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24 März, 2010 - 13:22
 

Babys baden – Gebrauchsanweisung für junge Väter

Moderne Väter wollen am Leben ihrer Kinder teilhaben – und zwar von Anfang an. Dazu gehört auch, dass sie sich an der Pflege des Babys beteiligen. Ein schönes gemeinsames Erlebnis, das Väter mit ihrem Baby haben können, ist das regelmäßige Bad.

© rachelzwo - Fotolia.com

Lange Zeit war es üblich, Babys täglich zu baden. Heute weiß man, dass zu viel Wasser den Säureschutzmantel der Babyhaut zerstört. Einmal die Woche baden reicht im Normalfall völlig aus, die übermäßige Verwendung von Seife ist ebenfalls nicht nötig. Im Prinzip reicht klares Wasser, wer möchte, der kann dem Badewasser geeignete Baby-Badezusätze zugeben, die die empfindliche Haut pflegen, reinigen und gleichzeitig schützen.

 

Wo kann das Baby baden?

 

Grundsätzlich gibt es drei Arten, ein Baby zu baden: In einer speziellen Babywanne, im Badeeimer oder in der normalen Badewanne, in der Papa dann gleich mit baden kann. Welche Badeart man wählt, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, die Regeln bleiben im Prinzip die gleichen. Lediglich bei der Verwendung eines Badeeimers ist eine etwas andere Vorgehensweise zu beachten, die jedoch beim Kauf des Eimers mitgeliefert wird.

 

Die Vorbereitung auf das erste Bad

 

Wenn der Nabel abgeheilt ist, dann kann das Baby zum ersten Mal gebadet werden. Meist ist es dann etwa zwei bis drei Wochen alt und schon ein klein wenig „handlicher“. Bevor es zum ersten Bad geht, sind einige Vorbereitungen zu treffen:

 

  • Sorgen Sie für eine angenehme Zimmertemperatur. Die Raumtemperatur kann für den Zeitraum des Bades ruhig 23° bis 25°C betragen. Fenster und Türen sollten geschlossen sein, damit es nicht zieht.
  • Weiterhin sollten Sie sich alles, was für das Bad erforderlich ist, bereits zurechtlegen: Zum Baden selbst brauchen Sie einen weichen Waschlappen, weiterhin 2 Handtücher, eine Windel, die Pflegeutensilien, und eine neue Garnitur Kleidung.
  • Liegt alles bereit, können Sie das Badewasser einlassen: die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 37°C und 38°C, dies überprüfen Sie am besten mit einem speziellen Babybadethermometer. Wenn Sie mögen, geben Sie einen Baby-Badezusatz hinzu. Dieser sollte allerdings nicht ölhaltig sein, da Sie sonst Probleme beim Halten des Babys im Wasser bekommen.
  • Der Wasserspiegel in der Wanne sollte eine Höhe von 12 bis 15cm haben. Bevor Sie nun das Baby ausziehen und in die Wanne setzen, kontrollieren Sie unbedingt noch einmal den festen Stand der Badewanne! Außerdem sollte die Wanne in einer Höhe stehen, die für Sie angenehm ist.

 

Ab ins Wasser – Das Baby in die Wanne setzen

 

Sind alle Vorbereitungen getroffen, können Sie Ihr Baby ausziehen und anschließend in die Wanne setzen. Wenn es gerade die Windeln voll hatte, sollten Sie es mit Feuchttüchern oder einem Waschlappen nochmals reinigen.

Nun lassen Sie das Baby langsam mit den Füßen zuerst in die Wanne gleiten. Halten Sie es dabei mit einer Hand am oberen Rücken und stützen Sie Nacken und Kopf, die andere Hand liegt unter dem Po. Beobachten Sie Ihr Baby, um zu prüfen, ob es sich wohlfühlt und sprechen Sie mit ihm. Wenn das Baby in der Wanne ist, halten Sie nachwievor seinen Kopf. Dies ermöglicht ihm einerseits, sich im Wasser zu bewegen, zum anderen haben Sie nun eine Hand für den Waschlappen frei.

Wem dieser Badegriff zu instabil ist, der kann auch mit der Hand hinter dem Nacken vorbei den Oberarm greifen. Dann liegt der Kopf Ihres Babys sicher auf Ihrem Unterarm.

Aus hygienischen Gründen wird immer von oben nach unten gewaschen. Zuerst waschen Sie das Gesicht, anschließend Ohren und Hals. Die Haare zu waschen ist nicht wirklich nötig, sie können aber dem Kind mit dem nassen Waschlappen über den Kopf fahren. Nach dem Kopf waschen Sie den Körper, zum Schluss kommen Genitalregion und Po dran. Hilfreich ist auch ein Becher, mit dem Sie Ihrem Kind immer wieder warmes Wasser über den Körper gießen können. Es geht allerdings auch mit der Hand. Die Badezeit sollte 5 bis 7 Minuten nicht überschreiten, da Babys durch ihre verhältnismäßig große Oberfläche leicht auskühlen (kleines Körpervolumen, große Fläche an Haut).

 

Nach dem Bad

 

Holen Sie Ihr Baby aus der Wanne, indem sie es wieder unterm Po fassen. Nun ist es wichtig, das Baby schnell in ein Handtuch zu hüllen und gründlich abzutrocknen. Besonders wichtig dabei ist, dass der Kopf schnell trocknet, am besten durch kurzes Fönen auf niedrigster Stufe. Anschließend sollten Sie den Kopf mit einer Baumwollmütze warmhalten. Außerdem müssen die Falten am Hals, unter den Achseln und in der Leiste sehr sorgfältig getrocknet werden. Nun muss das Baby wieder angezogen werden. Am besten von oben nach unten, das vermeidet ein weiteres Auskühlen.

 

Die beste Zeit fürs Baden

 

Wann die beste Zeit ist, das Baby zu baden, hängt zum einen vom Schlaf-Wachrhythmus ab, aber auch davon, wie ein Bad auf Ihr Baby wirkt. Manche Kinder sind nach dem Bad hellwach, andere schlafen anschließend sofort ein. Direkt nach dem Essen sollten Babys nicht baden, wenn sie hungrig sind, allerdings auch nicht. Testen Sie verschiedene Zeiten aus und sehen Sie selbst, welche Tageszeit am besten zu Ihnen und Ihrem Baby passt.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein gemeinsames Bad mit dem Baby in der großen Badewanne. Die Grundbedingungen sind die gleichen, allerdings sollte eine zweite Person assistieren und das Baby in die Wanne hineinreichen und am Ende des Bades wieder herausholen.

 

Nützliche Links:

http://www.baby-welten.de/babypflege/baby-baden/baby-baden-videoanleitung.htm

http://www.youtube.com/watch?v=JLNBCqs27oA

http://www.dooyoo.de/kinderzubehoere/tummytub-badeeimer/

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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