Gerade in den ersten Lebensjahren ist der Geist unserer Kinder weit geöffnet. Sie sind empfänglich für die kleinen Wunder des Lebens. Spiele und Aktivitäten, die ihre Sinne ansprechen, helfen Kindern dabei, die Welt in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit zu sehen, zu fühlen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Natürlich können und müssen Eltern viel dazu beitragen, um die optimale Entwicklung ihres Kindes zu unterstützen und zu fördern. Allzu viel Stress ist allerdings unnötig, denn viele Entwicklungsschritte liegen einem Baby ganz von selbst im Blut. Die Aufgabe der Eltern ist es, ideale Bedingungen zu schaffen.

Von der Motorik, über die Lust am Lernen bis zum gesunden Selbstbewusstsein können Eltern ihre Kinder fördern. Wichtig ist neben dem richtigen Maß der richtige Zeitpunkt. Während die Förderung von Kleinkindern noch in erster Linie durch Aktivitäten mit den Eltern geschieht, brauchen ältere Kinder andere Impulse, die häufig von außerhalb der Familie kommen.

Etwa zwei bis drei Prozent aller Kinder gelten in Deutschland als hochbegabt, das heißt, sie haben einen Intelligenzquotienten von über 130. Die Hochbegabung ist oft nicht leicht zu erkennen, häufig geben soziale oder schulische Probleme wichtige Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz.

Ihr Kind will Klavier, Flöte, Geige oder ein anderes Instrument lernen? Toll! Musikalität muss gefördert werden, damit sie sich entfalten kann. Aber die anfängliche Begeisterung für das neue Hobby lässt beim Kind oft schnell nach und das regelmäßige Üben wird jedes Mal zum Kampf.

Bei der Frage der Mädchenförderung scheiden sich die Geister ebenso, wie bei der von Jungen. Befürworter und Kritiker werfen sich gegenseitig Einseitigkeit vor, dabei stellt sich gar nicht die Frage, ob, sondern nur wie gefördert wird. Jungen sind dem Wesen nach anders als Mädchen, also muss die Förderung dem Rechnung tragen. Doch nur weil Mädchen in der Schule oft weniger Probleme haben als Jungs, heißt das nicht, dass sie keine Förderung bräuchten.

Wir leben in einer komplizierten Welt. Das erfahren auch unsere Kinder nur allzu früh – und stellen Fragen, die uns manchmal ins Schwitzen bringen – sei es weil wir die Antwort nicht kennen oder die Frage allzu peinlich scheint. Gar nicht so leicht, so zu beantworten, dass der kindliche Wissensdurst befriedigt wird.

Mädchen und Jungen sind unterschiedlich, das ist klar. Warum das so ist, wird in vielen unterschiedlichen Theorien erklärt. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bedingen verschiedene Förderansätze, damit Jungen und Mädchen sich optimal entwickeln können.

Einfach spielen und erleben lassen? Das ist für viele Eltern heute als Erziehung kaum noch ausreichend. Kinder müssen gefördert werden, so lautet das Mantra vieler Pädagogen. Aber nicht jeder folgt dem unwidersprochen.

Spätestens seit dem PISA-Schock ist die Förderung von Kindern in aller Munde; Eltern wollen ihre Kinder so früh wie möglich auf den Leistungsdruck unserer Gesellschaft vorbereiten und ihnen so viel Rüstzeug wie möglich mitgeben. Das Resultat: Kinder im Förderstress.