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Smartphone-Etikette für Kinder und auch Eltern

Grundschulkinder besitzen heute schon oft ihr erstes Smartphone. Gruppendruck, aber auch das Sicherheitsdenken der Eltern führt dazu. Umso wichtiger ist es, den Kleinen einen vernünftigen Umgang mit den Geräten beizubringen. Die Vorbildfunktion der Eltern ist ebenso wichtiger Teil dieses Lernprozesses wie klare Etikette-Regeln.

Grundschulkinder besitzen heute schon oft ihr erstes Smartphone. Gruppendruck, aber auch das Sicherheitsdenken der Eltern führt dazu. Umso wichtiger ist es, den Kleinen einen vernünftigen Umgang mit den Geräten beizubringen. Die Vorbildfunktion der Eltern ist ebenso wichtiger Teil dieses Lernprozesses wie klare Etikette-Regeln.

Experten raten frühestens ab einem Alter von 12 Jahren zum ersten Smartphone. Erst dann sind Kinder zum eigenverantwortlichen Umgang in der Lage und wissen die komplexen Funktionen zu handhaben. Soll ein Kind erreichbar sein oder die Eltern erreichen können, tut es vorher auch ein normales Handy mit reiner Telefonfunktion. In der Realität sieht dies oft anders aus. Ob Handy oder Smartphone, Eltern sollten ihrem Kind von Anfang an einige wichtige Regeln für die Nutzung beibringen.

Die wichtigsten Etikette-Regeln auf einen Blick

  • Reale Kontakte kommen zuerst! Dem persönlichen Gespräch gehört die volle Aufmerksamkeit, das Handy sollte dabei auf die Seite gelegt werden.
  • Handy auf lautlos! Beim Beisammensein mit anderen, zum Beispiel am Essenstisch oder im Gespräch stören die Bimmeltöne des Smartphones sehr und ziehen Aufmerksamkeit ab. Deshalb wird das Gerät entweder auf lautlos gestellt oder komplett ausgeschaltet.
  • Nachts bleibt das Smartphone aus! Am oder im Bett haben Handys nichts zu suchen, das blaue Licht stört beim Einschlafen, nächtliche Nachrichten stören den Schlaf. Sprechen Sie mit ihren Kindern auch darüber, dass man für seine Freunde nicht jederzeit erreichbar sein muss.
  • Damit Ihr Kind die Smartphone-Etikette auch umsetzt, sollte diese für alle gelten. Ausnahmeregeln und Sonderrechte für Eltern – Anrufe während der Essenszeit etwa - sind ausschließlich für Notfälle da. Seien Sie ein Vorbild und halten Sie sich ebenfalls an die aufgestellten Regeln.

Manchmal hat das Handy Pause! Vereinbaren Sie mit dem Kind bestimmte Zeiten, an denen das Smartphone Pause hat oder Sie vereinbaren eine maximale Nutzungsdauer pro Tag und führen handyfreie Tage für alle ein!

Noch mehr Regeln für die Sicherheit

Neben den grundsätzlichen Etiketteregeln sollten Sie mit Ihrem Kind noch über den Punkt Sicherheit bei der Smartphonenutzung sprechen. Kinder sind nicht in der Lage, die Folgen zu überblicken, die bestimmte Handlungen haben:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass auf einem Smartphone viele persönliche Daten gespeichert sind. Geraten die in falsche Hände, kann das üble Folgen haben. Kümmern Sie sich deshalb darum, dass Ihr Kind eine PIN-Nummer nutzt und zum Beispiel die Standortangabe deaktiviert.
  • Wählen Sie zusammen mit Ihrem Kind die Apps aus, die es auf dem Smartphone installiert und achten Sie darauf, dass diese altersgerecht und sicher sind.
  • Vereinbaren Sie, dass Sie bei kleineren Kindern regelmäßig Zugriff auf das Gerät haben, um zu prüfen, wo Ihr Kind im Netz unterwegs ist und ob auf dem Smartphone, Viren, Schadware oder andere gefährliche Anwendungen vorhanden sind.
  • Will Ihr Kind sich irgendwo anmelden, überwachen und begleiten Sie diesen Vorgang, das gilt auch für Downloads aus dem Netz.

Etwa ab einem Alter von 12 ist ein Kind in der Lage, zunehmend allein die Verantwortung fürs Smartphone zu übernehmen. Allerdings sollte es sich bei Fragen und Unsicherheiten auch dann noch lieber an Sie wenden, als auf eigene Faust vorzugehen.