„Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst ...“ - weiter braucht man wohl nicht zu schreiben, um zu erkennen, was hinter diesem Spruch steckt. Doch wer denkt, dass derlei antiquierte Aussagen schon seit einer halben Ewigkeit „vom Tisch sind“, der irrt. Es ist noch gar nicht lange her, da galt der Vater als Institution, der nicht widersprochen werden durfte.

Grundschulkinder besitzen heute schon oft ihr erstes Smartphone. Gruppendruck, aber auch das Sicherheitsdenken der Eltern führt dazu. Umso wichtiger ist es, den Kleinen einen vernünftigen Umgang mit den Geräten beizubringen. Die Vorbildfunktion der Eltern ist ebenso wichtiger Teil dieses Lernprozesses wie klare Etikette-Regeln.

Natürlich lieben Sie Ihre Kinder – aber zeigen Sie Ihnen das auch? Erziehen Sie Ihr Kind liebevoll oder eher mit Strenge und Autorität? Schaffen Sie es, Grenzen zu setzen und diese Ihrem Kind immer wieder mit Liebe zu zeigen?

Um ihre Kinder für das Leben und den Weg in die Selbständigkeit richtig auszurüsten, können Eltern einiges tun. Selbstsicherheit, das Bewusstsein, dass es geliebt wird und eine klare Wahrnehmung sind die wichtigsten Grundlagen.

Normalerweise erziehen Eltern ihre Kinder. So sollte es zumindest sein. Trotzdem entwickeln Kinder natürlich Strategien, um ihren Willen eben doch durchzusetzen. Vielfach ist es das Mittel des Charmes, das eingesetzt wird, um die Eltern milde zu stimmen und Wünsche erfüllt zu bekommen. Das ist oft süß, irgendwie rührend und führt mal zum Erfolg, mal aber auch nicht. Immer wieder kommt es jedoch auch zu einer unangenehmen Form der umgekehrten Pädagogik. Das Wort „Psycho-Terror“ mag hart klingen, für betroffene Eltern beschreibt es die Problematik jedoch oft am besten.

An Computerspielen kommt heute kaum jemand mehr vorbei, das gilt für Kinder wie für Eltern. Ein generelles Verbot ist einfach nicht zeitgemäß. Stattdessen sollten sich Eltern mit der Materie befassen und für den Umgang ganz klare Regeln aufstellen.

Eltern sind auch nur Menschen und manchmal nervt uns das heißgeliebte Kind einfach nur noch. Strafen und Verbote helfen oft wenig und schränken das Kind ein. Hilfreicher ist es, nerviges Verhalten daraufhin zu analysieren, was einem selbst daran eigentlich so unglaublich auf den Wecker geht. Hat man überhaupt das „Recht“, genervt zu reagieren?

Mit Kindern toben, kämpfen und herumalbern gehört vor allem für Väter einfach dazu. Je wilder die Spiele, desto mehr Spaß haben die Kleinen daran. Allerdings überschreiten Kinder in der Euphorie schnell einmal die Grenze dessen, was uns als Erwachsenem Spaß macht und was noch tolerierbar ist. Gar nicht so leicht, den wilden Nachwuchs dann zu stoppen.

Eltern und Kinder schließen ständig Vereinbarungen – oft wirkt es so, als würden sich Kinder nur darauf einlassen, um sie später möglichst wieder aushebeln zu können. Eltern stehen dann häufig vor einem Dilemma – nachgeben oder hart bleiben, Verständnis zeigen oder auf Abmachungen pochen?

Diese Frage stellen sich Eltern häufig, umso mehr es gutgemeinte Ratschläge von allen Seiten hagelt. Verunsicherung macht sich breit, wenn Großeltern und Verwandte vorm Verwöhnen warnen, als wäre das böses Teufelszeug. Doch wo endet die so wichtige Zuwendung und Bedürfnisbefriedigung und wo wird es zum Verwöhnen?

Kinder schaffen es immer wieder, ihren Willen durchzusetzen. Dabei nutzen sie geschickt die eigenen Möglichkeiten und die persönlichen „Schwächen“ der Eltern aus. Im Laufe der Zeit lernen sie immer besser, das zu bekommen, was sie wollen. Ein Vater berichtet von seinen Erfahrungen mit Tochter Lilly.

Immer wieder durchlaufen Kinder Phasen, in denen sie sich gegen die Regeln und Grenzen der Eltern wehren. Die Trotzphase ist nur die erste davon. Warum ticken unsere Kleinen manchmal so ganz anders als gewohnt und wie können wir als Eltern damit angemessen umgehen?

Unsere Kleinen leben im Hier und Jetzt und sind in den ersten Lebensjahren instinkt- und gefühlsgesteuert. Erst mit der Zeit lernen die Kinder das, was in unserer Gesellschaft so eine große Rolle spielt: Angepasstes Verhalten und Selbstkontrolle. Der Weg dahin ist ganz schön lang!

In der Gewaltfreien Kommunikation, die von Marshall Rosenberg begründet wurde, geht es um einen einfühlsamen Umgang mit sich selbst und mit anderen. Besonders wichtig ist hier das Mitgefühl, denn es ermöglicht uns erst die Welt mit den Augen anderer zu sehen. Laut Rosenberg ist die Sprache wie sie sich mittlerweile entwickelt hat, diesem Mitgefühl sehr hinderlich.

Zahlreiche Väter und Mütter kennen das Gefühl, wenn das eigene Kind einen an die Grenzen gebracht hat und man kurz davor ist, auszurasten. Was kann man im Vorfeld dagegen tun und wie vermeidet man es, gegen das eigene Kind übergriffig zu werden? Ein Vater teilt seine Erfahrungen und gibt Tipps.