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4 Dezember, 2015 - 11:48
 

Decke oder Schlafsack – So schläft ein Baby warm und sicher

Womit decke ich mein Baby zu, diese Frage stellt sich vom ersten Lebenstag an. Möglich sind Schlafsack oder Decke, beide Varianten haben Verfechter und Kritiker. Das Maß der Dinge dabei ist immer die Sicherheit und das Wohlbefinden des Babys. Vaterfreuden hat die beiden Möglichkeiten gegenübergestellt und verglichen.

© Iurii Sokolov - Fotolia.com

Schon wenn die Erstlingsausstattung zusammengestellt ist, stellt sich die Frage nach der richtigen Zudecke in der Nacht. Wenn Sie unsicher sind, dann schaffen Sie einfach beides an: Einen Babyschlafsack und eine Decke. Im Laufe der Zeit werden Sie herausfinden, was Ihnen und Ihrem Baby am besten gefällt.


Der Babyschlafsack

Warm und sicher ist Ihr Baby auf jeden Fall mit einem Babyschlafsack eingepackt. Das nützliche Stück hat zahlreiche Vorteile. So ist es fürs Baby schnell ein Hinweis auf die Schlafenszeit, wenn es in den Schlafsack gepackt wird. Es kann sich nicht aufdecken und liegt darin warm und behaglich. Besonders ganz kleine Babys genießen meist die Begrenzung der Beinfreiheit, die an die Enge im Mutterleib erinnert. Sicher ist der Babyschlafsack außerdem, denn das Baby kann ihn sich nicht aus Versehen über den Kopf ziehen. Wer sich davor fürchtet, dass das Baby in die Bauchlage gerät, geht mit dem Schlafsack ebenfalls auf Nummer Sicher – kleine Kinder können sich darin kaum umdrehen. Gerade dieser Vorteil kann jedoch später zum Nachteil werden. Sind die Kinder beweglicher, dann behindert sie der Schlafsack und das wiederum kann zu wütenden Schreiorgien in der Nacht führen.

Der ideale Schlafsack ist etwa 15 cm länger, als das Baby groß ist. Dadurch ist ausreichend Beinfreiheit vorhanden und das Kind kann in den Sack hineinwachsen. Zu groß sollte der Schlafsack allerdings nicht sein, sonst wärmt er nicht ausreichend. Während im Sommer ein leichter Baumwollschlafsack oder sogar ein Pucksack ausreicht, braucht das Baby im Winter einen wärmeren abgesteppten Schlafsack. Dies vor allem dann, wenn die Temperatur im Schlafzimmer nachts recht niedrig ist. Am Oberkörper sollte das Baby dann natürlich auch entsprechend wärmer angezogen werden. Ideal ist ein langärmeliges Wollunterhemd, das auch die Brust gut bedeckt. Im Schlafsack selbst sollte das Baby möglichst keinen Strampler mehr tragen. Nackte Beine wärmen sich leichter auf als angezogene, außerdem kann sich das Baby selbst so besser fühlen.


Schlafen mit der Babydecke

Vor der Decke fürs Baby fürchten sich viele Eltern. Die Gefahr scheint groß, dass sich das Kind die Decke über den Kopf zieht und nicht mehr richtig atmen kann. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen bleibt dieses Risiko – das in erster Linie für Neugeborene und sehr kleine Babys besteht - gering. Sie sollten darauf achten, dass das Baby mit den Füßen am Fußende des Bettes liegt. So kann es nicht nach unten und damit unter die Decke rutschen. Die Bettdecke sollte nicht zu groß und möglichst leicht sein. Unter einer Wolldecke kann ein Baby immer noch atmen. Anders sieht dies bei einer schweren Daunendecke aus. Rutscht das Kind unter die Decke, dann bleibt ihm schnell die Luft weg. Außerdem kann eine zu schwere Decke zur Überhitzung führen.


Die richtige Temperatur von Baby und Schlafzimmer

Nachts sollte Ihr Baby es schön warm haben, aber keinesfalls schwitzen. Schlafsack und Decke gemeinsam sind deshalb nur in den seltensten Fällen nötig und führen oft zur Überhitzung. Dass es Ihrem Baby zu warm ist, erkennen Sie zum Beispiel daran, dass es unruhig schläft. Die sicherste Methode, den Wärmehaushalt zu testen, ist der Nackentest. Schwitzt Ihr Kind im Nacken oder ist es dort sehr heiß, dann ist es ihm eindeutig zu warm und Sie sollten entweder die Raumtemperatur senken oder es von der Decke befreien. Die optimale Temperatur im Schlafzimmer liegt für Babys übrigens bei 16 bis 18 Grad. Lediglich in den ersten Lebenstagen und -wochen sollte die Temperatur um die 20 Grad liegen.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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