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10 März, 2011 - 12:24
 

Der Frauenarzt – das unbekannte Wesen

Dies gilt zumindest für fast alle Männer – unsere Frauen sind mit ihm (oder auch ihr) meist schon seit der Teenagerzeit vertraut. Männer haben in der Regel dann das erste Mal mit dieser Arztkategorie zu tun, wenn sie Vater werden.

© Dron - Fotolia.com

Sollte ein Mann seine Frau zum Frauenarzt begleiten? Und was macht so ein Arzt überhaupt mit meiner Frau? Will und muss ich das unbedingt sehen? Diese Frage tritt in unseren emanzipierten Zeiten häufiger auf und so manch ein Mann landet schließlich doch mit im Behandlungszimmer – auch dann, wenn seine Partnerin gar nicht schwanger ist.

 

Berufsbild Gynäkologe

Denkt man an Frauenarzt, dann in der Regel in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt. Diese Tätigkeitsfelder sind allerdings in einer Frauenarztpraxis eher marginal vertreten, die wahren Spezialistinnen in diesem Feld sind die Hebammen. Frauenärzte befassen sich vielmehr mit dem kompletten Spektrum der Frauenheilkunde, also mit allen Erkrankungen, die ganz spezifisch bei Frauen auftreten können. Dazu gehören Erkrankungen des Unterleibs, Brusterkrankungen wie zum Beispiel Brustkrebs, aber auch hormonelle Störungen. Darüber hinaus ist der Gynäkologe immer dann gefragt, wenn es um Geburtenkontrolle und Familienplanung geht. Er verschreibt die Pille und andere Verhütungsmittel und ist auch bei einem Schwangerschaftsabbruch kompetenter Ansprechpartner.

 

Die Frau auf dem gynäkologischen Stuhl

Dreh- und Angelpunkt der gynäkologischen Untersuchung ist der gynäkologische Stuhl. Tatsächlich sitzt frau bei einer Konsultation fast immer dort, da er die Untersuchung erleichtert. Viele Frauen empfinden das als ausgesprochen unangenehm, peinlich ist es den wenigsten. Sich diese Situation vorzustellen, ist die eine Sache, sie aber in live zu sehen, kann einen Mann schon ganz schön durcheinander bringen und verwirren.

 

Was sucht ein Mann beim Frauenarzt?

Begleiten Männer ihre Partnerin mit zum Frauenarzt, zeigt sich häufig folgendes Bild: Das Paar sitzt gemeinsam im Wartezimmer, bei der Behandlung bleibt er dort auch sitzen und wartet, bis seine Partnerin aus dem Untersuchungszimmer wieder herauskommt. Der Fall, dass ein Mann seiner Frau dorthin folgt, tritt fast immer nur dann ein, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Wir technikbegeisterten Männer lieben es, unser Baby auf dem Ultraschall beobachten zu können – Das gibt auch uns die Gewissheit, dass da wirklich etwas wächst. Die Partnerin bei vaginalen Untersuchungen zu begleiten, ist schon eine ganz andere Sache – schwanger oder nicht. Denn es ist ein irgendwie komischer Anblick, wenn so etwas Intimes wie die Geschlechtsteile der Partnerin plötzlich bloßgelegt sind und von einer fremden Person, eventuell sogar einem Mann, begutachtet werden. Man kann sich fast sicher sein, dass in dieser Atmosphäre bei niemandem sexuelle Gefühle aufkommen – trotzdem wird etwas entmystifiziert und entweiht, das so ganz und gar als privat empfunden wird. Das muss nicht, kann aber beim Sex Probleme geben. Die Frau, die vorher so begehrenswert war, wird plötzlich in einem ganz anderen Licht gesehen. Ähnliches berichten Männer, die mit allzu viel Interesse an den Details den Geburtsvorgang beobachtet haben. Das Bild schiebt sich jedes Mal vor das innere Auge, wenn es zu Zärtlichkeiten und zum Sex kommt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu echten und dramatischen Eifersuchtsattacken kommen.

Soll man nun seine Partnerin zum Frauenarzt zur vaginalen Untersuchung begleiten, oder lieber doch nicht? Die Entscheidung bleibt natürlich jedem selbst überlassen und der Partnerin ebenso. Denn viele Frauen spüren instinktiv, dass sie ein Stück Flair verlieren könnten, wenn ihr Partner sie auf dem gynäkologischen Stuhl betrachtet und machen den Gang zum Frauenarzt lieber alleine.
 

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Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
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