Kinder, die zur Welt kommen und sterben, bevor sie lebensfähig sind, werden als Sternenkinder bezeichnet. Dieser liebevolle Begriff richtet den Fokus auf das Kind und nicht auf den Tod. Eltern wird dadurch der Verlust des Kindes durch eine Fehl- oder Totgeburt wenigstens ein bisschen erleichtert.

Die Welt der Kinderbücher ist voll von Bärchen, Häschen, Äffchen und Hündchen. Schweine und Spinnen sucht man da, von Babe einmal abgesehen, vergeblich. Dabei funktioniert die Freundschaft zwischen dem Schweinchen Wilbur und der Spinne Charlotte auch 60 Jahre nach der Erstveröffentlichung immer noch wunderbar. Frei von der überbordenden Moral vieler älterer Kinderbücher, macht die Geschichte immer noch richtig Spaß.

Wenn ein Elternteil stirbt oder sich nach einer Trennung gänzlich aus der Familie verabschiedet, dann fehlt Kindern ein wichtiger Halt im Leben, ganz gleich, ob es sich um Vater oder Mutter handelt. Die Auswirkungen sind fatal, denn Kinder brauchen Vorbilder aus beiden Geschlechtern.

Abschiede, Verluste, Todesfälle – sie gehören zum Leben dazu. Wir alle wissen das, trotzdem trifft es uns häufig unvorbereitet und meist bis ins Mark. Unseren Kindern geht es ebenso. Sie leben in der Gegenwart und ein Verlust vereinnahmt ihr komplettes Denken und Fühlen, zumindest für den Moment.

Wenn die Partnerin, mit der man viele Jahre zusammengelebt hat, von einem Moment zum nächsten plötzlich geht, ist das ein schwerer Schlag. Die Gründe sind unterschiedlich, und oft hätte man es vielleicht auch ahnen können, hat aber die Augen vor den Fakten verschlossen. Völlig hilflos dagegen ist man, wenn die geliebte Partnerin unerwartet stirbt. Das Leben neu aufzubauen, ist dann ein Erlebnis vieler quälender Schritte.

Kinder bereichern das Leben – keine Frage. Aber wenn junge Eltern nach dem ersten Jahr zurückblicken entdecken sie auch eine ganze Reihe Dinge, die sie als Eltern aufgegeben haben - oder aufgeben mussten.