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21 April, 2017 - 22:56
 

Allergien und Asthma beim Kind frühzeitig erkennen und behandeln

Die Häufigkeit von Allergien und Asthma nimmt zu – gerade bei Kindern. Durch ein frühzeitiges Erkennen und eine rechtzeitige Behandlung kann in vielen Fällen gewährleistet werden, dass sich aus einer Allergie ein allergisches Asthma entsteht.

© Miroslav Beneda - Fotolia.com

Allergien – ein steigendes Risiko

Allergien sind in Deutschland – und nicht nur dort – ein immer häufiger auftretendes Gesundheitsproblem. Bereits jeder dritte Deutsche leidet an einer oder mehreren Allergien. Wenn Sie selbst Allergiker sind oder Ihre Partnerin (oder vielleicht sogar Sie beide), dann haben Ihre Kinder  ein vielfach erhöhtes Risiko, selbst einmal an Allergien und/oder an allergischem Asthma zu erkranken. Sie sollten daher bei Ihren Besuchen beim Kinderarzt frühzeitig erwähnen, dass Sie oder die Mutter des Kindes an Allergien leiden.


Rechtzeitig handeln

Zeichen einer Milch- oder Nahrungsmittelallergie können sich bereits bei Säuglingen äußern, etwa durch vermehrtes Spucken, durch anhaltende Durchfälle oder durch Neurodermitis oder andere Hautausschläge. Pollenallergien oder Hausstauballergien manifestieren sich meist um das vierte Lebensjahr herum.  Allergietests machen zuvor auch wenig Sinn, da die Ergebnisse bei so kleinen Kindern als unzuverlässig gelten. Dennoch ist es wichtig, Allergien im Kindesalter gut und rechtzeitig zu behandeln. Je eher eine konsequente Behandlung einsetzt, desto besser kann verhindert werden, dass die Allergie von den oberen Atemwegen (Augen und Nase) zu den unteren Atemwegen wandert und dort ein allergisches Asthma entsteht. Diesen so genannten Etagenwechsel gilt es zu vermeiden.


Die ersten Zeichen erkennen

Wenn Ihr Kind also stets gerötete oder juckende  Augen hat und einen klaren, dünnflüssigen Fließschnupfen (oder aber eine dauerhaft verstopfte Nase) mit wiederkehrenden Niesattacken, dann lohnt sich der Gang zum Kinderarzt. Es gibt heute sehr gut verträgliche und auch kindgerechte Medikamente, mit denen diese Symptome punktuell zu behandeln sind.  

Wenn Ihr Kind außerdem unter anhaltendem trockenen Reizhusten leidet und nachts bzw in den frühen Morgenstunden mit diesem Husten aufwacht, wenn es nach Belastungen wie Toben, Spielen, Fußball etc hustet und nach Luft ringt, dann kann es sein, dass es sich hierbei bereits um ein beginnendes Asthma handelt. Bitte weisen Sie auch in diesem Fall den Kinderarzt darauf hin. Er wird entsprechende Tests machen und gegebenenfalls einen Lungenfunktionstest durchführen lassen. Dies ist für das Kind nicht schmerzhaft (es muss einfach mehrfach nach Anweisung in ein Mundstück atmen) und dauert nur wenige Minuten.


Asthma-Screening nutzen

Vielleicht wird der Kinderarzt Sie auch darauf hinweisen, dass Ihr Kind zwar momentan noch gesund ist, dass es aber als Kind von Allergikern bzw. Asthmatikern ein erhöhtes Risiko hat und deswegen in ein Asthma-Screening-Programm aufgenommen wird. Dies ist bereits in verschiedenen Bundesländern möglich und bedeutet, dass Ihr Kind in Abständen und mit besonderem Augenmerk auf eine allergische Erkrankung hin untersucht wird.

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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