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Der beste Moment meines Tages - er tut so gut

Das Leben mit Kindern ist oft hektisch und man vergisst, das zu schätzen, was man an seiner Familie hat. Aber es gibt besondere Momente im Leben von Eltern, die man bewusst auskosten sollte. Ein Vater beschreibt einen solchen Moment – eine Situation, die ihm immer wieder nah geht.

Mein Tag ist wie bei vielen Eltern recht hektisch und eng getaktet. Morgens nach dem Aufstehen müssen die Kinder fertiggemacht werden und man selbst zur Arbeit fahren. Wenn die Kinder einmal vom Kindergarten, Krippe oder Hort abgeholt sind, wird es meist wild und das Abendprogramm mit Essen, den Diskussionen um Baden, ins Bett gehen und die Verhandlungen um Gutenachtgeschichten sind meist auch nicht entspannend.

Selten hat man die Zeit, das, was man mit der Familie hat, bewusst zu genießen. Aber es gibt diese Momente. Man sollte sie nicht übergehen oder übersehen, sondern bewusst genießen.

Der beste Moment meines Tages dauert nur ein paar Sekunden. Dennoch ist er emotional, echt, innig und wunderschön.

Das Beste am Tag? Wenn ich meine Kleine in der Krippe abhole

Er ereignet sich jeden Nachmittag, wenn ich meine kleine Tochter (fast 2 Jahre alt) aus der Krippe abhole. Ich nehme mir jedesmal vor, diesen Moment bewusst zu genießen und das Glück, das ich erfahre, auszukosten. Dazu atme ich tief durch, bevor ich die Tür zum Raum der Krippe oder bei gutem Wetter zu deren Außenbereich öffne.

In dem Moment, wenn ich die Türe öffne und mich meine Kleine sieht, ruft sie laut „Papi“, kommt mit ihren kurzen Beinen lachend auf mich zugewackelt und fällt mir freudig in die Arme (ich habe mich hingekniet). Es sind ein paar Sekunden echter Freude, mich zu sehen, eine Geste unverfälschter Liebe und Zuneigung, wie sie nur Kinder zeigen können. Ich drücke die Kleine dann an mich und möchte sie nicht mehr loslassen. 

Es fühlt sich einfach SO gut an!

Das Ganze dauert nur ein paar Sekunden, dann steht auch schon das kurze Übergabegespräch mit den Erzieherinnen an, während ich die Kleine weiter im Arm halte.

Kinderlose kennen solche Momente nicht

Wenn ich nicht wüsste, dass unsere Tochter gerne in die Krippe geht, könnte ich die Begrüßung nicht so genießen, wie ich das tue. So aber freut sie sich nicht über die Rettung aus einer misslichen Lage, sondern ist einfach begeistert, ihren Papa zu sehen. Geht es besser? Wenn ich einmal schlecht drauf bin muss ich aufpassen, dass mir in diesen Momenten nicht die Tränen kommen.

Wenn ich meine Kleine aus der Krippe trage, denke ich ab und zu an Menschen ohne Kinder. Die haben vielleicht weniger Stress aber DAS, das kennen sie nicht.

BÄÄÄTSCH! :-)