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23 Januar, 2012 - 16:11
 

2012 – Das Jahr des Drachen

Während 2011 im chinesischen Horoskop die Sanftmut und das Harmoniebedürfnis des Hasens überwogen, steht nun ab dem 23. Januar das wilde Temperament des asiatischen Wasserdrachens im Vordergrund. Das Jahr des Drachens dauert bis zum 9. Februar 2013.

© narokzaad - Fotolia.com

Wild und gefährlich

In der westlichen Welt sind Drachen nicht unbedingt positiv besetzte (Fabel-)Tierchen. Sie bewachen Schätze, speien Feuer und werden im mythologischen Optimalfall von heldenhaften Rittern zur Strecke gebracht. Der Drache ist ein rätselhafter Mischmasch aus vielen verschiedenen Lebewesen: Er hat etwas von der Schlange, ist irgendwie zu groß geratene Echse, ein bisschen Raubtier, gemeines Ungeheuer und fieser Vogel. Er hat Klauen, scharfe Zähne und einen stechenden Blick, den viele mit dem des Teufels vergleichen. Den Menschen ist der Drache nicht unbedingt freundlich gesinnt. Possierliche Exemplare wie Grisu und Elliot sind in der Comic- und Märchenwelt eher die Ausnahme. Sind das wirklich gute Tierkreis-Voraussetzungen für ein gelungenes 2012?

 

Nicht nur böse

In Asien sind Drachen im Gegensatz zur westlichen Hemisphäre die reinsten Glücksbringer. Wenn nun also  im chinesischen Horoskop 2012das Jahr des Wasserdrachen eingeläutet wird, verheißt das eigentlich nur Gutes. Denn der Drache steht in Asien nicht nur für Glück, sondern auch für Fruchtbarkeit, Herrschaft, Klugheit und Entwicklung. Nicht umsonst ist der Drache das Symbol für Frühling, Wasser und Regen. In Thailand, China & Co. gilt dieses Tierkreiszeichen demnach als das angesehendste.

 

Den Tüchtigen gehört die Welt!

Nach dem sehr harmlosen Jahr des Hasens in 2011 bricht mit dem sagenhaften Wasserdrachen-Jahr wieder eine neue, wirbelnde Ära an: Aufbruch, Stärke, Wohlstand. In den nächsten über 300 Tagen gilt es: Ärmel hochkrempeln, Ideen verwirklichen und Mut zeigen. Der Drache verschafft den Tüchtigen jede Menge Aufwind in allen Unternehmungen. In Kombination mit der 2012 auftretenden Komponente Wasser (was nur alle 60 Jahre vorkommt), bedeutet das fließende Erfolgsaussichten und wellenhaften Aufschwung. Aber Vorsicht: Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne. Will heißen: Wo große Erfolge möglich sind, häuft sich auch die Fehlerquote, wenn man nicht besonders präzise und aufmerksam arbeitet.

 

Wasser und Wildheit ergibt Weitsicht

Überhaupt: Die Kombination des Drachen mit dem Wasser hat es in sich. Auf der einen Seite die unsagbare Stärke und Strahlkraft des Drachens. Auf der anderen Seite die unbeugsame Sanftheit und Stetigkeit des Wassers. Lösungen auf Probleme, die in diesem Jahr getroffen werden, können sehr nachhaltig sein. Denn sie wurden aufgrund von eisernem Willen, aber auch scharfer Logik und verträglicher Kompromissbereitschaft gefällt. Die Weisheit des Drachens beschert im Alltag kluge Entscheidungen und weitsichtige Anregungen. Die Energie, die in diesem Jahr aus uns (und auch aus der gesamten Gesellschaft!) erwächst, kann Berge versetzen. Also, her mit den Visionen und ran an den Speck!

 

Ausgesprochene Dickköpfe

Kinder, die im Jahr des Drachen geboren sind, zeichnen sich – laut chinesischem Horoskop – durch besonders große Ausdauer und Zielstrebigkeit aus. Es sollen enthusiastische, selbstsichere und zugleich anpassungsfähige Charaktere sein. Diese Zuversicht und absolute Begeisterungsfähigkeit kann aber auch dazu führen, dass die kleinen Drachen bisweilen über das Ziel hinausschießen und mitunter sehr rücksichtslos sowie extrem dickköpfig agieren können. Im Jahr des Drachen-Geborene gehen gerne Risiken ein. Manchmal zu große. Deswegen liebe Eltern: Passt gut auf Eure kleinen Sagen-Wesen auf! Auch wenn die Schuppentiere dann Feuer speien und sich leicht aufregen und toben können – manchmal müssen sie auch zur Raison gebracht werden.

 

Der Hoeneß-Drachen

Es heißt, Wasserdrachen-typische Berufe wären streitbare Anwälte oder pfiffige Computerspezialisten. Als 1952 das letzte Mal die Konstellation zwischen Wasser und Drache zutraf, erblickten immerhin solche rebellischen Charakterköpfe wie Uli Hoeneß, Wolfgang Ambros und David Hasselhoff das Licht der Welt. Streitbar, kreativ, draufgängerisch und manchmal auch zu nah am Abgrund wandelnd – so erscheinen die manchmal angeberisch anmutenden Wasserdrachen im Alltag. Sie sind geborene Führungspersönlichkeiten und stellen – um ihren Willen durchzusetzen – auch mal gerne ganz eigene Regeln auf, an die sich die Umwelt dann auch bitte zu halten hat. Die Mitmenschen reagieren auf einen solchen Vorwärtsdrang oft irritiert. Bisweilen auch mit Neid. Aber in erster Linie mit Bewunderung. Aber egal, wie man dem Wasserdrachen gegenübersteht, eines ist sicher: Langweilig wird es mit dem Feuer speienden Ungetüm niemals! Und darum wird 2012 vielleicht alles, nur nicht fad.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de