Diese Frage stellen sich Eltern häufig, umso mehr es gutgemeinte Ratschläge von allen Seiten hagelt. Verunsicherung macht sich breit, wenn Großeltern und Verwandte vorm Verwöhnen warnen, als wäre das böses Teufelszeug. Doch wo endet die so wichtige Zuwendung und Bedürfnisbefriedigung und wo wird es zum Verwöhnen?

Wer kennt das nicht – man hat es eilig, steht bereits in den Startlöchern und das Kind trödelt immer noch mit Jacke und Schuhen herum. Oft nehmen Eltern das persönlich und legen die Langsamkeit des Kindes als Provokation oder mangelnde Kooperationsbereitschaft aus. In Wahrheit haben Kinder ein noch unentwickeltes Zeitgefühl, das sich sehr von dem der Erwachsenen unterscheidet.

Eltern haben heute mehr Angst denn je, in der Erziehung ihrer Kinder etwas falsch zu machen. Die gute Nachricht zuerst: Tun Sie Ihr Bestes, dann können die Fehler so groß nicht sein. Allerdings gibt es eine Menge Irrtümer, die rund um das Thema Kindererziehung kursieren. Hier finden Sie einige der häufigsten.

Eine optimistische Lebenshaltung macht es uns im Leben fast an jeder Stelle leichter. Ob ein Mensch ein Glas als halb leer oder doch immer halb voll ansieht, wird schon früh in seinem Leben festgelegt. Als Eltern können wir hier jede Menge dazu tun, dass unsere Kinder eine positive Lebenseinstellung entwickeln.

Kindererziehung ist eine todernste Sache und mit viel Anstrengung und Mühen verbunden. Dieser Glaubenssatz hängt in vielen Köpfen und führt schnell zu einer Verbissenheit, die jeden Spaßfaktor in der Erziehung zunichtemacht. Dabei ist es gar nicht so schwer, unsere Kinder mit Leichtigkeit und Freude durchs Leben zu führen.

Es dauerte lange, bis sich ernsthaft mit der Frage auseinandergesetzt wurde, wie wichtig Väter eigentlich für die Entwicklung von Kindern sind. Im Vordergrund stand lange Zeit eher die Frage, was passiert, wenn der Vater fehlt. Doch auch die Auseinandersetzung mit diesem Thema konnte nur unzureichend beantwortet werden. Väter sind wichtig, das weiß man heute. Wie wichtig, ist oft Bestandteil eingehender Forschungen und Untersuchungen.

Kinder sind nicht immer so pflegeleicht, wie Eltern sich das wünschen. Für Jungen gilt das oft in besonderem Maße. Sie brauchen häufig mehr Führung und klarere Ansagen als Mädchen, damit das Verhalten sozial angemessen bleibt und die Erziehung nicht aus dem Ruder läuft. Grenzen setzen ist bei den meisten Jungs doppelt wichtig.

In den ersten Lebensjahren sind Kinder sehr mit sich selbst und der neuen Welt, die sie umgibt, beschäftigt. Ordnung wie wir sie kennen, sagt ihnen nichts. Erst mit der Zeit entwickeln sie einen Ordnungsbegriff – der nicht immer dem Unseren entspricht.

Eltern prägen das Verhalten und Wesen ihrer Kinder – soweit die allgemeine Erziehungslehre. Papablogger Andreas Clevert ist jedoch der Meinung, dass vor allem Kinder das Verhalten ihrer Eltern prägen. Beispiele gefällig?

Danebenzustehen, wenn Kinder neue Dinge ausprobieren, fällt vielen Eltern nicht leicht – und dafür gibt es gute Gründe. Viele Eltern wollen ihre Kinder und sich selbst vor Misserfolgen und Unfällen schützen. Dabei wissen sie jedoch meist auch, dass das eigentlich keine Lösung ist.

Wer kennt das nicht – irgendwann sind unsere Kinder von unseren Erziehungsmaßnahmen so genervt, dass sie ihre Sachen packen und gehen wollen. Und das manchmal schon im Alter von fünf Jahren. Als Elternteil steht man nun da und weiß nicht, ob lachen oder weinen die angemessene Reaktion ist. 

Beim ersten Kind sind die Ansprüche der frisch gebackenen Eltern an sich selbst oft hoch. Sie möchten alles richtig machen und perfekt für das Kind sorgen. Viel ungeteilte Zuwendung und Aufmerksamkeit, aber auch viel Unsicherheit und Überforderung kennzeichnen die Atmosphäre der ersten Lebensjahre beim Einzelkind.

Dem Kind jeden Wunsch von den Augen abzulesen, es zu verwöhnen und ihm grenzenlose Freiheit zu lassen – das ist sicher nicht die beste Methode, um aus dem Nachwuchs einen selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen zu machen. Andererseits: Wie streng dürfen Eltern sein, wie konsequent müssen sie sein? Die einzige wahre Wahrheit auf die Frage nach der besten Erziehung gibt es sicherlich nicht. Aber doch ein paar Aspekte, die Aufmerksamkeit verdienen.

Wir wollen, dass unsere Kinder im Leben zurechtkommen und nach Werten leben, die wir für richtig und relevant erachten. Wir möchten, dass aus unseren Kleinen empathische und soziale Erwachsene werden, die sich fair verhalten und mitunter auch selbstlos auf andere eingehen. Doch wie geht das?

Jedes Kind ist eine individuelle Persönlichkeit, die von seinem Temperament und seiner Umwelt geformt wird. Trotz aller Einzigartigkeit gelten jedoch einige Grundsätze für alle Kinder und machen – konsequent umgesetzt – das Zusammenleben leichter.