Noch vor wenigen Jahrzehnten erregte es die Gemüter, wenn Eltern eines Kindes in „wilder Ehe“ zusammenlebten. Mittlerweile ist diese Lebensform weit verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert. Das belegen die Erhebungen des statistischen Bundesamtes, wonach im Jahre 2012 neun Prozent aller Kinder in nichtehelichen Lebensgemeinschaften aufwuchsen.

Die meisten Betroffenen sind nach einer Trennung emotional stark belastet und müssen sich dann auch noch mit allerlei Rechtsfragen rund um Unterhalt, Sorgerecht und Vermögen auseinandersetzen. Nicht vergessen sollte man bei alledem aber auch die Steuerfragen, denn diese können sehr weitreichende finanzielle Folgen haben.

Alle Jahre wieder gibt es Änderungen in der deutschen Gesetzeslandschaft. In vielen Fällen sind auch Familien mit Kindern betroffen. Eine der bekanntesten Änderungen betrifft sicher die neuen Regelungen zum Kindergeldbezug. Jedoch ändert sich auch steuerlich einiges und das betrifft nicht nur Familien, sondern alle Steuerzahler.

Wer Kinder und Beruf einigermaßen unter einen Hut bringen will, ist in den meisten Fällen auf eine Fremdbetreuung angewiesen. Je nach Betreuungsdauer kann das ein gewaltiges Loch ins monatliche Budget reißen. Wenigstens dürfen Familien mit ein paar steuerlichen Erleichterungen rechnen.

Immer mehr Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern, vom heimischen Schreibtisch aus zu arbeiten. Gerade für Väter ist das ideal – man spart sich nicht nur die Benzinkosten für die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz, sondern gewinnt auch noch wertvolle Zeit für die Familie. Ganz zum Nulltarif bekommt man aber auch ein Homeoffice nicht.

Im Jahr 2011 ändert sich einiges in Hinblick auf Steuern, Krankenversicherung und Elterngeld. Die Änderungen dienen hauptsächlich der Einsparung von Kosten und in manchen Bereichen bekommen das gerade auch Familien mit Kindern zu spüren.

Windeln, Kita, Klassenfahrt, neue Kleidung, der Freizeitsport – Kinder kosten sehr viel Geld. Es gibt viele Kostenstellen, die von den Eltern alleine getragen werden müssen. Aber es gibt auch Kostenpunkte, wo der Staat den Eltern bei verschiedenen Kosten entgegenkommt, die man dann von der Steuer absetzen kann. Vor allen Dingen kann man neben der Anlage, in der die angefallenen Kinderkosten eingetragen werden auch noch anderen Kosten geltend machen um die Steuerlast noch weiter zu senken. Kindergeld kann übrigens in gewissen Fällen bis zum 25. Lebensjahr erhalten werden.