Am Anfang seines Lebens sind die Eltern für ein Kind Dreh- und Angelpunkt, sie geben ihm Werte, Verhaltensweisen und die grundsätzliche Sicht auf die Welt mit. Man spricht hier auch von Prägung. Sie entsteht aus der Summe aller Eindrücke aus dem Umfeld und der Erziehung.

Mit der Geburt des Kindes bekommen die Eltern ein neues Familienmitglied. Eines, das sich weder selbst versorgen noch Entscheidungen treffen kann. Dennoch zeigt sich bald, daß auch dieser kleine Erdenmensch Bedürfnisse und seinen eigenen Willen hat, den er auch durchzusetzen versucht.

Die Eltern spielen im Leben eines Kindes eine wichtige Rolle. Zum einen versorgen und schützen sie das Kind, zum anderen spielen sie aber auch eine wichtige Rolle bei Sozialisation und Entwicklung. Hier haben Vater und Mutter jeweils ganz eigene Rollen, die nur schwer oder gar nicht vom anderen Partner übernommen werden können. Während die Mutter die pflegende und fürsorgliche Rolle übernimmt und dementsprechend auch als Vorbild gilt, hat der Vater eigentlich eine deutlich anstrengendere Position für die Entwicklung seiner Kinder.

Über die Wichtigkeit der Mutter für Kinder gibt es wohl so viele Forschungen, dass man damit einen Fußweg zum Mount Everest pflastern könnte. Doch wie sieht es bei Vätern aus, wie wichtig sind sie für die kindliche Entwicklung?

Mütter könnte man fast als „erschöpfend erforscht“ bezeichnen. Die Psychologie hat sich in den letzten Jahrzehnten ausgiebig damit beschäftigt, was in Müttern vorgeht und wie sie empfinden. Bei Väter sieht es dagegen recht übersichtlich aus. Der Mann als Vater ist ein weitgehend unerforschtes Subjekt. Das soll sich nun ändern.

Die Beziehung zwischen Mutter und Kind während der Stillzeit ist unwidersprochen ein wichtiger Eckpfeiler während der ersten Lebensmonate eines Kindes. Etwas nebulöser dagegen ist die Beziehung von Vater und Kind während dieser Zeit. In jedem Fall ist sie wichtiger, als lange Zeit angenommen wurde.