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2 Februar, 2015 - 12:27
 

Die besten Tipps, wenn ein Baby Bauchschmerzen hat

Die ersten Monate mit dem neuen Erdenbürger sind nicht selten von anhaltendem Gebrüll überschattet – das Baby hat Bauchweh. Jedem Kind hilft etwas anderes, um den steinharten Bauch zu entspannen, manche müssen diese Zeit einfach durchstehen. Wir haben die besten Tipps zusammengesucht, die bei Babys Bauchweh wirklich helfen.

© Andrey_Arkusha - Fotolia.com

Häufig sind die Gründe für die Bauchschmerzen des Kindes, die gerne auch Drei-Monats-Koliken bezeichnet werden, nicht bekannt und auch nicht nachvollziehbar. Die Theorien reichen vom noch nicht vollständig entwickeltem Verdauungssystem bis hin zum Streßabbau. So unterschiedlich wie die Ursachen, können auch die Mittel sein, die gegen den schmerzenden Bauch helfen. Hier hilft geplagten Eltern nur das Ausprobieren. Aber seien Sie gewarnt: Was heute wunderbar funktioniert, kann am nächsten Tag schon absolut wirkungslos sein.


Der Bauch – das Zentrum der Gefühle

Der Bauch ist lange Zeit für Kinder der Ort, in dem sich Schmerzen zentrieren. Das hat etwas mit der Entwicklung der Nerven- und Reizweiterleitung zu tun. Deshalb kann es auch beim Kleinkind gut sein, dass es bei der Frage, wo es denn weht tut, auf seinen Bauch zeigt, obwohl es in Wirklichkeit Kopfschmerzen hat. Beim Säugling gilt dies umso mehr. Nicht nur Schmerzen und Unwohlsein, sondern auch Stress, Angst und Reizüberflutung können zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Das macht die Diagnose oft schwierig und um ein Mittel zu finden, das die Schmerzen lindert, hilft nur Ausprobieren.


Wärme beruhigt und lindert den Schmerz

Wärme ist häufig ein probates Mittel gegen einen harten, schmerzenden Bauch beim Baby. Geeignet sind Kirsch- oder Dinkelkernkissen, die die Wärme langsam abgeben. Auch das Wickeln unter einer Wärmelampe sorgt dafür, dass Baby immer schön warm bleibt. Um die Körpertemperatur, besonders bei Neugeborenen, stabil zu halten, eignen sich Wolle-Seide-Hemdchen und Wollhöschen mit hohem Bund. Kuschlig warm hat es das Baby auch an Ihrem Körper, besonders dann, wenn es gemütlich im Tragetuch liegt oder sitzt.


Massage und Windöl

Gerade dann, wenn die Bauchkrämpfe aus Stress oder Überreizung resultieren, kann eine Bauchmassage hilfreich sein. Sanft und ohne allzu viel Druck wird der Babybauch rund um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn massiert. Unterstützt werden kann die Massage mit einem sogenannten „Windöl“, das in der Apotheke erhältlich ist und entblähende ätherische Öle enthält.


Die Anti-Kolikflasche gegen zuviel Luft im Bauch

In einigen Fällen resultieren die Bauchschmerzen daraus, dass ein Baby beim Trinken zu viel Luft schluckt. Das betrifft in der Regel Flaschenkinder. Hier kann eine spezielle Antikolikflasche Abhilfe schaffen, manchmal genügt auch die Verwendung eines Teesaugers. Besondere Sauger sorgen dafür, dass Baby nicht zu schnell trinkt.


Milchwechsel für Flaschenbabys

Wenn Flaschenbabys unter Bauchschmerzen leidet, kann ein Wechsel der Marke helfen. Wechseln Sie aber nicht zu oft und lassen Sie jeder Milchsorte etwas Zeit zu wirken. Bei Stillbabys kann der Milchwechsel durch eine Veränderung der Nahrung der Mutter herbeigeführt werden. Als Faustregel gilt hier: Was die stillende Mutter gut verträgt, wird auch dem Baby gut bekommen.


Die richtige Haltung

Es gibt unzählige Körperhaltungen, die Sie ausprobieren können, wenn Ihr Baby Bauchweh hat. Beliebt, bekannt und immer wieder hilfreich ist der Fliegergriff, bei dem Sie den Säugling bäuchlings auf Ihrem Unterarm lagern. Andere Babys reagieren positiv darauf, wenn sie „über die Schulter geworfen“ werden, andere beruhigt eine aufrecht hockende Haltung vor der Brust.


Federwiege oder Hängematte

Oft hilft eine eingerollte Haltung dem Baby gegen Bauchschmerzen. Die ist im Tragetuch gegeben, aber auch in guten Babyhängematten oder Federwiegen. Vor allem letztere führt durch die Haltung und das zusätzliche Wippen häufig dazu, dass das eben noch schreiende Baby sanft entschlummert.


Bauchwehmedizin

Auch medikamentöse Mittel gegen Babys Bauchweh sind erhältlich. Meist handelt es sich dabei um Entschäumer, die die Luftbläschen im Bauch platzen lassen. Die Medikamente gelten als unbedenklich, dennoch sollten sie das letzte Mittel sein. Einige Kinder sprechen sehr gut auf homöopathische Mittel an.


Osteopathie gegen Bauchschmerzen

In einigen Fällen können Bauchschmerzen auch durch Verletzungen bei der Geburt ausgelöst werden. Nicht selten wird beim Geburtsvorgang ein Wirbel ausgerenkt oder ein Bereich im noch weichen Baby-Skelett verschoben. Hier kann der Osteopath oder ein spezialisierter Physiotherapeut helfen.


Wenn´s ernst wird

Wenn die Beschwerden Ihres Kindes über bloßes Brüllen hinausgehen, könnte das Bauchweh ernstere Ursachen haben. Steigt das Fieber über 38,5 Grad, hat Ihr Kind blutigen oder grünen Stuhlgang, Brechdurchfall über mehrere Tage oder stagniert die Urinausscheidung für mehr als vier Stunden heißt es: sofort zum Kinderarzt.


Generell gilt: Wenn Ihr Baby Bauchweh oder andere Schmerzen hat, lassen Sie es nicht allein damit. Notfalls trägt man sein Kind – auch und gerade dann, wenn es schreit. Neben dem Tragetuch, das einem selbst die Bewegungsfreiheit erhält, kann auch ein Gymnastikball sehr hilfreich sein. Ohne große Anstrengung kann man sich selbst und damit das Baby in heilsame und beruhigende Schwingungen versetzten.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de