Skip to main content

Suche

1 November, 2016 - 10:35
 

Punkteplan für ein harmonisches Miteinander

Manchmal reichen Regeln und Ermahnungen nicht mehr aus, um Kinder im Zaum zu halten. Ein sogenannter Punkte- oder Bekräftigungsplan kann in diesem Fall hilfreich sein. Die Punktesysteme dienen dazu, positives Verhalten zu belohnen und negatives allmählich abzubauen. Damit der Plan verbindlich ist, wird mit dem Kind ein Vertrag abgeschlossen.

© raluca teodorescu - Fotolia.com

Damit ein Punkteplan auch seinen Zweck erfüllt, muss er einige Voraussetzungen erfüllen. Eine davon ist, dass es sich um einen Vertrag auf Zeit handelt. Ist das Ziel, das mit dem Plan verfolgt werden sollte, erreicht, dann geht man wieder zum Alltag über. Vor allem das Belohnungssystem sollte nach und nach wieder abgebaut werden. Dies ist oft nicht ganz leicht, deshalb sollte man von Anfang an mit dem Kind klären und immer wieder klarstellen, dass es sich um eine Vereinbarung handelt, die nicht ewig andauert.


Wann funktioniert das Punktesystem?

Mit dem Punkteplan fürs Kind können Sie zusammen unerwünschte Verhaltensweisen abbauen. Wichtig dabei ist, dass sie nur an einer oder maximal zwei Verhaltensweisen gleichzeitig arbeiten sollten. Mögliche Ziele, die erreicht werden sollen, könnten sein:

  • Schultasche selber packen
  • Wutanfälle reduzieren
  • Aufgaben zuverlässig erledigen
  • Allein im eigenen Zimmer schlafen

Damit das Kind auch mitmacht, sollte es in alle Entscheidungen im Vorfeld mit einbezogen werden und generell mit dem System einverstanden sein. Alle wichtigen Punkte werden in einem Vertrag festgehalten, der nach dem Ende der Punktephase wieder ganz förmlich gekündigt werden muss.


Wie arbeitet man mit dem Punkteplan?

Legen Sie zusammen mit dem Kind das Ziel fest, das erreicht werden soll. Im Punkteplan, der auf ganz verschiedene Arten aufgebaut sein kann, werden mit Symbolen oder Aufklebern Erfolge und Misserfolge dokumentiert. In regelmäßigen Abständen wird der Punktestand gezählt. Sind die Ergebnisse zufriedenstellend, erhält das Kind eine Belohnung, zum Beispiel in Form eines Ausfluges ins Kino.
Je nachdem, welches Ziel im Punkteplan erreicht werden soll, ist es auch möglich, mit Punktabzügen zu arbeiten. Dabei muss allerdings auf große Gerechtigkeit geachtet werden. Punktabzüge für Fehlverhalten sollten nicht in die Vergangenheit zurückreichen.


Damit ein solcher Punkteplan Sinn macht ist bei einem Kind das notwendige Verständnis eine unbedingte Voraussetzung. Ab einem Alter von etwa sechs Jahren sind viele Kinder reif genug hierfür. 
 

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de
randomness