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13 Dezember, 2014 - 12:13
 

Das nächste Kind wird kommen – aber wann am besten?

Ein Kind ist etwas Wunderbares! Warum daher nicht noch eines dazu? Oder zwei, oder drei? Viele Paare haben nach den ersten Monaten als Eltern erst einmal andere Sorgen, als sich schon Gedanken um das zweite Kind zu machen. Neben Stress, ganz neuen Sorgen und akutem Zeitmangel haben viele aber irgendwann doch wieder einen Kinderwunsch. Aber zu dieser Entscheidung gehören immer zwei.

© godfer - Fotolia.com

Wie schön ist es, sich mit dem Partner über den Kinderwunsch zu unterhalten. Man ist gewillt, Nachwuchs miteinander zu haben – wunderbar! Irgendwann wird aus dem Traum Wirklichkeit und die kann wirklich anstrengend sein. Dachte man vorher nur über Namen, Windeln und Taufe nach, hält das Kind die Eltern ständig auf Trab, Tag und Nacht, bei Freunden, bei den Neu-Großeltern oder im Leben als Paar.

Ist es bei all dem Stress nahe liegend, sich schon wieder Gedanken über ein zweites Baby zu machen? Ja, denn erstens hatte man seinerzeit als Pärchen noch geklärt, wie viele Kinder man sich wünscht und zweitens ist ein Kind ja mehr als ein Stressfaktor!
Und keine Angst: Beim zweiten Kind kann einen schon nichts mehr so richtig schocken. Man weiß, was auf einen zukommt und wie alles läuft – eine gewisse Routine stellt sich von Kind zu Kind ein.

 

Das zweite Kind – ganz schnell oder ganz bedacht?

Die Väter planen oft schon mal für die Frauen mit und berechnen, dass das zweite Kind am besten in einem Abstand von 24 Monaten nach dem ersten Kind und das dritte dann in vier Jahren kommen könnte. Da das erste Kind ja ein Junge geworden ist, kann es die Kleinen in der Grundschule beschützen und ihnen bei den Mathe-Hausaufgaben helfen. Perfekt!
Doch Vorsicht - auch hier sollte man sich daran erinnern, wie schön es einst war, sich mit der Partnerin über den Kinderwunsch zu unterhalten: Die Frau hat da natürlich ein gewichtiges Wort mitzureden, denn schließlich trägt sie das Kind aus, gebiert es und muss auch beruflich zurückstecken.

Die kleine Anleitung, um sich der Partnerin mit diesem wichtigen Thema zu nähern:
Möchte sie auch jetzt noch ein nächstes Kind, da sie weiß, was auf sie zukommt? Während Väter nur oberflächlich zu spüren bekommen, was es heißt, schwanger zu sein, erleben die Frauen einen unvergleichlichen Wandel ihres Körpers. Die Schwangerschaft ist ein natürliches Wunder und bewirkt in der Frau wesentlich mehr als Hunger auf Gurken und sentimentale Phasen.

Das weiß auch der Körper der Frau. Nach der Geburt benötigt die frischgebackene Mutter eine lange Regenerationsphase, bevor sie überhaupt anatomisch wieder in der Lage ist, Kinder zu bekommen. Meist erfolgt während der Niederkunft ein Dammriss, die Gebärmutter muss sich bilden, Bauch und Brust müssen sich von den Strapazen von neun Monaten Schwangerschaft, Geburt und einigen Monaten des Stillens erholen.

 

Was fließt noch in die Zweit-Kind-Planung ein?

Es gibt zeitliche, praktische Aspekte, die es zu beachten gibt. Ist das erste Kind zum Beispiel im Winter geboren worden, wünscht sich die Frau vielleicht beim nächsten Mal eine Geburt im Frühjahr, damit sie den kleinen Säugling nicht andauernd in mehrere Schichten Kleidung zwängen muss.
Vielleicht wünscht sie sich aber auch ganz dringend, nicht mehr über den Hochsommer schwanger zu sein, weil die Temperaturen verständlicherweise alles nur noch anstrengender machen.

Wenn die Gattin einem festen Beruf nachgeht, sollte man ganz besonders bedacht planen. Durch den Schwangerschaftsschutz ist Müttern eine gewisse Sicherheit garantiert. Kehrt die Mutter, die auch Arbeitnehmerin ist, nach einem Jahr Abstinenz wieder in ihren Job zurück, um dann nach einem halben Jahr wieder in den Schwangerschaftsurlaub zu verschwinden, könnte das die Geduld des Arbeitgebers strapazieren.
Die Berufserfahrung leidet und Gelerntes gerät in Vergessenheit.

Ganz wichtig ist, neben dem beruflichen Aspekt, auch die Zeit, in der die Frau ihren Körper mal wieder für sich hat. Schwangerschaft plus Stillzeit bedeuten weit über ein Jahr der Enthaltsamkeit. Mit Rücksicht auf das Kind muss die Frau auf Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Alkohol, Kaffee oder einige zünftige Feiern verzichten. Alles das steht ihr wieder bevor, wenn Geschwisterpläne konkret werden.
Es ist daher selbstverständlich, dass die Frau sich nach ihrer Abstillparty über eine gewisse Zeit der kulinarischen Sorglosigkeit und der freien Abendplanung jenseits von nichtalkoholischen Getränken freut!

Doch keine Angst, es wird so oder so wieder Spaß machen, sich mit der Partnerin über den Kinderwunsch zu unterhalten. Ein Mädchen wäre doch schön! Was, wenn es sogar Zwillinge werden? Wird das zweite Kind wieder wie der Vater aussehen, oder wird es ein Mama-Kind?
Fest steht: Geschwister tun Kindern gut bei der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen. Im Streit mit den Geschwistern lernen Kinder eine Streitkultur, von der sie ein Leben lang profitieren. Auch das gemeinsame Spiel mit den kleinen Verwandten gibt Kindern großen Halt und verbessert ihren Umgang mit anderen Menschen, was Verzicht oder Nächstenliebe betrifft.

Was damals noch vor dem ersten Spross galt, gilt immer noch und soll auch Wirklichkeit werden: Kinder sind die Grundvoraussetzung für eine große, glückliche Familie. Nur über die Namen muss man sich dann noch unterhalten.

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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