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22 November, 2011 - 12:31
 

Laufräder für Kinder im Test

Laufräder eignen sich fantastisch, um die Motorik und das Gleichgewicht eines Kindes zu fördern und sind eine tolle Vorbereitung auf das Fahrradfahren ohne Stützräder. Außerdem sind die Vorläufer des Rades ein ausgezeichnetes Weihnachtsgeschenk. Vaterfreuden erklärt, worauf Sie beim Laufradkauf achten sollten.

© Ricarda Braun - Fotolia.com

Es gibt viele verschiedene Laufräder in unterschiedlichen Preiskategorien auf dem Markt. Modelle aus Metall sind ebenso erhältlich wie solche aus Holz. Für welches Laufrad man sich entscheidet, hängt sicher auch vom Preis ab. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Sicherheit, die gewährleistet ist, wenn Ihr Kind mit dem Fahrzeug unterwegs ist.

 

Kaufkriterien für Laufräder

Sicherheit ist das A und O, wenn es um Kinder geht. Bei der Auswahl eines Laufrades sollten Sie deshalb auf verschiedene Punkte achten. Auch wenn dann die Weihnachtsüberraschung nicht mehr so ganz perfekt ist, sollten Sie Ihr Kind beim Aussuchen mitentscheiden lassen. Denn genau wie beim Fahrrad gibt es auch beim Laufrad unterschiedliche Größen und Proportionen, die natürlich zum Fahrer passen müssen. Im Geschäft selbst sollten Sie die Modelle auf Herz und Nieren prüfen und sich nicht scheuen, dem Verkäufer entsprechende Fragen zu stellen.

 

  • Wie steigt Ihr Kind aufs Rad? Ein komfortabler, das heißt besonders niedriger Aufstieg ist auf jeden Fall wichtig; prüfen Sie das Gefährt auch darauf, ob es mitwächst und sich zumindest, was den Sattel angeht, in der Höhe verstellen lässt.
  • Kann Ihr Kind das Laufrad stemmen? Das Fahrzeug darf nicht zu schwer sein, damit Ihr Kind es auch drehen und bewegen kann. Vier Kilogramm wird als Maximalgewicht empfohlen.
  • Wie ist der Fahrkomfort? Besonders dann, wenn Sie mit Ihrem Kind auch im Gelände unterwegs sein wollen, ist eine gute Federung wichtig. Dies gewährleistet eine Luftbereifung.
  • Wie sicher ist der Lenker? Ein begrenzter Einschlagwinkel und geschützte Lenkergriffe sind ein unbedingtes Muss.
  • Bremse und Ständer vorhanden? Wenn das gewählte Laufrad über Bremse und Ständer verfügt, sollten diese an die Kraft des Kindes angepasst sein. Die Bremse darf nicht zu hart anschlagen, der Ständer muss sich leicht mit dem Fuß aufklappen lassen.

 

Qualitäts- und Prüfsiegel beim Laufrad

GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) und andere Qualitätssiegel gewährleisten, dass das Laufrad den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht. Das CE-Zeichen allein genügt dafür nicht, denn damit wird nur belegt, dass das Produkt den EU-Richtlinien entspricht. Diese beinhalten keine Sicherheitsüberprüfungen. Gut fährt man, wenn man sich nicht auf die Qualitätssiegel allein verlässt, sondern selbst auf die Einhaltung verschiedener Kriterien achtet. Dies sind zum einen die oben genannten Prüfpunkte, zum anderen sollte man auch hinsichtlich der Materialqualität die Augen offen halten: Die Kunststoffteile am Fahrzeug sollten möglichst das Prädikat „PVC-frei“ tragen, wählt man ein Holzmodell geht man auf Nummer sicher, wenn dieses unbehandelt bleibt.

 

Laufräder im Test

Der letzte Testbericht der Zeitschrift Ökotest ist leider schon einige Jahre her, ein neuer Test wird für die Ausgabe März 2012 angekündigt. Im Testbericht aus dem Jahr 2007 wurden verschiedene Modelle auf Herz und Nieren geprüft, nur zwei der geprüften Laufräder erhielten die Note „ungenügend“. Kritik übte die Zeitschrift unter anderem auch daran, dass in den Gummigriffen massenhaft Schadstoffe nachgewiesen wurden. Testsieger waren schließlich das Laufrad M von Puky, ein preisgünstiges Modell für rund 60 Euro aus Kunststoff und das deutlich teurere Holzflaufrad „Velowalker classic rot“. Die Abwertungen für die anderen getesteten Laufräder kamen hauptsächlich durch die Schadstoffbelastung zustande, bei den beiden mit „ungenügend“ bewerteten Laufrädern lagen schwere Sicherheitsmängel vor.

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Laufrad seine ersten Erfahrungen machen lassen, ist ein geeigneter Schutzhelm Pflicht! Denn ein geübter kleiner Fahrer kann mit dem Gefährt erhebliche Geschwindigkeiten erreichen, bei einem Sturz kann es ohne Helm zu schweren Kopfverletzungen kommen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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