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18 Dezember, 2017 - 17:58
 

Erziehungsstile in der Übersicht – gibt es die „richtige“ Erziehung?

Erziehungsstile gab es schon, als diese noch nicht kategorisiert bzw. benannt wurden. Dennoch steht fest: derart viele unterschiedliche Ansichten darüber, wie Tochter oder Sohn erzogen werden sollten, existierten noch nie!

Die Frage danach, welcher Stil denn der passende für das individuelle Miteinander sei, ist daher aktueller denn je. Fest steht: Eltern wollen das Beste für Ihren Nachwuchs. Sie möchten, dass das eigene Kind nicht nur in einem sicheren Umfeld aufwächst, sondern auch gleichzeitig umsichtig, selbstbewusst und rücksichtsvoll wird. Eine schwere Aufgabe, mit deren Umsetzung meist die Mütter betraut werden.


Der antiautoritäre Erziehungsstil

Kaum ein anderer Erziehungsstil ist so bekannt wie er: der antiautoritäre Stil. Er charakterisiert sich unter anderem dadurch, dass dem Kind zwar Angebote, jedoch keine Vorschriften gemacht werden. Freundlichkeit und Wertschätzung spielen eine große Rolle. Entgegen vieler Vorurteile existieren auch hier Regeln. Diese schränken das Kind in seiner Entwicklung bzw. Selbstverwirklichung nicht ein. Das Tragen von Verantwortung soll hier schon in jungen Jahren trainiert werden.  


Der autoritäre Erziehungsstil

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um das genaue Gegenteil zum zuerst angeführten Beispiel. Beim autoritären Erziehungsstil sind Vater bzw. Mutter in der Bestimmerrolle. Sie loben, tadeln und beurteilen das Kind. Der Kontakt ist hier in der Regel eher unpersönlicher Natur. Drohen die Kinder, sich den Regeln zu widersetzen, folgen Einschüchterungen. Die Verantwortung wird hier an den Erzieher abgegeben, während die Kinder den Anweisungen folgen.


Der demokratische Erziehungsstil

Dieser Erziehungsstil wird oftmals in Familien mit mehreren Kindern gelebt. Hier steht der Erzieher nicht ÜBER, sondern neben den Kindern. Er versteht sich als ein Mitglied der Gruppe bzw. der Familiengemeinschaft. Befehle werden hier nur selten erteilt. Stattdessen werden anstehende Aktivitäten gemeinsam erarbeitet. Zum Alltag gehört hierbei auch das Ermutigen der Kinder, selbst Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Kritik wird immer konstruktiv und sachlich geübt.


Laissez-faire

Beim Laissez-faire Erziehungsstil tragen die Kinder ein hohes Maß an Verantwortung. Ein Eingreifen seitens der Erziehungsberechtigten passiert nicht. Aufgabe des Nachwuchses ist es hier, selbstständig Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Sollten die Kinder Hilfe benötigen, fragen Sie danach. Ansonsten halten sich Mama oder Papa zurück.


Die Frage nach der besten Lösung

Die Liste an Erziehungsstilen ist -wie an diesem kleinen Auszug zu sehen- lang. Wer sich mit den verschiedenen Charakteristika der einzelnen Richtungen befasst, erkennt schnell, dass die Grenzen in der Regel fließend sind. Nur die wenigsten Familien praktizieren einen Erziehungsstil in ganzer Weise „regelkonform“. Und genau hierin liegt -auch laut Meinung vieler Experten- das Geheimnis einer guten Erziehung. Es geht darum, im oft so hektischen Alltag, nicht stur an Regeln festzuhalten, sondern als Eltern bzw. Erzieher immer situationsgebunden zu agieren. Oder anders: manche Situationen erfordern einen eher demokratischen Erziehungsstil, andere sind perfekt dazu geeignet, um die Laissez-faire Variante zu leben.

Hier jedoch immer direkt (und vor allem richtig) aus dem Stehgreif zu entscheiden, ist oft schwer. Aufgrund der Tatsache, dass während der Elternzeit oft die Mütter länger zuhause bleiben bzw. es auch die Frauen sind, die im Kindergarten- und Grundschulalter des Nachwuchses eher in Teilzeit arbeiten, muss die Entscheidung über die jeweiligen Erziehungsstile von ihnen getroffen werden. Kurze Absprachen mit dem Partner sind hier oft nicht möglich.

Mutter zu sein ist damit mit vollkommen individuellen Herausforderungen verbunden, die von vielen Menschen auf den ersten Blick nicht gesehen werden. Daher gilt es, auch alle scheinbar so kleinen Aufgaben, auch die immer wieder aufkeimende Frage nach dem Erziehungsstil und dem Infragestellen der eigenen Handlungen, wertzuschätzen und -nicht nur zum Muttertag- vielleicht auch mit einem Strauß Blumen oder ähnlichem zu belohnen. Hierzu bieten sich bspw. Online-Blumenversender wie FloraPrima an, welche die Möglichkeit bieten, dem blühenden Geschenk eine persönliche Note zu geben. Mütter haben es manchmal schwerer, als es aussieht, immer das „Richtige“ zu tun.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de