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22 Juni, 2017 - 23:31
 

Toilettentraining – so klappt’s wie bei den Großen

Unsere Kleinen wachsen schnell. Ein Blick genügt und wir merken, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade schlummerten sie noch friedlich im Babybettchen, im nächsten Moment wagen sie bereits die ersten Schritte und schon machen sie sich auf zu neuen Erkundungstouren. Spätestens, wenn die Lieblinge öfters im Badezimmer anzutreffen sind und das Interesse für die Toilette stetig wächst, ist es höchste Zeit, sich mit dem Thema Trockenwerden auseinander zu setzen.

© EvgeniiAnd - Fotolia.com

Die eigene Entwicklung beobachten

Bevor Sie voller Eifer mit dem Toilettentraining beginnen, sollten Sie sich genau mit der Entwicklung Ihres Kindes beschäftigen. Jedes Kind entwickelt sich ganz individuell, sodass es keinen allgemeinen Zeitpunkt gibt, um mit der Gewöhnung an das WC zu starten. Manche Kinder hegen bereits sehr früh ein Interesse an der Toilette und möchten den Eltern gerne nacheifern. Andere wiederum brauchen mehr Zeit, um sich an etwas Neues zu gewöhnen. Haben Sie Geduld und drängen Sie die Kleinen nicht. Druck führt oft zu Ablehnung, schnell verbinden die Kids das Töpfchen oder das WC mit etwas Negativem und haben Angst. Statt zu helfen, hemmen Sie so die Entwicklung.

Deuten Sie das Verhalten und hören Sie dabei ruhig auf Ihr Bauchgefühl. Beginnt Ihr Kind die volle Windel als unangenehm zu empfinden? Dann kann der richtige Zeitpunkt bald gekommen sein. Weitere Hinweise liefern körperliche Anzeichen: Ein fester, zeitlich vorhersehbarer Stuhlgang sowie mehrere Stunden ohne nasse Windel zeigen, dass die Entwicklung des Körpers bereits so weit ist. Werten Sie auch die große Neugier an der Toilette sowie ständige Fragen, was Mama und Papa denn auf der Toilette machen, als einen Schritt in Richtung Toilettentraining.


WC-Sitz oder Töpfchen?

Bevor es mit dem Training losgehen kann, sollten auch die Gegebenheiten vorhanden sein. Hierfür haben Sie die Wahl aus einem Töpfchen oder einem speziellen WC-Sitz für Kinder. Das Töpfchen können Sie an jedem beliebigen Ort aufstellen, selbst im Auto lässt es sich gut mitnehmen. Ob auf Autofahrten oder beim Spielen im Garten – wenn der Zwerg mal muss, kann er leicht sein Geschäft erledigen, ohne mit ihm zur Toilette zu rennen.

Eine gute Alternative bieten Toilettendeckel mit zwei Brillen, eine für die Großen und einen für die Kleinen. Mit ihm lernt das Kind direkt, was mit den Ausscheidungen passiert und kann gleichzeitig noch die Eltern imitieren. Statt den kompletten WC-Sitz auszutauschen, können Sie auch einen Aufsatz unter die Brille legen. Solch einen praktischen Sitz finden Sie zum Beispiel online bei Calmwaters, laut dem Shop können Kinder ihn dank des geringen Gewichts auch selbst auf die Toilette legen – ein weiterer positiver Anreiz für das Toilettentraining. Zudem lässt er sich gut mit in den Familienurlaub nehmen.


Mit einer großen Portion Spaß

Gut, das Wort „Toilettentraining“ klingt nicht direkt nach Spaß – aber genau das sollte es machen. Kinder lernen am besten, wenn ihnen die neue Aufgabe auch gefällt. Machen Sie keinen Druck und zeigen Sie dem Kind alles genau. Setzen Sie es probeweise mal auf die Toilette und erklären Sie grob, was beim Toilettengang passiert. Betätigen Sie auch ruhig mal die Spülung, so kann sich der Liebling an das laute, wirbelnde Wasser gewöhnen. Manchmal hilft es auch, wenn er die Eltern begleiten darf. Ihr Kind versteht das Geschehen auf dem WC noch nicht? Keine Bange. Sie können dem Kind auch mit Liedern und Geschichten den Gang zur Toilette näher bringen. Und mit einem Lied auf den Lippen, klappt das Ganze gleich viel besser!


Zeit ist die Lösung

Kein Kind geht von heute auf morgen auf die Toilette, der Lernprozess benötigt Zeit. Selbst wenn die Lernbereitschaft groß ist, die Muskulatur zu kontrollieren, dauert einfach ein wenig. Bitten Sie das Kind darum, sich mitzuteilen, wenn es mal muss. Trägt es noch eine Windel, wechseln Sie diese anschließend. Später können Sie das Kind dann aufs Töpfchen oder auf den Toilettensitz setzen. Zu Anfang sollten Sie mit Fehlalarmen oder zu späten Hinweisen rechnen. Loben Sie den Versuch und seien stolz auf Ihr Kind und den Lernwillen. Ist es endlich geglückt, freuen Sie sich zusammen noch mehr.


Anreize schaffen

Manchen Kindern genügt das Gefühl, größer zu werden und wie Papa und Mama sein Geschäft zu verrichten. Andere brauchen mehr Anreiz. Erwachsen zu sein, ist cool. Schließlich tragen große Leute keine Windeln, sondern schicke Schlüpfer. Schauen Sie im Laden vorbei und suchen Sie zusammen mit dem Nachwuchs Unterhosen mit Cowboys, Prinzessinnen, Tieren oder Comichelden aus. Mit etwas Glück steigert es die Lernbereitschaft und der selbstständige Toilettengang klappt ein wenig schneller.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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