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22 August, 2017 - 20:21
 

Späte Väter – das macht sie anders

Vater mit über 40? Männer, die spät Vater werden, machen sich in der Regel einige Gedanken: Was ist in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren? Das weiß natürlich keiner. In der Gegenwart des (kleinen) Kindes haben späte Väter auf jeden Fall eine Menge Vorteile.

© DURIS Guillaume - Fotolia.com

Späte Väter sind gar nicht mehr so selten, schon jedes 20. Kind in Deutschland hat bei der Geburt einen Vater über 50, in den USA trifft das sogar schon auf jedes 10. Kind zu. Späte Väter sind anders, ganz klar. Sie sind häufig gelassener und nehmen sich oft mehr Zeit, ihre Kinder aufwachsen zu sehen.


Die wilden Jahre sind vorbei

Wenn die wilden Jahre vorbei sind, in denen die Karriere und ein aufregendes Leben an erster Stelle stehen, dann kehrt bei vielen Männern Ruhe ein. Das kommt den Kindern von späten Vätern natürlich sehr zu Gute. Die Existenz ist gesichert, das führt zu einer gewissen Gelassenheit. Späte Väter haben sich in der Regel klar und überlegt für ein Kind entschieden, durch die Lebenserfahrung, die man ab 40 fast zwangsläufig hat, kann man solche Entscheidungen mit dem nötigen Weitblick treffen. Mann kann sein Leben umorganisieren und zwar so, dass genug Zeit fürs Kind bleibt. Das entlastet die Partnerin und schafft eine enge Vater-Kind-Bindung, denn späte Väter legen in der Regel Wert auf Qualitätszeit. Sie gehen auf den Spielplatz, in den Zoo, zum Fußballspiel und stören sich oft wenig daran, wenn sie vom Großteil der Menschen in der Umgebung für den Opa gehalten werden.


Wenn der Körper nicht mehr mitspielt

Im Alter nimmt die körperliche Belastbarkeit ab. Das kann ein Manko sein, wenn es um wilde Kissenschlachten und Tobespiele mit dem Nachwuchs geht. Muss es aber nicht, denn auch wenn das den Kids großen Spaß macht, können sie durchaus verstehen, wenn Papa es eben nicht gar so wild mag. Körperliche Fitness entscheidet nicht über die Qualität einer Eltern-Kind-Beziehung. Ob sich ein Mann über vierzig oder fünfzig Jahren noch fit genug für ein Kind fühlt, muss er für sich selbst entscheiden. Es gilt natürlich abzuwägen - Patentrezepte oder Regeln gibt es jedoch nicht. Leichter wird es sicher, wenn man als später Vater auch noch fit genug ist, um die vielen Anforderungen und Anstrengungen zu meistern und die Partnerin zu unterstützen.


Wenn die Kinder älter werden

Je älter die Kinder werden, umso größer wird der Abstand der Generationen. Wir sind gesellschaftlich ständig im Wandel, Werte und Normen verändern sich rasant. Das tun sie allerdings ohnehin, ganz gleich, ob der Vater bei der Geburt des Kindes nun 20 oder 50 ist. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass späte Väter die Aufgaben, die in der Pubertät auf sie zukommen, nicht mehr wahrnehmen können. Für Mädchen ist der Vater oft der erste Sparringspartner in Sachen Flirt, Jungs brauchen eine männliche Autorität, an der sie sich – auch körperlich - reiben können. Das können Väter, die dann 60 oder 70 Jahre alt sind, eventuell nicht mehr leisten. Vielleicht aber doch. Denn generell sind Menschen im fortgeschrittenen Alter heutzutage „fitter“ als dies früher der Fall war.


Vorsorge für die Familie

Für die Familie vorzusorgen, ist ohnehin wichtig. Späte Väter sehen meist hierin eine besonders vorrangige Aufgabe. Denn was ist, wenn der Vater als Versorger der Familie wegfällt, bzw. wenn sich durch den Renteneintritt die finanzielle Situation verändert? Oft ist bei späten Vätern bereits ein gewisses finanzielles Polster vorhanden, so dass es leichter fällt, für den Nachwuchs etwas auf die hohe Kante zu legen – für die Absicherung der Ausbildung und für den Fall der Fälle.


Zu denken, dass späte Väter automatisch finanziell gutgestellt sind, ist allerdings ein Klischee. Dafür profitieren sie selbst und die Kinder von der großen Lebenserfahrung, der gefestigten Persönlichkeit und der Ruhe, die das Älter werden mit sich bringt. Die Kindheit mit einem älteren Vater verläuft sicher anders, die Qualität der Eltern-Kind-Bindung ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schlechter.

 


Interview mit dem Journalist Uly Foerster, der mit fast 60 Jahren Vater wurde:


http://www.liliput-lounge.de/Themen/Themakategorien/Psyche-der-Eltern/spaete-vaeter/

 


Buchtipp:


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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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