Diese Frage stellen sich Eltern häufig, umso mehr es gutgemeinte Ratschläge von allen Seiten hagelt. Verunsicherung macht sich breit, wenn Großeltern und Verwandte vorm Verwöhnen warnen, als wäre das böses Teufelszeug. Doch wo endet die so wichtige Zuwendung und Bedürfnisbefriedigung und wo wird es zum Verwöhnen?

Eltern wollen das Beste für Ihr Kind – ganz klar. Viele Männer machen sich daher nach der Geburt ihrer Töchter deutlich mehr Gedanken um die Herausforderungen von Frauen in unserer Gesellschaft, als sie das vor der Geburt ihrer Mädchen taten.  Vielen Töchter-Vätern ist es wichtig, dass ihre Mädchen später ein selbstbestimmtes Leben führen können – und dabei die gleichen Chancen haben wie Jungen. Ein Mädchen-Papa schreibt darüber, was er seinen Töchtern als Rüstzeug ins Leben mitzugeben versucht.

Eltern verlangen, dass Ihre Kinder sie respektieren. Doch wie sieht es andersherum aus? Auch Kinder brauchen und verdienen Respekt und brauchen diese elterliche Haltung, um sich positiv und frei entwickeln zu können. Respektieren Sie Ihr Kind von Anfang an, sind Sie wichtiges Vorbild und fördern Intelligenz und Empathie.

Was heißt das eigentlich „Kind sein dürfen“? In erster Linie, seinen eigenen Instinkten und Gefühlen zu folgen. Die Kindheit ist eine wichtige Phase, in der sich Geist und Körper frei entwickeln sollen und das mit möglichst wenig Leistungsdruck. Gleichzeitig müssen aber Regeln gelernt und Grenzen akzeptiert werden.

Die Trotzphase stellt Eltern auf eine harte Probe. Nicht ganz leicht, gelassen zu bleiben, wenn das Kind sich in der Fußgängerzone schreiend und kreischend auf dem Fußboden wälzt. Wutanfälle sind im Trotzalter an der Tagesordnung. Das Triple P Programm für Eltern und Kinder kann hier Hilfe leisten.

Disziplin ist in der Erziehung ein wichtiges Thema. Zum einen müssen Kinder ein gewisses Maß an Disziplin lernen, zum anderen müssen aber auch Eltern in ihrer Erziehung diszipliniert sein und dem Kind einen klaren Rahmen vorgeben, in dem es sich bewegen kann.

Fast alle Eltern haben den Wunsch, dass Ihr Kind möglichst gut auf das Leben „da draußen“ vorbereitet wird. Das kann es nur, wenn es selbstständig agieren und die Verantwortung für sich und seine Handlungen übernehmen kann. Damit die Kleinen das von der Pike auf lernen können, brauchen sie von den Eltern Freiraum und Rückhalt zugleich.

Kindererziehung ist eine todernste Sache und mit viel Anstrengung und Mühen verbunden. Dieser Glaubenssatz hängt in vielen Köpfen und führt schnell zu einer Verbissenheit, die jeden Spaßfaktor in der Erziehung zunichtemacht. Dabei ist es gar nicht so schwer, unsere Kinder mit Leichtigkeit und Freude durchs Leben zu führen.

Es dauerte lange, bis sich ernsthaft mit der Frage auseinandergesetzt wurde, wie wichtig Väter eigentlich für die Entwicklung von Kindern sind. Im Vordergrund stand lange Zeit eher die Frage, was passiert, wenn der Vater fehlt. Doch auch die Auseinandersetzung mit diesem Thema konnte nur unzureichend beantwortet werden. Väter sind wichtig, das weiß man heute. Wie wichtig, ist oft Bestandteil eingehender Forschungen und Untersuchungen.

Es gibt Kinder, die sind von Natur aus folgsam, reinlich und brav. Und es gibt solche, die unangepasst, wild, laut und wenig reinlich sind. Lilly, die Tochter unseres Autors, ist so ein Kind. Er erkennt in ihrem Verhalten deutliche Parallelen zur Punkbewegung . Die Kleine fordert ihre Eltern heraus – aber würde er es anders haben wollen?

Eine Woche Fernsehverbot, Hausarrest, Liebesentzug – lange Zeit haben Kinder durch Bestrafung gelernt, was angemessen und was verboten ist. Heute geht der Trend in eine andere Richtung: Lob und positive Verstärkung werden immer mehr eingesetzt, um Kinder zu erziehen. Das funktioniert und verhindert seelische Verletzungen, die Menschen lebenslang verfolgen können.

Dem Kind jeden Wunsch von den Augen abzulesen, es zu verwöhnen und ihm grenzenlose Freiheit zu lassen – das ist sicher nicht die beste Methode, um aus dem Nachwuchs einen selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen zu machen. Andererseits: Wie streng dürfen Eltern sein, wie konsequent müssen sie sein? Die einzige wahre Wahrheit auf die Frage nach der besten Erziehung gibt es sicherlich nicht. Aber doch ein paar Aspekte, die Aufmerksamkeit verdienen.

Jedes Kind ist eine individuelle Persönlichkeit, die von seinem Temperament und seiner Umwelt geformt wird. Trotz aller Einzigartigkeit gelten jedoch einige Grundsätze für alle Kinder und machen – konsequent umgesetzt – das Zusammenleben leichter.

Beim zweiten Kind machen Eltern vieles anders als beim ersten. Zum einen, weil man gewisse Dinge nicht mehr so eng sieht, zum anderen, weil auch das erstgeborene Kind nach der Aufmerksamkeit der Eltern verlangt. Wir haben versucht, die Unterschiede der Herangehensweisen von Eltern beim ersten und beim zweiten Kind darzustellen – denn die sind wirklich bemerkenswert. Da sage noch mal einer, Eltern seien nicht lernfähig ;-) 

Für Kinder ist alles riesengroß – auch wir Erwachsenen. Bei Gesprächen und Erklärungen sollten Sie dafür sorgen, dass Sie mit Ihrem Kind auf Augenhöhe bleiben. So kommt das, was Sie ihm sagen, besser bei ihm an; dadurch, dass es Ihnen ins Gesicht sehen kann, kann es darüber hinaus aus Ihrer Mimik lesen.