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1 Februar, 2010 - 12:37
 

Babyphone im Test

Ein Babyphon ist ein nützliches Hilfsmittel, das Eltern vor allem in den ersten Lebensmonaten des Babys ruhiger schlafen lässt. Auch später verschaffen Babyphone mehr Freiraum und melden zuverlässig jeden Mucks des schlafenden Sprösslings – aber Vorsicht, nicht jedes Gerät ist auch gefahrlos anwendbar. Dabei haben nicht nur Billigprodukte Strahlungswerte, die die verträglichen Grenzen weit überschreiten.

© Patrizier-Design - Fotolia.com

Sinn und Zweck des Babyphons


Babyphone geben den Eltern die Sicherheit, dass ihr Kind selig schläft. Es verschafft Bewegungsfreiheit, da auch auf weitere Entfernungen jedes Geräusch, dass das Baby macht zuverlässig übertragen wird.  Dies gilt zum Beispiel wenn das Baby im Garten im Kinderwagen schläft, während man selbst im Haus beschäftigt ist. Aber auch denn, wenn man in einer großen Wohnung oder in einem mehrgeschossigen Einfamilienhaus wohnt, meldet ein Babyphon den Eltern zuverlässig, wenn ihr Kind erwacht. Auch im Krankheitsfall ist die Geräuschübermittlung sehr hilfreich.


Worauf man grundsätzlich achten sollte


Bei der Auswahl eines bestimmten Produktes gibt es jedoch einiges zu beachten, da herkömmliche Babyphone über Funk funktionieren. Die ausgesendeten Funkwellen können sich ab einer gewissen Intensität negativ auf den Säugling oder das Kleinkind auswirken. Verschiedene Studien haben ergeben, dass Funkwellen unter anderem Schlafstörungen, eine erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen, Störungen des Immunsystems und eine gesteigerte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke auslösen können. Die Signalübermittlung über das hauseigene Stromnetz, die für Babyhone ebenfalls möglich ist, ist nur unter bestimmten Bedingungen und in begrenztem Maße einsetzbar.


Babyphon mit Funktechnologie


Diese Babyphone bestehen aus einem Sender und einem Empfänger. Der Sender ist im Kinderzimmer platziert und gibt per Funk Geräusche an den Empfänger weiter, der bei den Eltern positioniert ist. Auch Geräte mit optischen Signalen oder mit Vibrationsalarm sind erhältlich. Verwendet man Babyphone mit Funktechnologie - mittlerweile gibt es auch Geräte, die über das Mobilfunknetz übertragen - sollte man bei der Anschaffung und auch bei der Aufstellung des Senders auf verschiedene Punkte achten:


-    Entspricht das Babyphon der TCO-Norm?
Die TCO-Norm legt Grenzwerte bezüglich der Strahlung fest, die ein Babyphon aussenden darf. Allerdings nur für das Babyphon selbst. Die zugehörigen Netzteile werden meist nicht geprüft und überschreiten die zulässigen Werte bei weitem.

-    Vorsicht vor Babyhonen mit DECT-Technologie!
Diese Geräte arbeiten mit gepulsten hochfrequenten Mikrowellen als Dauersender. Wählen Sie lieber ein analoges Gerät.

-    Auch die Attribute „Eco-Mode“ oder „strahlungsarm“ halten nicht immer das, was sie versprechen und die Angaben sollten noch einmal überprüft werden.

-    Laut einem Testbericht der Zeitschrift Öko-Test überschreiten mehr als drei Viertel der geprüften Geräte die TCO-Norm für PC-Arbeitsplätze und weisen noch in einem Meter Abstand eine deutlich höhere Strahlenbelastung auf, als für Computer-Arbeitsplätze im Abstand von 30 cm erlaubt ist.


Berücksichtigt man die genannten Punkte, dann steht der Überwachung von Babys Schlaf mittels Babyphon nichts mehr im Wege. Trotz allem sollte man auch bei einem strahlungsarmen Gerät darauf achten, dass der Abstand zum schlafenden Kind immer so groß wie möglich, aber mindestens mit drei Metern gewählt wird. Dies gilt in besonderem Maße auch für das Netzteil. Neben den bedenklichen gesundheitlichen Auswirkungen des Elektrosmogs können empfindliche Kinder durch elektromagnetische Wellen leicht um den Schlaf gebracht werden.


Signalübermittlung per Stromnetz


Bei dieser Variante werden Sender und Empfänger an das häusliche Stromnetz angeschlossen. Die Signalübermittlung erfolgt nicht über Funkwellen, sondern über das Elektrokabel. Der Elektrosmog ist hier eingeschränkt, allerdings müssen die Geräte an denselben Stromkreis angeschlossen werden. Da der aktuelle Stand der Technik heutzutage getrennte Stromkreise für jeden Raum fordert, sind diese Babyfone meist nicht effektiv einsetzbar. Weiterhin können bestimmte elektrische Geräte, wie zum Beispiel Kühlschränke oder Fernsehgeräte starke Störungen verursachen.


Aussagekräftige Tests für Babyphone


Die renommierte Zeitschrift Ökotest überprüft jährlich die verschiedensten Babyfone und testet nach strengen Kriterien. In erster Linie wird die Strahlungsintensität der Funkübermittlung und die des Netzteils geprüft. Weitere Kriterien sind die verwendeten Materialien sowie die Handhabbarkeit und die Qualität der Umverpackung.
Testsieger in der Ausgabe 11/009 war das Angelcare Babyphone AC 420 D, das neben der weitgehenden Strahlungsfreiheit mit einem Preis von knapp 80 Euro erschwinglich ist und über eine Reichweite von 250m verfügt.
Es gibt auch andere Testreigen für Babyphone, zum Beispiel auch von der Stiftung Warentest. Allerdings wird bei nahezu allen anderen Testreihen weniger Wert auf die Gesundheitsverträglichkeit der Geräte gelegt. Aus diesem Grund  werden die Ergebnisse dieser Tests hier nicht aufgelistet.


Was Babyphone kosten


Die günstigsten Babyphone sind bereits für 30€ zu haben, je nach Ausstattung kann man aber auch 300 € dafür ausgeben. Bei der Auswahl sollte man auf alle Fälle auf ein Testsiegel und eine entsprechend gute Bewertung Wert legen.
Der Schlaf des Babys lässt sich auch ohne Gesundheitsbeeinträchtigungen und elektromagnetische Störungen gut überwachen, wenn man positive bewertete Geräte verwendet, die durchaus nicht immer in der oberen Preisklasse liegen müssen.

 


Nützliche Links:


http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=94250;bernr=07;co=


http://de.wikipedia.org/wiki/Babyfon

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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