Skip to main content

Suche

10 Oktober, 2017 - 10:32
 

Bäuerchen, Blähungen und Verstopfung – Verdauungsprobleme bei Babys

Die Zeit nach der Geburt ist für ein Baby eine Phase großer Umstellungen – das betrifft auch Magen und Darm, die sich erst an die andere Art von Nahrung gewöhnen müssen. Blähungen und Verstopfung, aber auch häufiges Aufstoßen sind in dieser Zeit keine Seltenheit und lassen sich nicht immer mit Hausmitteln oder Medikamenten in den Griff bekommen.

© Ilka Burckhardt - Fotolia.com

Ebenso häufig wie gefürchtet, sind die Dreimonatskoliken - einer der vielen Gründe, warum frischgebackene Eltern nicht zur Ruhe kommen. Babys Bauch ist hart angespannt, der Säugling quittiert die Schmerzen, die daraus entstehen, mit Dauergeschrei und Unruhe. Es gibt viele Möglichkeiten, die Abhilfe schaffen – oder auch nicht. Denn jedes Baby geht anders mit diesen Beschwerden um. Ein kleiner, wenn auch für betroffene Eltern schwacher Trost: Die Beschwerden werden ihrem Namen gerecht, nach etwa drei Monaten klingen sie häufig von einem Tag auf den anderen ab.


Blähungen bei Babys - woher sie kommen weiß keiner so genau

Die noch unfertige Entwicklung der Verdauungsorgane beim Neugeborenen wird als Hauptgrund genannt, wenn es um Blähungen bei Babys geht, doch so richtig genau weiß es keiner. Viele weitere Ursachen spielen ebenfalls eine Rolle, insbesondere die vielen neuen Eindrücke, die täglich auf das Kind einstürmen. Aber auch schwierige oder beängstigende Erlebnisse bei der Geburt können die Blähungen – bzw. das Geschrei verursachen. Aus diesem Grund helfen Mittel, die rein auf die körperlichen Beschwerden abzielen, oft nur wenig oder für begrenzte Zeit.


Was in vielen Fällen hilft

Wenn unser Baby leidet, wollen wir etwas tun! Und da gibt es viele Möglichkeiten, die Abhilfe oder zumindest Linderung schaffen.

  • Immer eine gute Idee ist Wärme auf dem Bauch. Kleine Kirschkern- oder Dinkelkissen oder der eigene Körper sind gute Wärmequellen. Viele Babys hören auf zu schreien, wenn sie im Tragetuch dicht am Körper getragen werden. Neben der Wärme tragen auch die körperliche Nähe und die ständige Bewegung das Ihrige dazu bei, das Baby zu entspannen.
  • Wenn das Baby es mag, dann kann auch eine Bauchmassage mit speziellem Bäuchleinöl helfen. Wichtig dabei: Massiert wird mit wenig Druck und immer im Uhrzeigersinn.
  • Ein bewährtes Mittel ist außerdem der Fliegergriff. Dabei wird das Baby in Bauchlage mit dem Kopf auf dem Unterarm abgelegt, die Hände liegen unter dem Bauch. Diese Haltung entspannt viele Kinder und lässt sie ruhig werden.

Falls keine der Maßnahmen Besserung zeigt, können Sie nur eines tun: Entspannen Sie sich, bleiben Sie bei Ihrem Kind und stehen Sie mit ihm gemeinsam die Blähungen durch.


Verstopft – (k)ein Grund zur Sorge

Wenn ein Neugeborenes an Verstopfung leidet, ist das zwar oft unangenehm, aber kein wirklicher Grund zur Sorge. Da es allerdings als „normal“ gilt, dass ein gestilltes Kind in den ersten sechs Wochen mehrmals täglich Stuhlgang hat, sollten Sie für diesen Fall organische Ursachen ausschließen. Bei Babys, die das Fläschchen bekommen, kann zu viel Kalk im Wasser eine Ursache für Verstopfung sein. Auch dann, wenn die erste Beikost zugefüttert wird, kann es erst mal Probleme mit der Verdauung durch die Umstellung geben. Möchten Sie Ihrem Kind den Stuhlgang erleichtern, können Sie folgende Maßnahmen versuchen:

  • Ein warmes Bad zur Entspannung
  • Eine Bauchmassage in kreisenden Bewegungen mit Bäuchleinöl, um die Darmtätigkeit anzuregen
  • Ausreichend Flüssigkeit. Verdauungsanregend wirken Fenchel-, Anis- und Kümmeltee

Bei Klein- und Kindergartenkindern hat Verstopfung häufig noch eine andere Ursache: Bei einigen Kindern kommt es im Verlauf der Windelentwöhnung dazu, dass der Stuhl bewusst oder häufiger unbewusst zurückgehalten wird - zum Beispiel, weil das Kind sich vor seinem Kot ekelt oder im Kindergarten lieber weiterspielt, als auf die Toilette zu gehen. In diesem Fall helfen viel Geduld und eine entspannte Atmosphäre.


Das Bäuerchen – ohne geht es nicht!

Dass ein Baby nach dem Trinken ein Bäuerchen machen muss, ist eine Binsenweisheit. Beim Nuckeln an der Mutterbrust oder dem Fläschchen gelangt viel Luft in den Magen und die wird durch das Aufstoßen wieder nach draußen befördert. Muss ein Baby sehr häufig aufstoßen oder kommt dabei sogar ein Teil der Nahrung wieder heraus, kann das an zu hastigem Trinken liegen. Eine ruhige Atmosphäre beim Stillen und Füttern kann hier Linderung schaffen.

Vaterfreuden auf Facebook   Vaterfreuden auf Twitter
Artikel bewerten
 

Autor

Redaktion Vaterfreuden.de