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18 Juli, 2015 - 22:53
 

Alles Kacke – Von der Entwicklung des kindlichen Stuhlgangs

Die Verdauung ihrer Kinder ist eines der wichtigsten Gesprächsthemen unter jungen Müttern. Nie mehr danach ist man so intensiv mit den kindlichen Ausscheidungen konfrontiert wie in den ersten eineinhalb Lebensjahren, in denen man sein Kind regelmäßig wickelt. Von der Geburt an entwickelt und verändert sich der Stuhlgang des Kindes, abhängig davon, was es isst und wie es sich fühlt. Wir geben einen Überblick, damit Väter wissen, was auf sie zukommt.

© DURIS Guillaume - Fotolia.com

Das erste Mal

Die allerersten Stuhlgänge eines Neugeborenen versetzen Eltern häufig in Erstaunen: Das sogenannte Kindspech (Mekonium) ist schwarzgrün und geht meist am ersten bis dritten Lebenstag ab. Stuhlgang im eigentlichen Sinne ist das nicht, da der kindliche Darm im Mutterleib noch nicht in Aktion war. Das Kindspech besteht aus verschlucktem Fruchtwasser, Haaren und Hautzellen, eingedickter Galle und abgestorbenen Schleimhautzellen.

 


Flaschenkinder - Stillkinder

Wie sich der Stuhlgang des Kindes anschließend entwickelt, hängt zum einen davon ab, ob es gestillt oder mit Ersatzmilch gefüttert wird. Während der Stuhlgang von Stillkindern meist breiig weich ist, säuerlich riecht und sich je nachdem, was die Mutter isst, verändert, ist der Stuhl von Flaschenkindern fester, der Geruch etwas unangenehmer und auch die Verstopfungsneigung ist größer.


Wie oft das Kind am Tag die Windel füllt, ist dabei sehr unterschiedlich. Manche Kinder haben drei bis fünfmal am Tag Stuhlgang, andere entleeren nur alle zwei oder drei Tage ihren Darm. Besorgniserregend ist weder das eine noch das andere, solange der Stuhl eine breiige Konsistenz hat und das Baby sich wohlfühlt.


Ist der Stuhlgang zu hart – das kommt meist nur bei Flaschenkindern vor – ist dies ein Hinweis darauf, dass das Baby zu wenig trinkt. Ist er zu weich, deutet das auf Durchfall hin, der durch die Gefahr des Austrocknens möglichst schnell behandelt werden muss.

 


Die erste feste Nahrung

Auch wenn der Stuhlgang immer mal variiert, gibt es erst dann wirklich Neues, wenn das Kind anfängt, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Dies ist normalerweise ab dem sechsten Monat der Fall, wenn die Milch der Mutter nicht mehr ausreicht und mit Brei zugefüttert werden muss. Die Konsistenz verändert sich, der Stuhl wird fester, anfangs finden sich auch oft unverdaute Nahrungsreste. Nun wird auch der Geruch deutlich strenger, es riecht unzweifelhaft nach Kacke, dafür nimmt die Häufigkeit der Stuhlgänge ab. Mit Beginn der Breinahrung müssen Sie besonders darauf achten, dass Ihr Kind genügend trinkt, sonst kommt es leicht zur Verstopfung.

 


Achtung bei Stuhlveränderungen

Auch wenn der Stuhlgang von Kindern sich häufig ändert, gibt es doch einige Warnsignale, die Sie beachten sollten:

  • Weißer Stuhlgang kann auf eine Hepatitis-Infektion oder auf Leber- und Gallebeschwerden hindeuten.
  • Blut im Stuhl deutet meist auf Anal-Fissuren hin, kann aber auch auf innere Blutungen hinweisen.

In diesen Fällen sollten Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt gehen. Auch dauerhafter Durchfall oder permanente Verstopfung sowie ständiges Wundsein bei Wickelkindern sollten ärztlich abgeklärt werden.

 


Essen wie die Großen

Ab ungefähr einem Jahr essen die Kinder meist das, was auch die Eltern zu sich nehmen – natürlich ohne allzu starkes Würzen. Der Ernährungsplan wird unter anderem durch Käse und Fleisch ergänzt. Mehr und mehr kacken die Kleinen wie die Großen und alle Eltern sind erleichtert, wenn das große Geschäft irgendwann nicht mehr in der Windel landet, sondern direkt in die Toilette entsorgt wird.
 

 

Zum Weiterlesen:


http://www.kindergesundheit-info.de/fuer-eltern/ernaehrung0/ernaehrung1/die-verdauung-bei-saeuglingen/#c14591

 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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