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9 Dezember, 2011 - 12:51
 

Alternative Medizin für Kinder – Bachblüten, Homöopathie und Co

Längst weiß man, dass Antibiotika und andere Medikamente dem kindlichen Organismus langfristig schaden können und viele Eltern greifen erst einmal auf Hausmittel oder Mittel aus der alternativen Medizin zurück. Gerade für die typischen Kinderkrankheiten gibt es sanfte, natürliche Mittel, die den Organismus stärken, statt einfach nur alles, was stört, plattzumachen.

© Marén Wischnewski - Fotolia.com

Die Heilmethoden, die ohne schulmedizinische Medikamente auskommen, sind in den letzten Jahren stark auf dem Vormarsch und können oft helfen. Allerdings müssen Eltern auch den Moment erkennen, an dem es erforderlich ist, doch zur chemischen Keule zu greifen – nämlich dann, wenn es dem Kind unverändert schlecht oder zusehends schlechter geht. Alternativmedizin gehört darüber hinaus in die Hände eines Spezialisten, Selbstmedikationen sollten nur bei den bekannten Kinderkrankheiten vorgenommen werden.

 

 

Bachblüten

 

Die Bachblütentherapie wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist heute zu einer viel angewandten alternativen Medizin für Kinder geworden. Die sanfte und nebenwirkungsfreie Wirkungsweise der pflanzlichen Auszüge helfen vor allem bei psychischen Problemen dadurch, dass sie die Selbstregulation des kindlichen Organismus anregen. Wissenschaftlich noch nicht vollständig bewiesen, zeigt die Anwendung doch ihre Wirkung, so dass die Therapie heute häufig angewandt wird. Besonders bekannt ist die Mittelmischung „Rescue Remedy“, die bei Angst- und Schockzuständen und akuter Aufregung beruhigend und ausgleichend wirkt.

 

Bachblüten sind für Kinder jeden Alters geeignet. Die Mittelauswahl ist für den Laien schwierig, erfolgreicher ist meist der Gang zu einem seriösen Bachblütentherapeuten. Die Krankenkassen erstatten weder Diagnose noch Mittel. Viele Informationen und Therapeuten sind auf der Seite www.bach-blueten-therapie.de zu finden.

 

 

Bioresonanz

 

Grundlage der Bioresonanztherapie sind wichtige medizinische Erkenntnisse aus der Akkupunktur. Sie heilt energetische Blockaden im Körper, statt wie die Schulmedizin biochemische Vorgänge zu steuern. Durch die Bioresonanz werden Informationen, bzw. energetische Frequenzen im Körper verändert, dadurch werden die Selbstheilungskräfte angeregt. Die Methode ist teilweise umstritten, weil nicht abschließend wissenschaftlich bewiesen. Allerdings machen die guten Erfolge auch im Bereich der Allergiebehandlung diese Therapieform beachtenswert.

 

Die Bioresonanztherapie ist für jedes Alter geeignet, die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Um einen Behandlungserfolg zu gewährleisten, ist es besonders wichtig, einen qualifizierten, gut ausgebildeten Therapeuten zu finden. Hilfestellung viele weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.bioresonanz.info

 

 

Homöopathie

 

Die Homöopathie ist eine naturkundliche Heilmethode, die vor etwa 200 Jahren entwickelt wurde. Auch hier werden die Selbstheilungskräfte des Organismus durch entsprechende Mittelgaben angeregt. Die Homöopathie gehört zu den bekanntesten und am häufigsten angewandten Methoden der Alternativmedizin für Kinder und kann die verschiedensten Beschwerden körperlicher und auch seelischer Art lindern. Da homöopathische Mittel bei sachgerechter Anwendung kaum Nebenwirkungen aufweisen, eignen sie sich für leichtere Beschwerden wie Erkältungen, leichte Verletzungen oder Zahnungsbeschwerden auch gut zur Selbstmedikation.

 

Homöopathische Mittel können schon ganz kleinen Babys verabreicht werden, die Behandlung wird teilweise von den Kassen übernommen. Meist werden allerdings nur die homöopathischen Mittel, nicht aber die Behandlungskosten ersetzt. Für die Eigenmedikation gibt es viele gute Fachbücher, speziell für Kinder auf dem Markt, so zum Beispiel den „Homöopathie Quickfinder für Kinder“ aus dem GU-Verlag. Qualifizierte Homöopathen findet man auf dem Portal www.homoeopathie-heute.de.

 

 

Osteopathie

 

Osteopathen sind mittlerweile besonders bei Eltern mit kleinen Säuglingen außerordentlich beliebt, kann die sanfte Heilmethode, bei der der Osteopath mit den Händen Verspannungen und Verhärtungen ertastet und auflöst, doch viele kindliche Leiden lindern. Durch die Lösung von Blockaden im Körpersystem wurden schon unzählige Schreibabys geheilt, auch im Bereich der Aufmerksamkeitsdefizitstörung kann der Osteopath erfolgreich behandeln. Die Osteopathie kann eine sehr langfristige Behandlungsmethode sein – Nebenwirkungen bleiben allerdings aus, da ausschließlich die Selbstheilungskräfte des Organismus aktiviert werden.

 

Die Osteopathie ist ab der Geburt eine geeignete und sehr sanfte Heilmethode ohne Nebenwirkungen. Die Leistungen von Osteopathen, die in der Regel mit einem Stundenhonorar von 65 bis 85 Euro arbeiten, werden von den Krankenkassen leider noch nicht übernommen. Bei der Auswahl des Therapeuten ist vor allem auf eine fundierte Ausbildung zu beachten. Qualifizierte Osteopathen und weitere Informationen gibt es beim Verband der Osteopathen Deutschland unter www.osteopathie.de.

 

 

Phytotherapie

 

Die Pflanzenheilkunde, so der deutsche Name für die Phytotherapie gehört zu den ältesten Methoden der Alternativmedizin und wird vor allem in der Kinderheilkunde häufig angewandt. Tees, Umschläge, Pflanzenpresssäfte und andere pflanzliche Mittel helfen oft genauso gut wie synthetische Arzneimittel und das ohne Nebenwirkungen. Hustensaft mit Efeuextrakt dient als sanfter pflanzlicher Hustenlöser, Zwiebelsaft lindert Ohrenschmerzen, Ingwerextrakt oder –tee hilft bei Bauchschmerzen. Mit der Phytotherapie kann auch eine schulmedizinische Therapie ergänzt werden, die meisten pflanzlichen Mittel vertragen sich mit Medikamenten.

 

Die Pflanzenheilkunde ist für Kinder jeden Alters geeignet, bis zum 12. Lebensjahr erstatten die Krankenkassen die Kosten für pflanzliche Medikamente. Beim Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (www.zaen.de) finden Sie Informationen und seriöse, naturheilkundlich arbeitende Ärzte.

 

 

Progressive Muskelentspannung

 

Die progressive Muskelentspannung gehört zu den alternativmedizinischen Methoden für Kinder, die besonders bei Ängsten, Schlafstörungen und Stress hilfreich sind. Über die Vorstellungskraft werden die Kinder dazu angeregt, sich ihrer Körperteile bewusst zu werden und sie aktiv an- und dann wieder zu entspannen. Dadurch werden Verspannungen gelöst, Atem- und Nervensystem werden sanft beruhigt und führen zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

Die Progressive Muskelentspannung ist für Kinder ab dem Schulkindalter geeignet und wird in Kursen durchgeführt - zum Beispiel bei den örtlichen Volkshochschulen, deren Kosten von vielen Krankenkassen erstattet werden. Anbieter und weitere Informationen finden Sie unter www.progressive-muskelentspannung.de

 

 

Schüssler Salze

 

Die Schüssler Salze gehören zu den homöopathischen Arzneimitteln und bestehen aus den verschiedenen Mineralsalzen, die als Einzelmittel in Form von Globuli oder Tabletten verabreicht werden. Schüssler Salze helfen nebenwirkungsfrei bei vielen Erkrankungen und Störungen im kindlichen Organismus und werden unter anderem bei Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Zahnungsbeschwerden eingesetzt. Die Selbstmedikation kann anhand entsprechender Literatur selbst vorgenommen werden.

 

Schüsslersalze sind für Kinder jeden Alters geeignet. Bei der Selbstmedikation sollten die Salze nur bei den typischen kindlichen Grunderkrankungen angewandt werden. Die Krankenkassen erstatten oft die Kosten für die Mittel, wenn sie medizinisch verordnet wurden. Informationen über Mittel und Wirkungsweise finden Sie unter www.schuessler-salze-fuer-kinder.de.

 

 

Therapeuten für Alternativmedizin finden

 

Einen wirklich guten Therapeuten für Alternativmedizin für Kinder zu finden, ist häufig nicht ganz leicht. Neben einer großen Anzahl hochqualifizierter Spezialisten tummeln sich auch zahlreiche weniger gute Anbieter auf dem Markt. Vor allem in den Grenzbereichen wie Bachblütentherapie oder der Progressiven Muskelentspannung gibt es schwarze Schafe, die ohne ausreichende Qualifizierung behandeln. Auf Nummer Sicher geht man, wenn man einen Therapeuten auf Empfehlung auswählt. Kennt man jemanden, der sich erfolgreich behandeln hat lassen, erhöht sich die Gewissheit, dass man selbst, bzw. das eigene Kind ebenfalls gut therapiert wird. Die Fachverbände der einzelnen Sparten liefern auf ihren Internetseiten oft hilfreiche Informationen darüber, was bei der Therapeutenauswahl zu beachten ist. Datenbanken mit qualifizierten Therapeuten können ebenfalls für die Auswahl herangezogen werden.

 

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