Wenn man das Monster namens Kommerz mal beiseite lässt, wird offensichtlich, dass es nicht darum geht, dass die Rolle eines Mannes zuhause nicht anerkannt wird. Die Situation scheint wesentlich komplexer zu sein.

Die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat angekündigt, den Beruf von Soldaten und Soldatinnen familienfreundlicher zu gestalten. Wie genau sie diese Ankündigung realisieren will, ist derzeit eher vage. Doch wie gestaltet sich der Alltag für Kinder, wenn (meist) der Vater in den Krieg zieht?

Wenn ein Kind krank ist, haben beide Elternteile Anspruch auf eine Freistellung von ihrer Arbeit. Allerdings sind Väter bei der Krankenpflege der Kinder häufig zweite Wahl – zum einen, weil dies von jeher Frauensache war, zum anderen, weil die Arbeitgeber bei Vätern leider oft noch weniger Verständnis für eine Freistellung haben als bei Müttern.

Viele Männer nehmen das Vater-werden zum Anlass, die eignen Prioritäten im Leben neu zu bewerten. Die Mehrzahl der Väter würde gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, viele erreichen dieses Ziel aufgrund von Verpflichtungen im Job jedoch nicht. Wie schaffen es zwei beruflich stark eingespannte Väter, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen? Und was sind ihre Herausforderungen? Wir haben dazu die beiden Geschäftsführern der Polarstern GmbH in München interviewt.

Für viele Eltern ist es eine entweder-oder – Entscheidung zwischen einem echten Anteilnehmen an der Entwicklung der eigenen Kinder und Fortkommen in Beruf. Denis aus München und seine Frau Lisa wollten beides – Kind und Karriere. Also machten sie sich gemeinsam selbständig. Mit Erfolg, wie sie nach mehr als einem Jahr feststellen. Auf Vaterfreuden.de erzählt Denis wie und warum es bei den beiden geklappt hat und wie sich ihr Familienleben verändert hat.

In unserer Gesellschaft muss jeder gleich mehrere Rollen erfüllen. Eltern sind gleichzeitig auch Partner und müssen für den Unterhalt der Familie sorgen. Während die Rolle des Vaters früher deutlich in Richtung Versorger gewichtet war, möchten inzwischen immer mehr Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen stellt für Väter häufig eine ziemliche Herausforderung dar.

Unter der Woche auf Montage oder ständig auf Dienstreise – viele Kinder sind mit der häufigen Abwesenheit ihrer Väter konfrontiert. Das ist nicht nur fürs Kind eine Herausforderung, sondern auch für die Partnerin und nicht zuletzt auch für den Mann selbst, der versuchen muss, das Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf zu halten.

Grau ist alle Theorie. Umso spannender ist der Blick hinter die Kulissen, wenn man einmal danach fragt, was deutschen Familien wichtig ist. Und ob es sich mit der gefühlten und gelebten Wirklichkeit deckt. Eine neue Studie hat zum Ergebnis, dass bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein breiter Graben besteht.

Frauen, die Karriere machen, sind in ihrer Anzahl noch überschaubar. Aber es gibt sie: Die starken Frauen, die mehr verdienen als ihr Partner, die die Karriereleiter in ihren Highheels mit festem Gang hochtippeln und das „starke Geschlecht“ locker hinter sich lassen. Ob es leicht ist, mit einer solchen Karrierefrau eine Beziehung zu führen?

Elternzeit für Väter? Ja das gibt es und viele wissen es gar nicht. Andere nehmen bewusst keine Elternzeit. Ihnen passt sie nicht recht ins Rollenempfinden. Manche würden gerne, können aber nicht, weil der Arbeitgeber keine Freigabe erteilt oder weil sie Angst vor Kommentaren der Kollegen haben. Wir haben einen jungen Vater gesprochen, für den die Elternzeit die schönste Zeit seines Lebens war.

Eine tolle Vorstellung: Papa arbeitet im Home Office und ist für seine Kinder mehr als nur ein Wochenend-Papa. Nicht nur die Vorstellung, auch die Realität kann toll sein – wenn die wichtigsten Grundlagen für die Arbeit im Home Office beachtet und klare Grenzen gesetzt werden.

Die Lage ist ernst, so viel scheint sicher. Wenn Ursula von der Leyen bereits mit dem Gedanken spielt, Hartz-IV-Empfänger zu Erziehern umzufunktionieren, muss es deutlich mehr Bedarf an Erziehern geben, als tatsächlich zur Verfügung stehen. Besonders Männer finden sich im Beruf des Erziehers eher selten. Wollen Sie nicht? Oder gibt es zu wenig Anreize, sich zum Erzieher ausbilden zu lassen?