Heutzutage muss alles irgendwie betriebswirtschaftlich begründet werden können. Zeit ist Geld - und davon haben wir alle zu wenig. Es ist ein ständiges Abwägen von Aufwand und Nutzen, das die Menschen antreibt. Kinder passen in dieses Bild im Prinzip nicht hinein. Sie kosten Geld, jahrelang.

Kinder zählen oft schon mit knapp zwei Jahren, das richtige Zahlenverständnis entwickeln sie aber erst im vierten Lebensjahr. Dann wird das Zählen richtig interessant. Druck ist in diesem Alter unnötig, dennoch können Eltern bereits jetzt das Zählen lernen spielerisch unterstützen.

„Ene, mene, miste, was rappelt in der Kiste ...“ Die meisten Eltern kennen diesen Abzählreim aus Kindertagen und könnten ihn fließend vollständig aufsagen, wenn sie geweckt würden, auch nachts um drei. Es gibt eine Vielzahl von Abzählreimen, doch in der heutigen Zeit stellt sich die Frage, ob sie überhaupt noch zeitgemäß sind. Abzählreime und die PlayStation, das passt doch nicht zusammen. Oder etwa doch?

Die Postkarte mit der simplen Aussage, Mathe sei ein Arschloch, gehört zu jenen, die über Jahrzehnte haufenweise über den Ladentisch gehen. Weil sie so vielen aus der Seele spricht. An Mathe scheiden sich die Geister, für die einen ist sie einfach nur logisch und nachvollziehbar. Für die anderen dagegen eine grausame Quälerei. Für Eltern stellt sich die Frage, wie sie ihre Kinder unterstützen können, besonders wenn der Matheunterricht sich zum roten Tuch entwickelt hat.