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31 Oktober, 2016 - 08:32
 

Fitness mit Kind - ein Trainingsprogramm in vier Phasen

Kinder halten fit und ersetzen selbst so manchen Besuch im Fitnessstudio. Und zwar von Geburt an. Das glauben Sie nicht? Lesen Sie selbst …

© Sandy Schulze - Fotolia.com

Wer denkt, mit einem Baby kann man(n), sportlich gesehen, nicht viel anfangen, der irrt gewaltig. Zugegeben - mit einem Neugeborenen wird es anfangs etwas schwierig zu trainieren, aber Sie können sich zunächst sein Fortbewegungsmittel zunutze machen: den Kinderwagen.


Phase I - Das Warm-up

Frische Luft tut nicht nur Ihrem Baby gut, sondern stimmt Sie auch auf sanfte Weise auf die kommenden, kräftezehrenden Trainingseinheiten mit Ihrem Nachwuchs ein. Genießen Sie die Spaziergänge bei Wind und Wetter – je länger, desto besser.

Wem das anfangs nicht reicht, der sollte sich beim Kauf des Kinderwagens gleich für die Joggingvariante entscheiden. Diese sehen nicht nur chic aus, sondern sind zudem sehr laufruhig und geländetauglich. Vom Halbmarathon bis hin zum Crosslauf sind Sie für alle Fälle gerüstet, und auch die Verpflegung für unterwegs lässt sich prima verstauen.  Vergessen Sie allerdings neben Ihrem Proviant nicht das Fläschchen und die Windeln ihres künftigen Trainingskameraden.

Übrigens, mit einem Kinderwagen als Hilfe kann man(n) auch ganz wunderbar das Inlineskaten erlernen.

Das Babyschwimmen sei an dieser Stelle ebenfalls noch genannt. Hier können Sie nach Herzenslust und unter fachmännischer Anleitung mit Ihrem kleinen Liebling im Wasser planschen. Etwa 33 Grad Wassertemperatur verschaffen Ihnen gleichzeitig auch ein Saunafeeling der besonderen Art.


Phase II – Das große Krabbeln

Irgendwann, zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat, beginnt das große Krabbeln. Und Sie werden alle Mühe haben, Ihren Nachwuchs unter Tischen, Stühlen und Bänken wieder hervorzuziehen, nur damit das gleiche Spiel wieder von vorn beginnt. Das schult nicht nur Ihre Geduld, sondern kräftigt auch die Rückenmuskulatur.

Gerade in dieser Zeit lieben es Kinder, auf den Füßen der Erwachsenen zu stehen, und, gehalten an den Händen, durch die Wohnung bewegt zu werden. Schon etwa 10 Minuten täglich dieser gemeinsamen Spaß- und Fitnessübung trainieren die Beine, den Po, die Arme und den Rücken sowie mit Sicherheit den Lachmuskel.


Phase III – Jetzt läuft‘s!

Zwischen dem 9. und 18. Monat beginnen die meisten Kinder zu laufen. Und damit erhöht sich auch Ihr Trainingspensum ganz immens. Sie können von nun an sicher sein, dass Sie beachtliche läuferische Leistungen vollbringen werden, wenn Sie Ihrem kleinen, wissbegierigen Windelträger hinterherjagen.

Ganz automatisch trainieren Sie so auch Ihre eigenen Reflexe. Angefangen von den ersten Drehversuchen auf dem Wickeltisch, dem unerwarteten Aufstehen aus dem Hochstuhl bis hin zu unzähligen Rettungsversuchen von Omas geerbter Vase bieten sich Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ihre Reaktionsfähigkeit zu schulen und stetig zu verbessern. Schon so mancher Vater war erstaunt, zu welch behänden Aktionen einen der eigene Nachwuchs bringt.

Recht bald werden Sie erste Erfolge bemerken. Als kleine Steigerung bummeln Sie doch einfach einmal mit Ihrem Sprössling durch die offene Weinabteilung im Supermarkt Ihres Vertrauens. Wer es etwas härter mag, nimmt noch die gleichaltrigen Nachbarskinder mit.


Phase IV – Spiel und Spaß

Jetzt haben Sie es geschafft. Ihr kleiner Trainingspartner steht nun auf sicheren Füßen und ist bereit, mit Ihnen die (Sport-)Welt zu erkunden. Und egal, ob sie nun Laufen, Springen, Werfen, Fangen oder Klettern - eines ist ganz wichtig:

Spaß am Üben ist für Kinder die wichtigste Motivation zum Handeln. Darum sind die Übungen in spielerischer Form am effektivsten. Oft sind die Kinder bei der Gestaltung von Programmen sehr kreativ und entwickeln mit viel Freude eigene Varianten oder neue Spiele, welche Sie unbedingt mit einbeziehen sollten.


Für und Wider

Natürlich hat Ihr persönlicher Trainingspartner auch einige Nachteile gegenüber den konventionellen Fitnessstudios.

Die Nachteile

  • Während die meisten Fitnessstudios auf Ein-Jahres-Verträge bestehen, müssen Sie sich mit Ihrem eigenen kleinen Trainingspartner auf eine Vertragslaufzeit von mindestens 18 Jahren einstellen. Diese ist optional verlängerbar, falls Ihre Fitnesspartner sich entscheiden, zu studieren oder eine ähnlich kostspielige Ausbildung beginnen.
  • Zudem sind sie auch nicht jederzeit nutzbar. Zahlreiche Kinderkrankheiten sorgen des Öfteren für Trainingsausfälle. Auch schlechte Laune oder ganz einfach nur Unlust verursachen unregelmäßige Trainingsabläufe.
  • Außerdem erkennen Kinder häufig Gefahrensituationen nicht genügend und müssen deshalb durch die Eltern immer wieder auf mögliche Unfallquellen hingewiesen werden und entsprechende Hilfe erhalten.
  • Die Wachstumsschübe im Kindesalter verschieben zeitweise die Körperproportionen erheblich und beeinflussen in dieser Zeit vor allem die Koordination der Bewegungen. Viele Kinder spüren ihre Unsicherheit und müssen besonders rücksichtsvoll behandelt und zum Üben stärker animiert werden. Auch darauf müssen Sie sich einstellen.


Die Vorteile

  • Neben der Freude bei der Anschaffung Ihrer kleinen Fitnesspartner bieten Ihnen eigene Kinder ein äußerst abwechslungsreiches Sportprogramm mit meist unvorhersehbaren Trainingsabläufen. Auch die viele Zeit, die Sie mit ihrem Nachwuchs auf sinnvolle Weise verbringen können, ist ein weiterer Pluspunkt.
  • Die Krönung des Ganzen ist aber der absolute Spaßfaktor, den Ihr kleiner persönlicher Trainingskamerad mit sich bringt. Und genau das macht ihn so einzigartig und unbezahlbar.


Vaterfreuden.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Training mit Ihren Kindern!
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de