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13 Februar, 2017 - 12:20
 

Einschlafrituale

Das abendliche Ritual gibt Kindern Sicherheit und hilft Ihnen, sich vom Tag zu verabschieden. Damit ein Ritual Ihrem Kind hilft, abends schnell und ruhig einzuschlafen, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Ein gutes Einschlafritual besteht aus mehreren Elementen, die jeden Abend gleich aufeinander folgen.

© Monkey Business - Fotolia.com

Was bewirken die abendlichen Rituale?

Kindertage sind aufregend. Ein Kind lernt täglich Neues dazu, manchmal fällt es ihm dann abends schwer, zur Ruhe zu kommen. Hier helfen Vorgänge, die sich täglich in gleicher Form wiederholen: Rituale haben durch den Wiederholungscharakter eine beruhigende Wirkung, gleichzeitig versichern sie dem Kind, dass das Leben verlässlich ist und auch nachts sicher und in geordneten Bahnen verläuft. Die Sicherheit, die Kindern dadurch vermittelt wird, stärkt die Familienzusammengehörigkeit und hilft dem Kind gleichzeitig, Struktur in den Tag zu bringen. Es weiß: nach dem Einschlafritual ist der Tag zu Ende und es ist Schlafenszeit. Dabei gilt: Je kleiner ein Kind ist, desto wichtiger sind gleichbleibende Rituale und das gilt nicht nur für den Tagesausklang.


Regeln für  Einschlafrituale

Die Rituale, die Kindern beim Einschlafen helfen, sollten an das Alter des Kindes angepasst sein. Der grundsätzliche Aufbau und die Regeln für Einschlafrituale sind in allen Altersgruppen gleich.

  • Wie der Name es schon sagt: Das Ritual sollte jeden Abend mit einem möglichst gleichen Ablauf stattfinden.
  • Bei älteren Kindern können Variationen entstehen, zum Beispiel durch Gespräche, die durch Fragen der Kinder entstehen.
  • Die Dauer des Einschlafrituals sollte klar festgelegt sein.
  • Das Ritual wird – wenn irgendwie möglich – nicht unterbrochen. Auch nicht durch Telefonanrufe für die Eltern.
  • Das Ritual muss einen klaren Anfang und ein klares Ende haben.
  • Das Ritual lebt weniger durch Worte als durch Handlungen, die jeden Abend in gleicher Form stattfinden.

 

Die Gutenacht-Geschichte

Eines der üblichsten Einschlafrituale ist wohl die Gutenacht-Geschichte. Sie bringt das Kind zur Ruhe, da es nicht mehr in Bewegung ist, sondern zuhört. Eine gute Gelegenheit, sich zusammen mit dem Kind aufs Sofa oder ins Bett zu kuscheln. Die Gutenacht-Geschichte ist allerdings eher als ein Element eines Einschlafrituals zu sehen. Die Vorbereitung darauf, wie Ausziehen, Waschen, Zähneputzen, Wickeln sind vorbereitender Teil des Rituals und sollten ebenfalls in der immer gleichen Abfolge stattfinden. Nach der Gutenacht-Geschichte kann ein Kuss auf die Stirn, das nochmalige sorgfältige Zudecken oder ein letztes „Ich hab dich lieb“ das Einschlafritual abschließen.


Das Gutenacht-Lied

Für das Gutenacht-Lied gelten die gleichen Regeln wie für die Gutenacht-Geschichte. Es eignet sich, verbunden mit körperlicher Nähe, vor allem für kleinere Kinder. Später kann ein kurzes Lied das Einschlafritual abschließen. Bei der Auswahl sollten typische Gutenacht-Lieder beziehungsweise ruhige getragene Melodien gewählt werden.


Blick aus dem Fenster

Schon auf Babys ab einem Alter von sechs Monaten kann der abendliche Blick aus dem Fenster ein Teil des Einschlafrituals sein. Wichtig dabei ist, dass eine ruhige Atmosphäre herrscht und die Aussicht nicht gerade auf eine belebte Verkehrsstraße geht. Setzen Sie Ihr Baby auf Ihren Schoß und bleiben Sie einige Minuten so sitzen und schauen Sie mit ihm gemeinsam aus dem Fenster. Anschließend kann die eingetretene Ruhe genutzt werden, um das Baby ins Bett zu legen.


Einschlaf-Massage

Für eine beruhigende Massage müssen Sie keine besonderen Kenntnisse haben. Mit einer Kerze und eventuell leiser Musik schaffen Sie eine entspannte Atmosphäre, in der auch schon kleine Kinder eine entspannende Abendmassage als Einschlafritual genießen können. Benutzen Sie ein Massageöl, das möglichst geruchsneutral ist und massieren Sie Ihr Kind mit ruhigen Bewegungen.

Einschlafrituale gibt es viele und welches Sie persönlich auswählen, hängt von Ihnen und Ihrem Kind ab. Bei der Auswahl sollten Sie beachten, dass ein Ritual auf Dauer angelegt ist und sich im Nachhinein nicht so leicht ändern lässt. Überlegen Sie also vorher, wie viel Zeit Sie für das abendliche Ritual einplanen wollen und was Ihnen selbst gefällt.

 

 


Zum Weiterlesen:


http://www.besserenachtruhe.de/einschlafrituale.html


http://www.kinder-themen.net/ratgeber/babys/48-einschlafrituale-fuer-babys

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de