Wenn ein Elternteil stirbt oder sich nach einer Trennung gänzlich aus der Familie verabschiedet, dann fehlt Kindern ein wichtiger Halt im Leben, ganz gleich, ob es sich um Vater oder Mutter handelt. Die Auswirkungen sind fatal, denn Kinder brauchen Vorbilder aus beiden Geschlechtern.

Trennungen und Scheidungen lassen scheinbar zunächst einmal alles aus den Fugen geraten. Alles, was früher Bestand hatte und selbstverständlich war, ändert sich fast schlagartig. Darunter leiden Väter, Mütter und Kinder ganz besonders. In den meisten Fällen kommt es nach einer Trennung dazu, dass Sie als Vater in eine eigene Wohnung ziehen und das Kind bei der Mutter bleibt. Gegenteilige Regelungen sind eher selten, wenngleich es sie natürlich gibt. Die häufigste Absprache lautet, dass Väter ihre Kinder alle 14 Tage sehen. Doch ist das nicht eine Laborsituation, die gar nicht richtig „normal“ ablaufen kann?

Dass eine Scheidung nicht billig ist, ist allgemein bekannt. Zumindest ist es möglich, die voraussichtlichen Kosten halbwegs im Voraus zu beziffern. In manchen Fällen kann man sogar zum Nulltarif geschieden werden.

Die meisten Betroffenen sind nach einer Trennung emotional stark belastet und müssen sich dann auch noch mit allerlei Rechtsfragen rund um Unterhalt, Sorgerecht und Vermögen auseinandersetzen. Nicht vergessen sollte man bei alledem aber auch die Steuerfragen, denn diese können sehr weitreichende finanzielle Folgen haben.

Einschneidende Erlebnisse im Leben hinterlassen Spuren und prägen das weitere Leben - das gilt für unsere Kinder im besonderen Maße. Eine Trennung der Eltern ist so ein Erlebnis und für Kinder schmerzhaft und mit Verlustgefühlen verbunden. Allerdings muss diese große Veränderung keine Narben und auch keine Traumata hinterlassen.

Trennt sich ein Paar und sind Kinder vorhanden, dann ist es nicht möglich, sich einfach für immer Lebewohl zu sagen. Die Elternbeziehung bleibt lebenslang bestehen. Damit aus dem sich trennenden Ehepaar ein funktionierendes Elternteam werden kann, müssen schwelende Konflikte möglichst gut geklärt werden. Die Mediation kann hier die entscheidenden Weichen stellen.

Vaterentbehrung – wenn Kinder also keinen oder zu wenig Kontakt zu ihrem Vater haben – ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. So sehr sich Mütter bemühen, können sie die Rolle des Vaters allein nie voll ausfüllen. Die Abwesenheit des Vaters prägt Kinder nachhaltig, denn es fehlt ein wichtiger Teil, den diese benötigen, um ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Jeannette Hagen hat ein Buch über Vaterentbehrung geschrieben – und darin auch ihre eigene Geschichte eingebracht.

Besonders im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung kommen viele Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Justiz in Kontakt. Da ist es ganz verständlich, dass man sich hilflos und ausgeliefert fühlt. Wie bei jedem Gerichtsverfahren gibt es aber auch bei Familiensachen klare Spielregeln, nach denen man sich richten sollte.

Nach einer Scheidung ändert sich vieles, das betrifft in der Regel auch das Verhältnis zum eigenen Kind. Ein besonders schmerzliches Symptom für alle Beteiligten ist die Eltern-Kind-Entfremdung. Leider trifft es allzu oft die Väter, da nach wie vor ein Großteil der Kinder bei der Mutter bleibt.

In der Anthropologie gilt es heute als gesicherte Erkenntnis, dass Kinder Vater und Mutter für eine gesunde Entwicklung benötigen. Die Realität sieht allerdings anders aus: In ca. 20 % der Familien fehlt der Vater, Tendenz steigen. Das hat insbesondere für Jungs gravierende Auswirkungen.

Wenn Eltern sich trennen, dann steht eine Frage ganz vorne: Wo wird unser Kind in Zukunft leben? Die Regel ist, dass ein Elternteil die Hauptfürsorge übernimmt, der andere sieht sein Kind dann nur noch zu bestimmten Zeiten. Doch es geht auch anders! Lesen Sie mehr zum Doppelresidenzmodell, das inzwischen durch zahlreiche Gerichtsentscheide gestärkt wurde.

Die schönste und besinnliche Zeit des Jahres kann sich zu einer echten Qual entwickeln. War das Weihnachtsfest früher, als die Familie noch zusammen und intakt war, etwas Wunderschönes, gilt das für geschiedene Väter meistens nicht. Im besten Fall findet sich mit der Ex-Partnerin noch ein Weg, ein schönes Weihnachtsfest zu gestalten. Im schlimmsten Fall sitzt man als Vater allein zuhause. Eine mehr als deprimierende Vorstellung.

Jede Beziehung ist einzigartig, mit Höhepunkten, Tiefpunkten, mit Ecken und Kanten, Launen und Eigenarten. Doch nicht jede Beziehung überlebt. Selbst wenn man sich ewige Treue und Liebe geschworen hat, kann die letzte Konsequenz sein, dass es in einer Ehe nicht gelingt, alle Krisen zu überstehen, alle Charaktereigenschaften des Partners anzunehmen. Wenn die Scheidung unausweichlich ist, kommt es darauf an, das Leben neu aufzubauen. Das ist nicht leicht. Aber es kann funktionieren.

Endlich! Nach langer Suche haben Sie Ihre Traumfrau gefunden. Hübsch, intelligent und humorvoll – sie hat alles, was Sie sich gewünscht haben. Allerdings hat sie noch viel mehr – nämlich ein Kind. Wie sollten Sie als Mann damit umgehen?
Kein Patentrezept, dafür aber einige Gedanken zu dem Thema…

Leider ist das kein Einzelfall: Nach einer Trennung macht die Partnerin alle Türen zu und sperrt den Ex-Partner aus dem Leben der gemeinsamen Kinder aus. Das ist leidvoll für die verschmähten Männer, vor allem aber auch für die Kinder, die plötzlich ohne Vater auskommen müssen.