Gerade rund um das Weihnachtsfest tummeln sich zahlreiche mythische Gestalten. Insbesondere der Weihnachtsmann gehört zu einem „richtigen“ Weihnachten dazu. Doch wie finden es eigentlich die Kinder, wenn ihnen irgendwann klar wird, dass die Geschichten rund um Christkind, Nikolaus und Weihnachtsmann nichts anderes als Erfindungen und Gaukeleien der Erwachsenen waren?

Kleine Kinder versuchen, Grenzen auszutesten und ihren Willen durchzusetzen. Ihr Mittel ist ohrenbetäubendes Geschrei, das die Nerven der Eltern blanklegt. Auch, wenn es oft einfacher wäre, nachzugeben, sollten Eltern konsequent bleiben. Denn was lernt ein Kind, das so seinen Willen durchsetzen kann?

Was heißt das eigentlich „Kind sein dürfen“? In erster Linie, seinen eigenen Instinkten und Gefühlen zu folgen. Die Kindheit ist eine wichtige Phase, in der sich Geist und Körper frei entwickeln sollen und das mit möglichst wenig Leistungsdruck. Gleichzeitig müssen aber Regeln gelernt und Grenzen akzeptiert werden.

Das Kind spielt friedlich in seinem Zimmer, während man selbst die Post erledigt oder ein Buch liest. Für viele Eltern ist diese Vorstellung ein schöner Traum, denn ihr Kind kann nicht einmal fünf Minuten alleine spielen und braucht ständig einen Erwachsenen zum Bespaßen. Vaterfreuden erklärt, wie man das vermeiden kann.

„Ich habe heute eine Überraschung für euch!“ Während die Augen des siebenjährigen Antons zu leuchten beginnen, verzieht die fünfjährige Paula fast angewidert das Gesicht. „Sag mir, was für eine Überraschung!“, fordert sie ihren Papa auf.

Jedes Kind möchte von seinen Eltern geliebt werden und an erster Stelle stehen. Für Einzelkinder ist das vergleichsweise leicht. Geschwisterkinder stehen dagegen in einem ständigen Wettkampf, um die Gunst der Eltern. Ein ganz natürlicher Prozess, der sich auf die Entwicklung sogar günstig auswirkt, meinen Psychologen.

Für viele Eltern sind die täglichen Mahlzeiten ein kleines Drama. Das Kind ernährt sich am liebsten ausschließlich von Pommes, Tiefkühlpizza und Süßigkeiten. Nun braucht das Kind zum Wachsen allerdings jede Menge Nährstoffe – eine Strategie muss her, mit der das Kind gesundes Essen lecker findet und genussvoll isst. 

Im Alter von circa sechs Wochen schreien viele Babys zwei bis drei Stunden pro Tag, manche sogar mehr. Schreien und Weinen ist ganz normal – denn ein anderes Ausdrucksmittel haben Säuglinge noch nicht. Auch ältere Kinder weinen, zu den unterschiedlichsten Anlässen. Die Devise heißt hier – trösten statt ablenken.

Kinder sind wissbegierig und neugierig, sie werden in den unterschiedlichen Lebensphasen aber auch immer wieder von Ängsten geplagt. „Du brauchst doch keine Angst haben“ ist ein Spruch, den Kinder oft viel zu häufig hören. Eltern wissen meist nicht, was sie damit anrichten können.

Kinder sind Egoisten. Gnadenlose Egoisten. Und das ist ihr gutes Recht. Und dennoch kann es uns Eltern manchmal zur Weißglut treiben. Umso schöner, wenn der Egoist manchmal aus seiner Rolle fällt.

Auch wenn sich die meisten Babys auf den ersten Blick ziemlich ähneln, so gibt es ihn doch, den kleinen Unterschied. Je älter Kinder werden, desto mehr kristallisieren sich geschlechtsspezifische Eigenschaften und Vorlieben heraus. Einige geschlechtspezifische Eigenschaften entwickeln sich durch Erziehung und Nachahmung, andere sind genetisch programmiert.

Früher waren Großeltern fester Bestandteil der Großfamilie. Die Zeiten haben sich geändert, die Kleinfamilie hat längst Einzug gehalten. Die große Bedeutung, die Großeltern für das Kind und seine Entwicklung haben, ist allerdings ungebrochen.

Das jüngste Kind nimmt im Familiensystem eine Sonderrolle ein – einerseits verhätschelt, muss es andererseits auch häufig warten und teilen. Es hat nie erlebt, alleiniger Prinz oder alleinige Prinzessin zu sein. Auf die jüngsten Kinder, die Nesthäkchen, warten in einer Familie ganz besondere Herausforderungen.

Noch bevor Kinder sprechen können, zeigen sie ihre Gefühle deutlich: Durch Lachen, Weinen, Jauchzen, Schreien. Je älter sie werden, desto mehr Kontrolle wird ihnen abverlangt. Allerdings sollten Eltern dabei nicht vergessen: Gefühle sind der wirkliche Maßstab unseres Handelns.

Einzelkinder sind besser als ihr Ruf. Sie müssen nicht zwangsläufig altklug, ichbezogen und verwöhnt sein. Diese Vorurteile sind oft völlig unberechtigt, denn gerade Einzelkinder können mit einem großen Gefühl der Sicherheit aufwachsen, was wiederum gut fürs Sozialverhalten ist.